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FLÜELEN: Moes Anthill – «Tells Sohn» heizt den Urnern ein

Die Urner Band Moes Anthill hat dieses Jahr tolle Erfolge verbuchen können – gerade deshalb war für sie der Auftritt am Open Air Tells Bells ein ganz besonderer.
Florian Arnold und Elias Bricker
Tanzen im Regen zur Musik vom Damian Lynn: Die Besucher am Open Air Tells Bells liessen sich die Stimmung gestern nicht verderben. (Bild Dominik Wunderli)

Tanzen im Regen zur Musik vom Damian Lynn: Die Besucher am Open Air Tells Bells liessen sich die Stimmung gestern nicht verderben. (Bild Dominik Wunderli)

Regen gehört schon fast zum Tells Bells in Flüelen. Bereits zum sechsten Mal fand das Open Air am Freitag und Samstag statt, und wie bei den früheren Ausgaben blieb es auch dieses Mal nicht trocken. Trotzdem sorgten Musiker für ordentlich Stimmung am Urnersee. Zu den Hauptacts am kleinen, aber feinen Festival gehörten die Band Pedestrians, Damian Lynn oder Rykka, die diesjährige Schweizer Teilnehmerin am Eurovision Songcontest. Daneben waren mehrere Urner Bands zu hören. Die Palette reichte von sanftem Indie-Pop über wilden Ska bis zu ganz hartem Metalsound.

Band mit Urner Leader ist im Hoch

Zu den Aushängeschildern des Festivals gehörte die Gruppe Moes Anthill. Sie zählt nicht mehr zu jenen Bands, die für einen Teller Tomatenspaghetti auf die Bühne stehen. «Ja, mittlerweile wird die Bezahlung etwas angemessener», sagt Mario (Moe) Schelbert, der Kopf von Moes Anthill. Der Urner ist vor allem froh, dass man ihn und seine Indie-Pop-Gruppe nun in der Kleinkunstszene ernst nimmt. Einen richtigen Schub erfuhr die Band mit dem Auftritt am «Zermatt Unplugged» im April. «Das Radio war vor Ort und wurde auf uns aufmerksam. Sie haben uns sofort ins Studio eingeladen.» Und seither hat Moes Anthill einen Platz in der Playlist von SRF 3. An diesem Wochenende schliesst die Band eine längere Phase mit Konzerten ab. «Jetzt kommt noch der Höhepunkt», sagt Moe. Neben dem Tells Bells ist die Band heute Sonntag am Blue Balls zu hören.

Ska-Band macht Stimmung

Sein Heimspiel hatte Moe am Freitag. «Man gibt sich sicher etwas anders, wenn man alle Leute kennt», sagt der Urner. «Ich interagiere gerne mit dem Publikum. Aber es ist eine Herausforderung, denn man kann nicht einfach das machen, was man in den anderen Konzerten schon mal ausprobiert hat.» Auf jeden Fall habe er sich extrem auf das Konzert in Flüelen gefreut. Die Eröffnungsband, The Sheepheadmonkeez, habe das Publikum schon gut aufgeheizt. Die Mitglieder der Ska-Band kennt Moe seit Kindesbeinen an. Und auch mit Rykka traf der Urner nicht das erste Mal zusammen. «Es ist immer schön, wenn sich die Bands kennen. Ich habe die Songs so ausgewählt, dass sie ins Festivalprogramm passen.» Denn in Flüelen herrsche eine spezielle Stimmung. «Die Flossbühne auf dem Transport-Nauen und die Hauptbühne mit Blick auf den See haben sehr viel Charme», sagt Moe.

«Das braucht Kraft»

Nach diesem Wochenende wird sich die Band wieder etwas mehr dem Proben widmen. «Mein Plan ist es, dass wir ein frisches Programm zusammenstiefeln.» Ein Fixpunkt wird das Konzert im Theater Uri sein, das im Februar 2017 stattfindet. «Wir haben viele neue Songs, die man noch mit neuen Ideen auskleiden muss.» Die Arbeit geht der Band also vorläufig nicht aus. «Ich habe Bock, vieles wieder über den Haufen zu werfen und frischen Saft reinzubringen.»

Wichtig ist Moe, dass die Band nicht stehen bleibt. «Ich würde gerne eine grosse Tour machen und 20 bis 30 Konzerte in verschiedenen Theatersälen geben. Schweizweit ist das aber noch eine Utopie.» Denn der Musiker weiss: «Teilweise muss man extrem hart daran arbeiten, das Vertrauen der Veranstalter zu gewinnen.» Das brauche Kraft. «Aber es lohnt sich.»

Florian Arnold und Elias Bricker

Hinweis

Moes Anthill spielt heute auch in Luzern am Blue Balls um 18 Uhr im Pavillon.

Moes Anthill mit Bandleader Mario Schelbert (Zweiter von links) sorgte für Stimmung. (Bild: PD)

Moes Anthill mit Bandleader Mario Schelbert (Zweiter von links) sorgte für Stimmung. (Bild: PD)

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