FLÜELEN: Ritter messen sich im Park

Mit einem mittelalterlichen Ritterspielen im Rudenzpark lancierten gestern die Gruontal-Fääger in Flüelen die Fasnacht. Die Ort hätte nicht passender sein können.

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Nicht immer trafen die Schützen mit ihren selbst gebastelten Pfeilbogen. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Nicht immer trafen die Schützen mit ihren selbst gebastelten Pfeilbogen. (Bild Sven Aregger/Neue UZ)

Der Platz vor dem Schlösschen Rudenz bot sich geradezu an, sich im Bogenschiessen oder im Hofballett zu üben. Während die Bogenschützen Mühe bekundeten, mit den selbst gebastelten Waffen überhaupt die Scheiben zu treffen, tanzten die Balletttänzer und -tänzerinnen gekonnt über den Kiesboden. Das war ein Gaudi für die zahlreichen Zuschauer, die schliesslich eine kleine Arena rund um das Geschehen bildeten.

Spanferkel meldet sich lauthals
Weniger zimperlich miteinander gingen die beiden Ritter Hubertus der Lange und Ritter Kunigun der Liebliche um. In ihren schweren Panzern und mit zweimetrigen Schwertern boten sie einen eindrücklichen Nahkampf. Der Sieg ging schliesslich an Kunigun, der als Preis die Prinzessin Marianne du hast die Haare schön heiraten durfte.

Zum Festmahl gehörte auch das «lebende» Spanferkel Gordola, welches sich von der königlichen Hochzeitstafel von Rudenz noch einmal lauthals meldete und dem König einen argen Schrecken einjagte.

Fetzige Guggerklänge
Begleitet wurde das mittelalterliche Spektakel im Rudenzpark Flüelen von fetzigen Guggerklängen der Gruontal-Fääger. Zu Beginn und zum Schluss der Veranstaltung boten die Musikanten ein kleines Ständchen, welche auf die Fasnacht in Flüelen auch musikalisch richtig einstimmte.

Die tapferen Ritter werden bis zum Ende der Fasnacht noch manche Gelegenheit bekommen, die Siege an den diesjährigen Rudenz-Spielen ausgelassen zu feiern. Immerhin spielten sie selber in der Guggenmusik bei den wenig mittelalterlichen Weisen aktiv mit.

Robi Kuster