Fischereiverordnung soll geändert werden

Der Regierungsrat hat die Änderung der kantonalen Fischerei­verordnung in die Vernehmlassung gegeben. Mit der Revision soll das Fischereiweisen moderner und nachhaltiger werden.

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Mann beim Fischen, hier in der Luzerner Seebucht Tribschen. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Mann beim Fischen, hier in der Luzerner Seebucht Tribschen. (Bild Nadia Schärli/Neue LZ)

Die Verordnung über die Fischerei stammt aus dem Jahr 1978. Letztmals wurde sie 1999 revidiert. Ein modernes Fischereiwesen bedürfe einer effizienten Organisationsstruktur, setze eine nachhaltige Fischereibewirtschaftung voraus und müsse über die erforderliche Flexibilität im Patentwesen verfügen, um für die Kunden attraktiv zu bleiben, wie der Regierungsrat mitteilt.

Patentsystem bleibt
Grundsätzlich soll Bewährtes belassen und Überholtes angepasst werden. Bewährt habe sich beispielsweise in Uri das traditionelle Patentsystem, im Vergleich zum Pachtsystem. Die Sportfischerei in Uri erziele sehr gute Fangerträge und dies im Gegensatz zu praktisch allen anderen Kantonen, in denen massive Rückgänge beim Fischereiertrag und bei den Patentzahlen zu verzeichnen seien. Dementsprechend sei auch eine hohe Zufriedenheit der Fischer im Kanton Uri feststellbar. Änderungen drängten sich im Bereich des Patentwesens auf. Insbesondere lasse sich feststellen, dass es heute zwar viele Patentarten gebe, diese die differenzierten Kundenbedürfnisse aber teilweise nicht zu befriedigen vermögen. Zudem seien alte Verbote, wie beispielsweise das Fischereiverbot an öffentlichen Ruhetagen, überholt und aufzuheben. Ebenso seien die neuen Tierschutzvorschriften des Bundes mit dem dazugehörigen Sachkunde-Nachweis in der Fischereiverordnung umzusetzen.

Das neue Fischereirecht soll sich auch durch eine stufengerechtere Gesetzgebung und mehr Flexibilität auszeichnen, wie es weiter heisst. Neu soll die Verordnung nur mehr die Rahmenbedingungen für das Patentwesen festlegen. Die detaillierte Ausgestaltung der Patentarten und die Patentgebühren sollen analog zu anderen Vorschriften und Regelungen in den Kompetenzbereich des Regierungsrats überführt werden. Dies erlaube, künftig rascher und einfacher auf Veränderungen zu reagieren. 

Kostendeckung massgebend
Die Fischerei im Kanton Uri soll wie bis anhin für Einheimische und auswärtige Touristen attraktiv bleiben. Die Fischereibewirtschaftung hat sich an den Zielen der Nachhaltigkeit auszurichten. So sollen beispielsweise auch die Artenschutz-Anstrengungen zu Gunsten gefährdeter Fischarten, wie der Seeforelle oder der Äsche, fortgesetzt werden. Nicht zuletzt soll die Fischerei im Kanton Uri wie bisher auch in Zukunft selbsttragend sein. Dies bedinge eine Vollkostenrechnung der Organe, der Fischereiverwaltung, eine Weiterverrechnung der entsprechenden Dienstleistungen und eine Anpassung der Patentgebühren an die aufgelaufene Teuerung.

scd