FINANZEN: Altdorf mit 2,8 Millionen Franken im Plus

Statt ein Defizit erzielt Altdorf einen Überschuss. Grund dafür sind ausserordentlich hohe Steuereinnahmen. Ob die Gemeinde damit auf die geplante Steuererhöhung verzichten kann, ist offen.

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Dorfkern von Altdorf. (Archivbild Urs Hanhart / Neue UZ)

Dorfkern von Altdorf. (Archivbild Urs Hanhart / Neue UZ)

Die Rechnung der Einwohnergemeinde Altdorf schliesst mit einem Plus von 2,8 Millionen Franken ab. Im Budget war ein Defizit von 828'000 Franken vorgesehen. Alleine die Mehrerträge bei den Steuereinnahmen betragen insgesamt 2,5 Millionen Franken. Besonders die höheren Einnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern (900'000 Franken) fallen auf. Der tiefere Personalaufwand (-450'000 Franken) trägt zum besseren Resultat bei. Der Ertragsüberschuss soll dem Eigenkapital gutgeschrieben werden, wie die Gemeinde mitteilt. Die grössten Abweichungen gegenüber dem Budget setzen sich wie folgt zusammen:

Einnahmenseite:

  • Höhere Grundstückgewinnsteuern aufgrund einzelner Grossprojekte (+ 914'000 Franken)
  • Mehreinnahmen Steuern juristische Personen für Vorjahre (+ 506'000 Franken)
  • Mehreinnahmen Steuern natürliche Personen laufendes Jahr (+ 503'000 Franken)
  • Mehreinnahmen Steuernachträge natürliche Personen für Vorjahre (+ 340'000 Franken)

Ausgabenseite:

  • Minderausgaben für Sozialversicherungen aufgrund tieferem Personalaufwand und der Aussetzung der Sanierungsmassnahmen in der Pensionskasse (- 228'000 Franken)
  • Minderausgaben beim Personalaufwand (- 198'000 Franken)
  • Minderausgaben für Sonderschulungen (- CHF 156'000 Franken)
  • Mehrausgaben für die Restfinanzierung der Langzeitpflege (+ 255'000 Franken)

Die Investitionsrechnung verzeichnet Ausgaben von 2,2 Millionen Franken und Einnahmen von 150'000 Franken. Neben den ersten Kosten für den Neubau der Turnhallen und der Aula Hagen führen vor allem die Sanierung der Pferdekuranstalt sowie die 2. Etappe der Sanierung der Attinghauserstrasse zu diesen Nettoinvestitionen.

Das sehr gute Rechnungsergebnis ergibt einen Selbstfinanzierungsgrad von 234 Prozent, was die Nettoschuld pro Kopf auf 989 Franken (Vorjahr 1'307 Franken) senkt. Sollte sich diese Entwicklung weiter fortsetzen, so besteht die Möglichkeit, dass trotz der sehr hohen Investitionen in die Turnhallen und Aula Hagen auf eine Steuererhöhung verzichtet werden kann.

pd/rem