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FLÜELEN: Ein Banker wird zum Künstler

Früher arbeitete René Walker in führender Position bei einer Bank. Heute widmet sich der gebürtige Urner der Kunst.
Markus Zwyssig
René Walker vor seinem grossen Cello-Bild, das auch in Flüelen zu sehen sein wird. (Bild: PD)

René Walker vor seinem grossen Cello-Bild, das auch in Flüelen zu sehen sein wird. (Bild: PD)

Markus Zwyssig

Fast vier Meter hoch ist das grösste Bild, das René Walker in der alten Kirche in Flüelen zeigt. Inspirieren liess er sich dabei von der klassischen Musik. Die Arena von Verona wird zum Sockel für ein riesiges Cello. Oben thront in luftiger Höhe das Opernhaus von Sydney. Unübersehbar wird es das Hauptbild der Ausstellung sein, die am 17. September in Flüelen eröffnet wird.

Er will Toleranz fördern

Hauptthema in Walkers Ausstellung ist die Leichtigkeit des Seins. Der 48-jährige gebürtige Urner hat 15 Bilder im selben Stil gemalt. «Die Werke sind ein Spiel mit Farben und Formen», sagt Walker. Mit seinen Bildern will er die Fantasie der Betrachter anregen. Die Werke sollen einen Kontrapunkt setzen. «Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen von den negativen Meldungen, mit denen wir tagtäglich konfrontiert werden», so Walker. Er hofft, dass die Menschen gelassen an seine Ausstellung kommen und den Alltagsstress für einmal vergessen. «Offenheit und Toleranz, das ist meine Botschaft», sagt er. Walker lebt zwar nicht mehr im Kanton Uri – heute wohnt er in Berikon im Kanton Aargau. Zu seinem Heimatkanton hat er aber auch heute noch einen starken Bezug. «Ich bin sicher einmal im Monat im Kanton Uri», sagt er. Hier hat er noch immer seine Wurzeln. Er ist in Amsteg aufgewachsen, wo auch seine Eltern leben.

Walker war nicht immer Künstler. Vor ein paar Jahren hat er einen ganz neuen beruflichen Weg eingeschlagen. 25 Jahre lang arbeitete er in der Bankenbranche. Vor vier Jahren kam dann die Wende. Seither ist er nur noch als freischaffender Künstler tätig. Dabei macht er nicht nur selber Kunst, sondern gibt sein Wissen auch in Kursen weiter.

«Jeder Mensch ist kreativ»

Vielseitigkeit ist für Walker mehr als ein Schlagwort. 2012 hat er einen dreijährigen Lehrgang als Ausbildner für Gestaltung in Angriff genommen. Er arbeitet mit verschiedenen Materialien. In seinem Atelier gibt er Kurse für interessierte Erwachsene. Dabei gehört das Malen von Bildern ebenso dazu, wie das Gestalten von Kunsthandwerk. Im Kurs entstehen so Mosaiktische und -schalen oder Linoldrucke. Mitmachen kann bei ihm jeder, der das möchte. Denn Walker ist überzeugt: «Jeder Mensch ist kreativ.»

Von Linoldruck bis Acryltechnik

Die vergangenen Monate war Walker besonders produktiv. Er hat vieles auf die geplante Ausstellung hin erarbeitet. Die Mehrheit der in Flüelen gezeigten Bilder sind aktuelle Werke, welche in den vergangenen zehn Monaten entstanden sind. Zu sehen sind aber auch zehn ältere Arbeiten. Es ist eine Auswahl an Linoldrucken sowie Bildern vor allem in Acryl- und Mischtechnik zu sehen. «Das Experimentieren und die Vielseitigkeit sind mir bei meiner künstlerischen Arbeit wichtig.»

Die alte Kirche in Flüelen ist zwar gross. Ursprünglich war sogar geplant, eine gemeinsame Ausstellung mit Leuten aus Walkers Verwandtschaft zu machen. Doch René Walker vermag mit seiner Kunst die alte Kirche auch alleine zu füllen. Rund 60 Bilder und Objekte sind von ihm zu sehen. Er malt hauptsächlich Bilder. Daneben beschäftigt er sich auch mit Kunsthandwerk.

Für Walker ist der Gang mit seiner Kunst an die Öffentlichkeit wichtig. «Kunst verkauft man nicht so einfach, indem man sie im Internet anpreist», sagt er. «Die Menschen müssen die Bilder vor Ort sehen können.» Ein Bild oder eine Skulptur müsse einen ansprechen, einen berühren. Bei einer Ausstellung könne der Besucher die Werke 1:1 betrachten. «Die alte Kirche ist zentral gelegen und gut erreichbar», sagt er. Daher hofft er, dass seine Kunst mit der Ausstellung auch neues Publikum finden wird.

Hinweis

Die Vernissage der Ausstellung findet am Samstag, 17. September, zwischen 14 und 20 Uhr statt. Sie ist täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet und dauert bis zum 2. Oktober.

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