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Evangelisch-Reformierte Landeskirche Uri: Finanzen bieten viel Gesprächsstoff

An der Frühjahrsversammlung der Evangelisch-Reformierte Landeskirche Uri standen Vorwürfe an den Kirchenrat in Finanzsachen und ein Antrag von Pfarrer Reinhard Eisner für eine Auslagerung an ein externes Finanzbüro im Mittelpunkt.
Georg Epp

Weil die Präsidentin Felicitas Schweizer infolge eines Todesfalls verhindert war, leitete Finanzchef Walter Scherz die Versammlung der Evangelisch-Reformierten Landeskirche Uri. Im schriftlich verfassten Jahresbericht der Präsidentin wurden die Aktivitäten des vergangenen Jahres in Erinnerung gerufen. Das Kirchenjahr stand im Zeichen der Gedenkanlässe zur Reformation, die vor 500 Jahren in Wittenberg ihren Anfang nahm.

Die grösste Sorge der Landeskirche ist nach wie vor die chronische Unterbesetzung des Kirchenrates. Die vier Mitglieder haben eine grosse Arbeitsbelastung und es sei nicht immer einfach, die Ressorts sauber zu verteilen. Die Geschäftsprüfungskommission erwähnte auch, dass die Verhältnisse unter den Organen in gewissen Bereichen verbessert werden könnten.

Pfarrer kritisiert die Buchhaltung

Schnell wurde klar, dass an diesem Abend keine Verbesserungen realisiert werden, denn Pfarrer Reinhard Eisner meldete sich nach der Präsentation der finanziellen Situation zu Wort und beschuldigte den Kirchenrat mit schweren Vorwürfen. Er bezeichnete die Steuerabschreibungen als eindeutige Fehlbuchungen und behauptete, dass es im Finanzbereich mit diversen Pannen seit längerer Zeit «holpere».

Er nannte auch persönliche Unstimmigkeiten, unter anderem sei eine Spesenrechnung nur sehr spät beglichen worden. Deshalb stellte Eisner den Antrag an die Versammlung, die Finanzen an ein externes Finanzbüro auszulagern. Von der Geschäftsprüfungskommission und von verschiedenen Seiten wurden die Vorwürfe dementiert und zurückgewiesen, der Antrag für eine Auslagerung an ein externes Finanzbüro wird auf die Herbstversammlung offiziell traktandiert. Im vergangenen Jahr konnte ein Mehrertrag von 98'909 Franken präsentiert werden, die Rechnung schliesst beinahe 90'000 Franken besser ab als budgetiert.

Präsidentin Felicitas Schweizer stellte sich für eine letzte Amtsdauer von zwei Jahren noch einmal zur Verfügung. Wiedergewählt wurden auch Peter Langenegger, Verantwortlicher Andermatt, und Arthur Gierak, Gebäude und Immobilien. Die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission, Robert Berger und Hansruedi Huwiler, wurden ebenfalls bestätigt. Von Finanzchef Walter Scherz und von GPK-Mitglied Elmar Reinhard musste die Demission akzeptiert werden. Als neuen Finanzchef wählte die Versammlung einstimmig den 37-jährigen Willy Wälti aus Seedorf. Seit 2012 organisiert Wälti das jährliche Kerzenziehen. Er zeigte sich motiviert, die Herausforderung anzugehen. Für Elmar Reinhard konnte bis zur Versammlung kein Ersatz gefunden werden.

Ja zu Investitionen und zum Organisationsstatut

Arthur Gierak erläuterte in kurzen Voten die Notwendigkeit einer neuen Heizung in Altdorf. Nach verschiedenen Rückfragen entschied die Versammlung grossmehrheitlich, 150'000 Franken für eine neue Heizung im Fernwärmeverbund einzusetzen. Unbestritten entschied die Kantonalversammlung auch, im Pfarrhaus Altdorf die Fenster für 35'000 Franken zu ersetzen. Das Geld für diese Investitionen kann aus Rückstellungen entnommen werden.

Hansruedi Huwiler, Mitglied der Arbeitsgruppe Organisationsstatut, erläuterte wichtige Elemente des überarbeiteten Organisationsstatuts. Nach kurzer Diskussion gab es hier eine klare Zustimmung. Nun geht das neue Statut an den Regierungsrat zur Genehmigung. Der Antrag an die Kantonalversammlung, ein «Vorschlag für eine auf Jahren selbstständige Urner Landeskirche», wurde von Antragsteller Reinhard Eisner selbst zurückgezogen. Der Wunsch, die Homepage benutzerfreundlicher zu gestalten, wurde vom Kirchenrat entgegengenommen. Zum Abschluss überbrachte Paul Gisler die Grüsse des kleinen Kirchenrates und Hans Gnos die Grussworte des Hilfswerks der Kirchen Uri.

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