Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

FLÜELEN: Für Festival auf «Seerose» wird es eng

Die «Seerose» darf Vitznau nicht als Konzertbühne nutzen. Nun soll ein Festival am Urnersee stattfinden. Die notwendigen Bewilligungen fehlen noch.
Daniel Regli
Die «Seerose» ankert nach wie vor ungenutzt in ihrem Quartier in Flüelen und wartet auf ihren Einsatz als Konzertbühne. (Bild Daniel Regli)

Die «Seerose» ankert nach wie vor ungenutzt in ihrem Quartier in Flüelen und wartet auf ihren Einsatz als Konzertbühne. (Bild Daniel Regli)

Daniel Regli

Das Programm steht, doch die Bühne fehlt. In etwa so lässt sich die Situation der Veranstalter des zweiten Muth-Festivals zusammenfassen. Das Festival sollte vom 9. bis 25. September ersatzweise in Flüelen anstelle von Vitznau stattfinden und zahlreichen Musikformationen unterschiedlichster Stile einen Auftritt ermöglichen.

Ein kurzer Rückblick: Der Kanton Luzern hatte im Juli dem Verein Muth die Bewilligung erteilt, die vereinseigene Seerose in Vitznau für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen (siehe auch unsere Zeitung vom 27. Juli). Der Verein Muth, der in Vitznau ein Zentrum für Jugend, Musik und Theater realisieren möchte, wollte die «Seerose» im Bootshafen Vitznau als temporäre Bühne für ein Kulturfestival nutzen. Quasi in letzter Sekunde scheiterte das Vorhaben an der Einsprache eines Anwohners des geplanten «Seerose»-Ankerplatzes in Vitznau.

Notlösung mit Mehraufwand

Damit die bereits gebuchten Gruppen und Interpreten trotzdem zu ihrem Auftritt kommen, suchte man einen Ersatzstandort. Naheliegend wäre natürlich jener Ankerplatz, an dem die «Seerose» überwintert hat: das Hafenareal der Firma Arnold & Co. AG («Kompanyy») in Flüelen.

«Deren Geschäftsleiter Franzsepp Arnold hat uns die volle Unterstützung zugesagt», erklärt Fabio Küttel, Geschäftsführer des Vereins Muth. «Flüelen wäre zwar eine Notlösung und finanziell ein Mehraufwand, aber es wäre ein Verlust, wenn dieses Jahr keine Veranstaltung stattfinden würde.» Der Verein hat darum die Gemeinde Flüelen für die notwendige Bewilligung angefragt.

«Stimmt», sagt Rico Vanoli, Gemeindeschreiber von Flüelen: «Der Verein hat uns sämtliche Unterlagen eingereicht und um eine Bewilligung ersucht.» Von Seiten der Gemeinde Flüelen stehe dem Anlass grundsätzlich nichts im Weg. «Da der Grundeigentümer des Sees aber der Kanton ist, muss dieser die Erlaubnis erteilen», erklärt Vanoli. Erst wenn diese vorliege und alle sonst noch involvierten kantonalen Fachstellen ihre Zusage gegeben hätten, könne Flüelen den Anlass definitiv absegnen.

Kanton versucht Hand zu bieten

Beim Kanton ist das Gesuch aus Flüelen vergangene Woche eingetroffen und wird nun bearbeitet. Für die Koordination der Antwort aus den involvierten Ämtern und Direktionen ist die Baudirektion zuständig. Auf die Frage unserer Zeitung, ob es realistisch sei, dass die Bewilligung für die «Seerose» noch rechtzeitig vor Festivalbeginn eintreffe, nimmt die Urner Baudirektion schriftlich Stellung: «Der Kanton Uri anerkennt die ausserordentliche Lage der Festivalorganisatoren wie auch die Bemühungen zahlreicher Urnerinnen und Urner, welche dieses Festival ermöglichen wollen. Der Kanton Uri ist daran interessiert, soweit möglich Hand zu bieten, um das Festival möglich zu machen und das Verfahren speditiv durchzuführen. Geltende Gesetze und Verfahren können deswegen aber nicht ausser Kraft gesetzt werden.» Auch in diesem ausserordentlichen Fall gelte der Grundsatz, alle Gesuchsteller gleich zu behandeln.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.