FLÜELEN: «Schweizer verboten»: Gastroschild verwirrt

Auf Facebook macht ein Foto eines Schilds die Runde. Der Barbetreiber des «Moskito» hat deswegen nun Anzeige erstattet.

Drucken
Teilen
Das Foto im Facebook-Eintrag. (Bild: pd)

Das Foto im Facebook-Eintrag. (Bild: pd)

Ein Facebook-Eintrag hat dieses Wochenende für Gesprächsstoff gesorgt. Auf einem Foto ist ein Gastroschild zu sehen mit der Aufschrift «Schweizer verboten». Offenbar wurde das Bild vor der Moskito-Bar in Flüelen aufgenommen, wie dem Facebook-Eintrag zu entnehmen ist. Hat der «Moskito»-Wirt gleich dem ganzen Land Hausverbot erteilt? Diskriminierung einmal anders?

«Man wollte mir schaden»

«Bei mir sind alle Schweizer willkommen», sagt Talib Ussi, der die Bar Moskito betreibt. Der Wirt mit syrischen Wurzeln erklärt, was vorgefallen ist: «Am Freitagabend sind sechs Personen im ‹Moskito› ausfällig geworden. Sie haben Gläser kaputt gemacht», so der Wirt. Daraufhin habe er die sechs Personen des Gebäudes verwiesen und ihnen ein Hausverbot erteilt. «Jemand von der Gruppe muss dann auf das Schild geschrieben und das Foto gemacht haben», sagt Ussi. «Man wollte mir offensichtlich schaden.»

Vorwürfe, der «Moskito»-Wirt könnte das Schild selber beschriftet haben, weist der Barbetreiber ganz deutlich von sich. «Ich bin sicher nicht so dumm und mache solch schlechte Werbung für meine Bar», so Ussi. Der Barbetreiber befürchtet nun, das Facebook-Bild könnte die Runde machen und missverstanden werden. Daher hat er gestern Sonntag Anzeige erstattet.

Bereits in den frühen Morgenstunden war die Urner Kantonspolizei vor Ort, um den Sachverhalt aufzunehmen, wie Polizeisprecher Gusti Planzer auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. Der Wirt hofft nun, dass sich sein Schaden in Grenzen hält. «Ich bin ein grosser Fan von der Schweiz und vom Kanton Uri», sagt er mit Nachdruck. «Ob Schweizer, ob Ausländer, spielt bei mir gar keine Rolle.»

Florian Arnold