FLÜELEN: Menschen wie Bruder Klaus könnten die Probleme lösen

Der Festgottesdienst zum Nationalfeiertag im Rudenzpark wurde von der Familienkapelle Franz und Jolanda Schmidig aus Ried-Muotathal erneut mit Musik und Jodelgesang verschönert. Die Kapelle feierte ein kleines Flüeler Jubiläum.

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Bereits zum 10. Male verschönerte die Familienkapelle Schmidig den Festgottesdienst im Rudenzpark. (Bild: Georg Epp (Flüelen, 1. August 2017))

Bereits zum 10. Male verschönerte die Familienkapelle Schmidig den Festgottesdienst im Rudenzpark. (Bild: Georg Epp (Flüelen, 1. August 2017))

In Flüelen werden die Traditionen rund um den Nationalfeiertag hochgehalten. Zum fünften Mal organisierte der Verein Tortuga das Feuerwerk vom 31. Juli auf dem See und die Festivitäten rund um dieses Spektakel. Am 1. August konnte dann die Messfeier zum Nationalfeiertag trotz starken Föhns im Rudenzpark abgehalten werden. Der spezielle Gottesdienst ist sehr beliebt. Pfarrer Notker Bärtsch freute sich, über 150 Personen begrüssen zu dürfen.

Bereits zum zehnten Mal verschönerte die Familienkapelle Franz und Jolanda Schmidig aus dem Muotatal den Festgottesdienst mit gekonntem Jodelgesang und Musik. Jolanda Schmidig-Ruoss arbeitete viele Jahre lang als Musiklehrerin im Kanton Uri, wohnte in Flüelen und hat die Beziehungen zum Kanton Uri nie abgebrochen. Die Mutter von sechs Kindern ist nicht nur Hausfrau und Bäuerin, sie hält auch die eigene Familienkapelle in Schwung und ist nach wie vor als Musiklehrerin tätig.

Radbild von Bruder Klaus im Mittelpunkt

In seiner Festpredigt durchleuchtete Pfarrer Notker Bärtsch das Leben von Bruder Klaus, der vor 600 Jahren in Flüeli im Kanton Obwalden geboren wurde. Sein Geburtshaus und sein Wohnhaus stehen noch immer, ebenso seine Klause im Ranft, wo er zwanzig Jahre lang als Eremit gelebt hat. Das Radbild war das Lieblingsbild von Bruder Klaus. Er hat mit ihm gebetet und hat es immer bei sich getragen. Auffällig dabei ist, dass drei Speichen oder Strahlen von der Mitte nach aussen gehen, und zwar als Zeichen für die Dreifaltigkeit von Gott. Drei Speichen oder Strahlen gehen von aussen respektive von der Felge zur Mitte. «Bruder Klaus hat es verstanden, das Aussen und Innen, die Erfordernisse des Lebens und sein Innenleben, die Arbeit und das Gebet, die Welt und Gott miteinander zu verbinden», meinte Notker Bärtsch. Der Flüeler Pfarrer liess durchblicken, dass Menschen wie Bruder Klaus am ehesten in der Lage wären, die grossen Probleme der Welt zu lösen. Am Schluss der Messfeier belohnte der Kirchenrat alle Teilnehmer mit einem Apéro.

Wetterpech hatte die IG Pro Rophaienkreuz. Starke Gewitter verunmöglichten die traditionelle Beleuchtung des Kreuzes am Abend. (Eg)