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Flüchtlinge servieren exotische Menus aus lokalen Produkten

In zwei Altdorfer Lokalen, die durch das Schweizerische Rote Kreuz geführt werden, wird mit Produkten der Bäuerinnenschule Gurtnellen gekocht.
Yacob Berhane und Simone Heit ernten bei der Bäuerinnenschule die Produkte. Bild: PD

Yacob Berhane und Simone Heit ernten bei der Bäuerinnenschule die Produkte. Bild: PD

(ml) Noch vor gut drei Monaten wuselten 16 Frauen durch den Garten der Bäuerinnenschule in Gurtnellen. Sie waren mit der Planung von Mischkulturen wie Karotten zusammen mit Zwiebeln oder Kohl mit Mangold beschäftigt, um die Gesundheit des Gartens und dessen Boden zu fördern. Dabei wurden Ende April etliche Kilogramm Erde umgegraben und Mist eingearbeitet.

Was zuerst als trostlos und unfruchtbar erschien, erstrahlte am Tag der offenen Tür Anfang Juni saftig und voller Blüten. Jedoch ging der Bäuerinnenkurs nach diesem Festtag zu Ende, obwohl im Garten Salat und Gemüse bereit zum Ernten wären.

Flüchtlinge arbeiten in verschiedenen Bereichen der Gastronomiebetriebe

Idealerweise startete dann jedoch die Sommersaison der Gastronomie und die beiden Restaurants Schützenmatt und Fomaz in Altdorf wollten gerne auf die Gemüsepracht in Gurtnellen zurückgreifen. Diese beiden Lokale werden vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) im Rahmen eines Integrationsprojekts für Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene geführt und kreieren gerne aussergewöhnliche teils exotische Menus mit einheimischen Produkten.

Simone Heit, eine Bäuerin und Kräuterfrau aus Gurtnellen, die oft an den Wochenmärkten zu sehen ist, und Yacob Berhane aus Eritrea, leidenschaftlicher Fussballtrainer in Erstfeld, ernten die Produkte ein- bis dreimal in der Woche in Gurtnellen und liefern diese frisch nach Altdorf. Dort werden sie von Flüchtlingen und Angestellten des Schweizerischen Roten Kreuz mit Liebe und Engagement zubereitet und serviert.

In diesem Integrationsprojekt des SRK werden sechs Ausbildungsplätze in der Gastronomie für anerkannte Flüchtlinge offeriert. Dabei werden diese in verschiedenen Bereichen geschult und arbeiten im Laufe eines Jahres vormittags im Service, am Buffet und Office sowie in der Küche, während nachmittags der Theorieteil ansteht. Ziel ist es, den Auszubildenden den Einstieg ins Erwerbsleben zu erleichtern.

An der Bäuerinnenschule kann man gärtnern, Produkte verarbeiten und kochen lernen. Der nächste fünfmonatige Vollzeitkurs startet im Januar, aktuell sind noch drei Plätze frei. Es ist auch möglich, einzelne Module zu besuchen. Weitere Informationen gibt es unter: www. bwzuri.ch/bäuerinnenschule

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