Silenen
13 Firmanden auf den Spuren der Geschichte Roms

Die Firmanden aus Silenen und dem Urner Oberland haben im Rahmen ihrer Firmreise Rom besucht – und trafen dort auf einen Silener Gardisten.

Ernst Walker
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Schweizergardist Sandro Siegrist erklärt seine Aufgaben.

Schweizergardist Sandro Siegrist erklärt seine Aufgaben.

Bild: PD

Endlich konnte sie doch noch stattfinden, die Firmreise nach Italien. Am Dienstag, 5. Oktober, trafen sich 13 Jugendliche und vier Begleitpersonen aus den Pfarreien Silenen, Bristen und vom Seelsorgeraum Urner Oberland abends zum Reisesegen in der Kirche Amsteg. Die Statuen der beiden Apostel Petrus und Paulus vorne in der Kirche waren wie Wegweiser für die bevorstehende Fahrt in den Süden. Ihre Gräber machten schon vor Jahrhunderten Rom zum Ziel der Pilgerströme.

Die nächtliche Fahrt im Reisebus ging noch nicht ganz so weit. Bei Anbruch des Morgens wurde eine Pause am Trasimenischen See eingelegt. Trotz der frühen Stunde und stürmischem Wetter wagten zwei besonders Mutige, im kühlen See ein Bad zu nehmen. Kurz darauf erreichte die Reisegruppe die Stadt Orvieto, wo sie für die nächsten drei Tage ihre Zimmer bezog. In der Stadt auf dem Tuffsteinhügel erwartete die Jugendlichen ein gewaltiger Dom mit malerischer Fassade, aber auch ein Rundgang durch die unterirdischen Höhlen der Stadt, die während Jahrhunderten als Werkstätten und Lagerräume gedient hatten. Zum Abschluss des Stadtrundgangs stiegen sie in den mittelalterlichen Brunnen San Patrizio hinab, ein architektonisches Meisterwerk.

Verdiente Pause auf dem Stadtrundgang durch Rom.

Verdiente Pause auf dem Stadtrundgang durch Rom.

Bild: PD

Die Gruppe trifft im Vatikan auf einen Silener Gardisten

Die folgenden zwei Tage waren dem Besuch der ewigen Stadt Rom gewidmet. Erwartet wurden die Jugendlichen im Vatikan vom Silener Schweizergardisten Sandro Siegrist. Zusammen mit einem Kollegen führte Sandro durch die Räumlichkeiten der Schweizergarde, erklärte den Gebrauch der Hellebarde und beantwortete beim gemeinsamen Pizzaessen die interessierten Fragen aus der Runde. Die grösste sportliche Herausforderung stand am Nachmittag auf dem Programm: der Aufstieg zur Kuppel des Petersdomes, bei dem man weit über 500 Treppenstufen zu erklimmen hat.

Mario Baumann aus Wassen mit einer Hellebarde der Schweizergarde.

Mario Baumann aus Wassen mit einer Hellebarde der Schweizergarde.

Bild: PD

Am Freitagmorgen stand dann ein Rundgang zu den antiken Sehenswürdigkeiten auf dem Tagesprogramm sowie weitere Orte, die man in Rom einfach gesehen haben muss. Vom flächenmässig riesigen Circus Maximus, wo einst die Wagenrennen stattfanden, ging es zur wohl kleinsten Sehenswürdigkeit, dem Schlüsselloch, welches einen einzigartigen Blick auf die Peterskuppel gewährt. Kolosseum, Pantheon und Spanische Treppe, all das bot unzählige Motive für einen Schnappschuss mit dem Handy. Bei der Fontana di Trevi flogen die obligaten Münzen über die Schulter in den Brunnen. Ein Ritual, welches bekanntlich für eine spätere Rückkehr nach Rom sorgen soll.

Zwei Münzen fliegen in den Trevi-Brunnen.

Zwei Münzen fliegen in den Trevi-Brunnen.

Bild: PD

Am letzten Tag brach die Reisegruppe etwas später von Orvieto auf als sonst und fuhr mit dem Bus nach Assisi. Das Hügelstädtchen in Umbrien ist bekannt als Heimat der Heiligen Franz und Klara. Nochmals waren die Füsse gefordert, um über all die Gassen, Treppen, und Plätze an die Orte zu gelangen, die an das Leben des heiligen Franziskus erinnerten.

Beim Besuch der Waffenkammer der Schweizergarde.

Beim Besuch der Waffenkammer der Schweizergarde.

Bild: PD

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