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FLÜELEN/SISIKON: Die beiden Patres stellen sich vor

Ab August 2018 werden die Mariannhiller-Patres Damian Weber und Alistair Gogodo die Nachfolge des abtretenden Pfarrers Notker Bärtsch antreten. Der Generalvikar zeigt sich erleichtert.
Paul Gwerder
Richard Arnold (v. l. Kirchenratspräsident Flüelen), Pater Alistair Gogodo, Pater Damian Weber und Priska Bucheli (Kirchenratspräsidentin Sisikon). (Bild: Paul Gwerder (Flüelen, 14. März 2018))

Richard Arnold (v. l. Kirchenratspräsident Flüelen), Pater Alistair Gogodo, Pater Damian Weber und Priska Bucheli (Kirchenratspräsidentin Sisikon). (Bild: Paul Gwerder (Flüelen, 14. März 2018))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

«Ich bin hocherfreut, fast hundert interessierte Leute zur Informationsveranstaltung der beiden Kirchgemeinden Flüelen und ­Sisikon hier im Pflegezentrum Urnersee begrüssen zu dürfen», sagte am vergangenen Mittwochabend einleitend Richard Arnold, Kirchenratspräsident von Flüelen. Nach neunjähriger Tätigkeit als Pfarradministrator von Flüelen und Sisikon hat Notker Bärtsch auf Ende Juli seine Demission eingereicht. Er wird ab dem 2. August 2018 im schwyzerischen Altendorf als mitarbeitender Priester wirken.

«Es ist nicht einfach, einen Pfarrer zu finden. Nun haben wir einen neuen Weg gefunden, der uns zusammen in die Zukunft führen wird, und es ist uns wichtig, dass wir eine gemeinsame, lebendige Pfarrei in den beiden Seegemeinden haben werden», betonte Arnold.

Bewusst auf eine ordentliche Ausschreibung verzichtet

«Als wir davon erfuhren, dass die Missionare von Altdorf daran ­interessiert wären, intensiver in der Seelsorge vor Ort tätig zu werden, war dies für mich wie ein Geschenk des Himmels, und ich bin erleichtert, dass wir diese gute Lösung gefunden haben», meinte Generalvikar Martin Kopp. Es ist vorgesehen, dass ­Pater Damian Weber (Jahrgang 1942) die Pfarradministration für die beiden Gemeinden Flüelen und Sisikon übernehmen wird. Als Vikar wird ihm Pater Alistair Gogodo (Jahrgang 1987) aus Simbabwe zur Seite stehen. «Wir ­haben deshalb bewusst auf eine ordentliche Ausschreibung in der Kirchenzeitung verzichtet, weil beim derzeitigen Personalmangel in meinen 100 Pfarreien sich wahrscheinlich keine geeigneten Bewerber gemeldet hätten», erklärte Martin Kopp.

Dazu sagte Pater Peter Grand: «Wir sind nun seit 1927 im Kanton Uri tätig, und es ist korrekt, dass wir in Zukunft noch intensiver in der Seelsorge arbeiten möchten. Für mich hat die Kirche eine wichtige Aufgabe, und ist notwendig, deshalb wollen wir die Pfarreien fördern, eben weil wir Missionare sind».

Kirche ist «kein Auslaufmodell»

Pater Damian Weber, der bis vor kurzem vorwiegend in Südafrika gearbeitet hatte, sagte zu den Anwesenden: «Ich bin überzeugt, dass die Kirche kein Auslaufmodell ist, denn die Kirche lebt, wenn wir das nur wollen. Ich komme mit der Überzeugung hierher, weil ich gesehen habe, dass viel guter Wille da ist, und das freut mich ehrlich».

Die beiden Missionare sind ab dem Sommer hauptsächlich für die Gemeinden Flüelen und Sisikon verantwortlich, so der Kirchenratspräsident. Weiter fügte er an: «Den Lohn der beiden Seelsorger zahlen wir direkt der Gemeinschaft, und diese regelt im Hintergrund die Details. Dies haben wir in einer Verein­barung so geregelt».

Die zwei Patres werden weiterhin in der Gemeinschaft St. Josef in Altdorf leben. «In Flüelen brauchen wir nicht viel Platz, denn ob im St. Josef oder in Flüelen, wir sind an beiden Orten zu Hause», betonte Pater Weber. Richard Arnold sagte auf die Frage, was mit dem Pfarrhaus jetzt geschehe, Folgendes: «Wir suchen nach einer Lösung, denn das ­jetzige Pfarrhaus ist definitiv zu gross. Wir müssen abklären, ob eine kleinere Wohnung unseren Ansprüchen für die Patres und das Sekretariat in Zukunft genügen wird.» Ob das Pfarrhaus verkauft, vermietet oder saniert wird, konnte Arnold zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen.

Der abtretende Pfarrer Bärtsch ist heute nicht nur in der Kirche tätig, sondern hält auch Messen in den beiden Flüeler ­Betagtenheimen. Der Kirchenrat klärt zurzeit ab, ob es das gleiche Angebot auch in Zukunft geben wird. Zum Schluss sagte Richard Arnold, dass am Religionsunterricht in der Schule nichts geändert wird, denn dieser ist klar im Lehrplan eingebaut.

Insgesamt durfte der Flüeler Kirchenrat anhand der wenigen Fragen erfreut feststellen, dass er zusammen mit Sisikon auf dem richtigen Weg ist und hofft, dass er weiterhin auf die unzähligen Helfer, die heute schon für die Kirche ehrenamtlich tätig sind, zählen darf.

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