Flüchtlinge sollen auf Urner Kuhalp

Eine Unterkunft für 100 Flüchtlinge auf dem Urnerboden in Spiringen: Das ist die Idee einer Zürcher Immobilienfirma. Der Bund prüft den Standort.

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Die ehemalige Truppenunterkunft im Urnerboden bietet 100 Personen Platz. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

Die ehemalige Truppenunterkunft im Urnerboden bietet 100 Personen Platz. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

Auf der Suche nach eine Asylunterkunft im Kanton Uri kommt eine neue Variante ins Spiel: Die Siesta Immobilien AG will eine ehemalige Truppenunterkunft auf der grössten Schweizer Kuhalp, dem Urnerboden (Gemeinde Spiringen), für Asylbeweber zur Verfügung stellen. «Statt das Gebäude auf dem Urnerboden leer stehen zu lassen, sollte man eine vorübergehende Nutzung als Asylunterkunft zumindest prüfen», bestätigt François A. Bernath, Verwaltungsratspräsident der Zürcher Immobilienfirma, Recherchen unserer Zeitung. Die Unterkunft könnte Platz für 100 Leute bieten. Laut Bernath sind aber noch einige Investitionen nötig.

Den Dorffrieden stören

Der Spirgner Gemeindepräsident Beat Gehrig ist entsetzt über die neue Variante. Gerig sorgt sich vor allem um den Tourismus. Eine Unterkunft für so viele Flüchtlinge könnte potenzielle Gäste abhalten und den Dorffrieden stören, glaubt er. Der Ball liegt nun beim Bund. Das Bundesamt für Migration (BFM) weiss vom Angebot der Immobilienfirma. «Wir werden die Variante Urnerboden prüfen», sagt Sprecher Joachim Gross.

Sven Aregger

Den ganzen Artikel lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 3. Juli 2011 oder als AbonnentIn kostenlos im E-Paper.