FLÜELEN: U-Boot taucht für die Urner Polizei

Seit letzter Woche wird im Kanton Uri eine Person vermisst. Zwei Tage suchte die Polizei den Urnersee ab. Dazu wurde eigens ein U-Boot aus Österreich eingesetzt. Ein Novum in der Schweiz.

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Im Hafen von Flüelen startete das österreichische U-Boot seinen Tauchgang im Urnersee. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Im Hafen von Flüelen startete das österreichische U-Boot seinen Tauchgang im Urnersee. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

«Seit Mitte der vergangenen Woche wird eine Person mit Wohnsitz im Kanton Uri vermisst. Wir haben Hinweise darauf, dass sie den Freitod wählte, indem sie sich im Bereich Axenegg aus grosser Höhe in den Urnersee stürzte», erklärte Ruedi Huber, stellvertretender Kommandant der Kantonspolizei Uri.

Trotz intensiver Suche mit einem Polizeiboot, einem Helikopter, sowie dem Einsatz von Tauchern, Unterwasserkameras und Polizeihunden sei man aber bislang erfolglos geblieben. «Gefunden haben wir einzig einen Schuh, der mit Sicherheit der vermissten Person zugeordnet werden kann», so Huber.

Zu tief für Taucher
Weil die Taucher lediglich bis in eine Tiefe von dreissig Metern vordringen konnten, der Seegrund im Suchgebiet aber rund 140 Meter unter der Wasseroberfläche liegt, entschlossen sich die Verantwortlichen der Kantonspolizei Uri, erstmals für eine solche Suche ein Tauchboot einzusetzen. Das von der Polizei bestellte U-Boot V14 ist normalerweise im österreichischen Hard am Bodensee stationiert. Es besteht aus Stahl, wiegt 6,5 Tonnen, ist 5,5 Meter lang und 2,5 Meter breit und bietet vier Personen Platz.

Interessierte Zürcher Polizei
Bei der Aktion handelte es sich sogar schweizweit um ein Novum. Deshalb wohnte ihr auch eine Delegation der Kantonspolizei Zürich bei, die das Geschehen mit grossem Interesse verfolgte.

Über das Ergebnis der Suchaktion bewahren die Beteiligten Stillschweigen. «Informiert wird grundsätzlich nur dann, wenn es sich um eine öffentliche Person handelt, begründet Ruedi Huber. «Und das ist hier nicht der Fall.»

Urs Hanhart

Den ausführlichen Artikel zum Thema lesen Sie am Samstag in der Neuen Urner Zeitung