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FLÜELEN: Mammut-Schiffshorn trotzt dem Sturm

Das Jubiläum der Gemeinde ist ohrenbetäubend lanciert worden: Auf dem Urnersee erklang das grösste Schiffshorn der Welt.
Auf einem Nauen fest verankert, wurde das Schiffshorn bei einer Urnersee-Rundfahrt erstmals präsentiert. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Auf einem Nauen fest verankert, wurde das Schiffshorn bei einer Urnersee-Rundfahrt erstmals präsentiert. (Bild: Urs Hanhart / Neue UZ)

Nicht Eingeweihte dachten wohl, es handle sich um einen Aprilscherz. Gestern Nachmittag verkehrte zwischen den Urner Seegemeinden ein Nauen mit einer ganz speziellen Ladung. Im vorderen Bereich war ein gigantisches Schiffshorn montiert, das ohrenbetäubende Töne von bis zu 140 Dezibel erzeugte. Es hörte sich an, als hätte sich ein gigantischer Ozeandampfer auf den Urnersee verirrt. Das Ganze war aber keineswegs ein Witz. Mit der Rundfahrt wurden die Feierlichkeiten zum Dorfjubiläum 750 Jahre Flüelen lanciert. Beim «thehOrn» handelte es sich um das grösste je gebaute Schiffshorn der Welt. Es ist 12 Meter lang, 5,5 Meter hoch, 6,5 Meter breit und wiegt über 5 Tonnen. Erschaffen hat es der in Deutschland lebende Künstler Antoine Zgraggen. Sein Grossvater wurde in Attinghausen geboren und wanderte später nach Liestal aus.

Einladung für Seegemeinden

Die Urnersee-Rundfahrt führte zunächst nach Treib. Danach ging es via Sisikon, Bauen, Isleten und Seedorf zurück zum Ausgangspunkt Flüelen. Mit an Bord war unter anderen auch der Flüeler Gemeindepräsident Simon Arnold. In jedem angelaufenen Hafen überreichte er dem Präsidenten oder der Präsidentin der jeweiligen Seegemeinde (Seelisberg, Sisikon, Bauen, Isenthal und Seedorf) eine offizielle Einladung für das Jubiläumsfest vom 27./28. Juni.

Einen Traum verwirklicht

Zu Beginn der fast dreistündigen Rundreise herrschte auf dem Urnersee ein veritabler Sturm. Starker Wind peitschte dem Nauen immer wieder neue Regenfronten entgegen. Dem riesigen Horn vermochte die ungemütliche Witterung jedoch nichts anzuhaben. Es war verankert auf Betonsockeln und zusätzlich mit mehreren Gurten festgezurrt. Künstler Zgraggen zeigte sich begeistert vom speziellen Ambiente: «Die Kulisse mit diesem Wetter ist absolut traumhaft. So kommen die archaischen Klänge besonders gut zur Geltung, die Szenerie ist viel dramatischer.» Zgraggen pendelte vier Jahre lang wegen der Liebe zwischen Süddeutschland und Mailand. Bei seinen Fahrten entlang des Urnersees reifte in ihm die Schiffshorn-Idee, inspiriert durch die mystische Landschaft. «Dass dieser Traum nun in Erfüllung gegangen ist, finde ich genial», so der Künstler.

Im Bereich Bahnhofplatz/Hafenbucht wird «thehOrn» demnächst platziert. Während des Jubiläumsjahres soll es immer wieder ertönen. Nächstes Highlight ist am 24. April die Enthüllung der Skulptur «dr Feen», die vom Flüeler Künstler und Bildhauer Toni Walker erschaffen worden ist und bei der Quaianlage im Bereich Dämpferlibrücke platziert werden soll. Am Tag vor dem Beginn des grossen Festes, also am 26. Juni, wird in der Alten Kirche zudem eine Jubiläumsausstellung eröffnet.

Urs Hanhart

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