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FLÜELEN: Der neue Forstwerkhof löst Platzprobleme

Am «Tag der offenen Tür» präsentierte die Korporationsbürgergemeinde Flüelen der Öffentlichkeit den neuen Forstwerkhof. Das Gebäude ist mindestens zehnmal grösser als das bisherige – und ein Gemeinschaftswerk dreier Gemeinden.
Georg Epp
Der Rat der Korporationsbürgergemeinde Flüelen präsentiert stolz den neuen Forstwerkhof: (von links) Forstwart Wendelin Gisler, Karl Bricker, Hermann Herger, Karl Wyrsch, Präsident Stefan Ziegler, Judith Gisler und Margrit Scheiber (von links). (Bild: Georg Epp (30. September 2017))

Der Rat der Korporationsbürgergemeinde Flüelen präsentiert stolz den neuen Forstwerkhof: (von links) Forstwart Wendelin Gisler, Karl Bricker, Hermann Herger, Karl Wyrsch, Präsident Stefan Ziegler, Judith Gisler und Margrit Scheiber (von links). (Bild: Georg Epp (30. September 2017))

Georg Epp

redaktion@urnerzeitung.ch

Gross war das Interesse der Bevölkerung von Flüelen, den neuen Forstwerkhof am Samstag im Detail zu besichtigen. Über den Grossaufmarsch freute sich auch Korporationspräsident Stefan Ziegler. Er bezeichnete den «Tag der offenen Tür» als Freudentag für die Korporationsbürgergemeinde Flüelen – als Tag, der schon seit langem mit viel Vorfreude erwartet wurde.

Im Januar 2012 wurde der Grundstein für einen neuen Werkhof in Flüelen gelegt. Bei einem ersten Treffen mit Korporation und Kanton stiess das Interesse an einem neuen Werkhof auf offene Ohren. Der Platz für die Winden, Seilbobinen und Seilanlagen und so weiter war im bisherigen Gebäude viel zu klein – der Hauptgrund, weshalb der Rat einen Neubau anstrebte. Der Standort Gebiet Ruozig innerhalb des Waldareals wurde als sehr geeignet beurteilt.

Gemeinsame Bedürfnisse dreier Gemeinden

Von Anfang an zeigte sich, dass der Werkhof nicht nur für die Korporationsbürgergemeinde Flüelen Entlastung und Verbesserung bringen sollte, sondern auch für die Korporationsbürgergemeinden Altdorf und Sisikon. Vor allem Altdorf hatte ebenfalls Bedarf an zusätzlichem Platz für die Unterbringung von Werkzeug und Maschinen. Die gemeinsamen Bedürfnisse wurden sorgfältig abgeklärt und in einem ersten Vorprojekt vorgestellt. Der Kanton und die Korporation Uri unterstützten die Idee der Bürgergemeinde Flüelen mit ihrem Wissen und mit der Terminierung der Kosten mit dem bereits gemachten Budget des Kantons.

Ab Januar 2015 wurden die Pläne neu überarbeitet und auch auf die Bedürfnisse des Reviers in Zusammenarbeit mit Altdorf und Sisikon abgestimmt. Im Mai 2016 erhielt die Bürgergemeinde Flüelen das unentgeltliche Baurecht für 30 Jahre von der Korporation Uri zugesichert. Und an der Bürgergemeindeversammlung wurde die Finanzierung des Werkhofs mit 580000 Franken Gesamtkosten gutgeheissen.

Man wollte nun keine Zeit mehr verlieren, und so wurde im Herbst 2016 bereits das Holz für den Bau des Werkhofs (Douglasien) für die Fassade gefällt. Auch eine Sägerei im Kanton Uri wurde beauftragt, die das Holz fristgerecht zu Bauholz verarbeitete. Im Dezember 2016 wurde dann der Platz für den neuen Werkhof im Wald geschaffen. Ab sofort war Forstwart Wendelin Gisler mit viel Einsatz und Freude am neu entstehenden Werkhof beschäftigt. Ein gutes halbes Jahr benötigte man, um den Werkhof bezugsbereit zu machen. Es wurden rund 70 Kubikmeter Holz verbaut, wovon gut ein Drittel aus dem Flüeler und dem Altdorfer Wald stammt.

Der Wald ist Teil der Schöpfung

Beim Ausbau des neuen Werkhofs wurde sehr viel Wert auf eine zweckmässige und kostengünstige Bauweise gelegt, was trotz knappem Budget ein positives Kostenergebnis ermöglichte. Um das Erscheinungsbild zu verstärken, sieht man an der Fassade des neuen Forstwerkhofes die alte Beschriftung mit dem Waldteufel und neu einen interessanten «Holzrugel» mit den eindrücklichen Angaben zum Wachstum einer Tanne, die rund 100 Jahre alt wurde, geschnitzt und dargestellt von Toni Walker.

Pfarrer Notker Bärtsch war es vorbehalten, mit besinnlichen Worten den neuen Forstwerkhof unter den Machtschutz Gottes zu stellen. Unter anderem meinte er: «Der Wald ist Teil der Schöpfung, Holz ist ein Naturprodukt. Fest in der Erde verwurzelt, regulieren Bäume den Wasserhaushalt des Bodens, trotzen den Stürmen und dem Föhn und schützen vor Lawinen. Langsam, aber stetig wächst das Holz der Bäume vom Mark aus, Jahr für Jahr in Jahrringen. Vom Zimmermann oder Schreiner bearbeitet, gibt uns das Holz ein Dach über dem Kopf und macht unsere Wohnungen heimelig.»

Uhr bekräftigt Zusammenarbeit

Pfarrer Bärtsch und die vielen Besucherinnen und Besucher zeigten sich begeistert vom neuen Forstwerkhof. Das neue Gebäude enthält nebst Grossgarage, Küche, Umkleideraum, Toilette, Werkstatt und Lagerraum auch einen modern eingerichteten Sitzungsraum.

Mit einer geschenkten Uhr mit zusammengefassten Gemeindegrenzen von Altdorf, Flüelen und Sisikon bekräftigten Stefan Jauch und Ivan Inderkum, Vizepräsidenten der Korporationsbürgergemeinden Altdorf und Sisikon, die enge Zusammenarbeit der drei Organisationen. Für die wertvolle Unterstützung von Kanton, Korporation, Gemeinde und seinen Ratskollegen bedankte sich Ratspräsident Stefan Ziegler. Ein spezielles Dankeschön ging an die Bürgergemeinde Altdorf für die grosszügige Spende der Douglasien-Bäume und an Forstwart Wendelin Gisler, der sehr viel Zeit und Herzblut in den neuen Werkhof gesteckt hat.

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