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Flüelen schliesst über 1 Million besser als budgetiert

Die Flüeler befinden an der Offenen Dorfgemeinde vom Donnerstag, 23. Mai, über ein Kreditbegehren in der Höhe von 550’000 Franken für die Umnutzung und Erneuerung des Schutzraumes Gehren. Auch über ein Einbürgerungsgesuch wird befunden.
Philipp Zurfluh

Die Gemeinde Flüelen kann ein deutlich besseres Rechnungsjahr 2018 präsentieren als budgetiert. Die Erfolgsrechnung schliesst bei einem Aufwand von rund 8,3 Millionen Franken mit einem Gewinn von 6800 Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 369’000 Franken. Neben den planmässigen Abschreibungen konnten zusätzliche Abschreibungen von 994’000 Franken getätigt werden. Unter Berücksichtigung der zusätzlichen Abschreibungen und der aufgelösten Vorfinanzierungen schliesst die Rechnung um 1,176 Millionen Franken besser ab als budgetiert.

Hauptverantwortlich für dieses ausserordentliche Ergebnis sind laut Gemeinderat massive Mehrerträge bei den Steuern, tiefere Kosten bei Personal- und Sachaufwand sowie bei den ordentlichen Abschreibungen und der wirtschaftlichen Hilfe. Die Rechnung der Wasserversorgung 2018 schliesst mit einem Gewinn von 10’600 Franken ab.

Im Zentrum der Offenen Dorfgemeinde steht ein Kreditbegehren in der Höhe von 550’000 Franken für die Umnutzung und Erneuerung des Schutzraumes Gehren. Zusammen mit dem Schulhausbau Gehren wurde 1973 die Zivilschutzanlage mit integriertem öffentlichem Schutzraum (495 Schutzplätze) gebaut. 2014 traten neue Weisungen des Bundesamts für Bevölkerungsschutz über die Verwendung der bestehenden Schutzanlagen in Kraft. Gestützt darauf mussten im Kanton Uri überzählige Zivilschutzanlagen aufgehoben werden. Dies betrifft auch die Zivilschutzanlage Gehren. In Absprache mit Bund, Kanton und Gemeinde soll der aufgehobene Anlageteil zu einem öffentlichen Schutzraum umgenutzt werden. Nebst der Umnutzung hat die Anlage laut der Gemeinde auch eine Erneuerung nötig.

233 zusätzliche Schutzplätze werden erstellt

Das Projekt beinhaltet die Entfernung der nicht mehr benötigten Einrichtungen und Anlagen der Zivilschutzanlage. Nebst dem Erhalt der ursprünglichen 495 können zusätzlich 233 Schutzplätze generiert werden. «Dies garantiert der Gemeinde genügend öffentliche Schutzplätze für die Zukunft», schreibt der Gemeinderat im Bericht zuhanden der Einwohner. Seitens der Gemeinde besteht zusätzlich Bedarf an einer multifunktionellen Raumnutzung. Küchen und Schlafmöglichkeiten für eine Notunterbringung sollen erhalten bleiben.

Die anfallenden Projekt- und Realisierungskosten werden auf drei Kostenträger aufgeteilt. Die Rückbaukosten (30’000 Franken) des technischen Schutzbausystems hat der Bund zu übernehmen. Der Ersatzbeitragsfonds der Gemeinde mit 170’000 Franken wird vollumfänglich für dieses Projekt verwendet und demzufolge aufgelöst. Die restlichen rund 260’000 Franken werden aus dem Ersatzbeitragsfonds des Kantons freigegeben. Flüelen verbleiben somit Nettokosten von 90’000 Franken. Wird das Kreditbegehren befürwortet, sollen die Arbeiten zur Umsetzung sofort in Angriff genommen und dieses Jahr noch abgeschlossen werden.

An der Offenen Dorfgemeinde wird auch über das Einbürgerungsgesuch von Shaqiri Avdil und seinen Kindern Orgesa, Bledijon und Elton entschieden. Shaqiri Avdil ist Staatsangehöriger des Kosovo und wohnt seit 2004 ununterbrochen in Flüelen.

Die Offene Dorfgemeinde findet am Donnerstag, 23. Mai, um 19.30 Uhr im Schulhaus Matte in Flüelen statt.

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