Firma wird vom «Chedi»-Bauplatz geworfen

Eine deutsche Firma muss bis Ende Jahr die Chedi-Baustelle in Andermatt räumen. Grund: Die Arbeiter sind schlecht behandelt worden.

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Die Baustelle des Hotels Chedi in Andermatt nach den grossen Schnefällen vor zwei Wochen. (Bild: Florian Arnold/Neue UZ)

Die Baustelle des Hotels Chedi in Andermatt nach den grossen Schnefällen vor zwei Wochen. (Bild: Florian Arnold/Neue UZ)

Endlich handelt die Andermatt Swiss Alps AG wegen der Querelen auf der Baustelle des Luxushotels Chedi. Die Bauherrin fordert von der Generalunternehmung Daldrop, dass diese das deutsche Subunternehmen Condor GmbH umgehend ersetze. Dies, nachdem rund 35 mehrheitlich polnische Beschäftigte der Condor im November nur die Hälfte ihrer Löhne erhalten haben, wie der «Sonntagsblick» berichtete.

«Als wir am Freitag von den Umständen erfahren haben, haben wir sofort eine schriftliche Forderung an die Daldrop gerichtet», erklärt Daniel Göring, Kommunikationsverantwortlicher der Andermatt Swiss Alps AG, am Sonntag auf Anfrage.

Bereits am 21. Oktober machte die Neue Urner Zeitung die unhaltbaren Umstände auf der Luxushotel-Baustelle des ägyptischen Grossinvestors Samih Sawiris publik: Die Löhne der Condor-Arbeiter wurden über mehrere Monate hinweg erst mit massivsten Verspätungen ausbezahlt, zudem hat das deutsche Subunternehmen mehrfach gegen geltendes Arbeitsrecht verstossen. Die Polen arbeiten jeweils 58 Stunden pro Woche, obwohl im Vertrag eine Arbeitszeit von 40 Stunden pro Woche festgehalten ist. Die Überzeit wird nur teilweise in Form von Zusatzferien abgegolten.

Aleksanndra Mladenovic

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