FLÜELEN: Asylbewerber ertrinkt im Vierwaldstättersee

In der Nähe des Bootshafen in Flüelen geriet ein 18-jähriger Eriträer im Wasser in Not. Ein Rettungsversuch seines Begleiters scheiterte. Er starb.

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Beim Bootshafen Flüelen (ganz links) geschah der Badeunfall. (Bild pd)

Beim Bootshafen Flüelen (ganz links) geschah der Badeunfall. (Bild pd)

Drei Asylbewerber befanden sich am Sonntagnachmittag beim Bootshafen in Flüelen. Kurz nach 14.00 Uhr begab sich einer von ihnen, ein 18-jähriger Eriträer, ins Wasser, um im Vierwaldstättersee zu baden. 

Begleiter eilt zu Hilfe - muss sich aber selbst retten
Wie die Kantonspolizei Uri mitteilt, geriet aus zurzeit noch nicht geklärten Gründen der junge Mann schon nach kurzem Aufenthalt im Wasser in Not und drohte zu ertrinken. Während einer seiner an Land gebliebenen Begleiter Hilfe zu organisieren versuchte, sprang der zweite ins Wasser und wollte den in Gefahr geratenen Mann retten. Sofort klammerte sich der Ertrinkende an seinen zu Hilfe kommenden Begleiter. Beide gerieten dabei unter die Wasseroberfläche. Weil der Helfer nun selber in Ertrinkungsgefahr geriet, musste er sich zwecks Selbstrettung aus der Umklammerung lösen und ans Ufer zurück schwimmen. Der im Wasser zurückgebliebene 18-Jährige ging unter und ertrank. Die Leiche wurde eine Stunde später durch Taucher geborgen.

rem