Förderprogramm Energie Uri verzeichnet Rekordnachfrage

Erstmals sind im Kanton Uri alle Fördergelder ausgeschöpft worden. Das Programm ist insbesondere auf die Sanierung von Gebäudehüllen ausgerichtet.

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Wer sein Gebäude gut isoliert, spart Energie und Geld. Hier in Erstfeld wird ein Einfamilienhaus energetisch saniert.

Wer sein Gebäude gut isoliert, spart Energie und Geld. Hier in Erstfeld wird ein Einfamilienhaus energetisch saniert.

Bild: PD/Angel Sanchez

(ml) Anfang dieses Jahres wurde das verbesserte Förderprogramm Energie Uri vorgestellt. Dabei wurde der Schwerpunkt auf die Sanierung der Gebäudehüllen gelegt, was den Urner Bedürfnissen entspricht. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Baudirektion Uri hervor.

Nun zieht die Baudirektion eine erste Bilanz. Gemäss dieser ist das Förderprogramm bisher ein Erfolg. Per Juli waren 3,2 Millionen Franken vergeben. Bis Mitte des Jahres sind schon mehr Gesuche eingegangen als im gesamten Jahr davor. Allein in den Monaten April bis Juni wurden Gesuche für rund 1,5 Millionen Franken eingereicht. So viele Beiträge wie 2020 wurden im Kanton Uri noch nie vergeben. «Wir sind von diesem Rekord angenehm überrascht», lässt sich Baudirektor Roger Nager in der Mitteilung zitieren und ergänzt:

«Das aufgestockte und optimierte Förderprogramm wirkt und kommt bei den Urnerinnen und Urnern super an.»

Derzeit sind keine weiteren Gesuche möglich

Der Kanton Uri betreibt bereits seit 20 Jahren ein Energie-Förderprogramm. Dieses wird mehrheitlich durch Gelder finanziert, die aus der CO2-Abgabe des Bundes stammen. Erstmals konnten die Fördergelder heuer vollständig ausgeschöpft werden. Deshalb können derzeit keine neuen Gesuche eingereicht werden, so die Mitteilung weiter.

Dank des Förderprogramms sollen mehrere positive Effekte erzielt werden. Durch den verminderten CO2-Ausstoss kann langfristig Energie gespart werden. Und da gemäss Mitteilung mit jedem Franken Fördergeld 5 bis 10 Franken an weiteren Investitionen ausgelöst werden, profitiert auch die Urner Wirtschaft.

Frühzeitiges Planen und Informieren empfiehlt sich

Um vom Förderprogramm profitieren zu können, ruft Alexander Walker, Leiter Amt für Energie Uri, dazu auf, Gebäudesanierungen frühzeitig zu planen. «Dann ist es zwingend, dass Fördergesuche vor dem Baustart eingereicht werden», sagt er. Die Gesuche werden nach Eingangsdatum behandelt. Als eingereicht gelten diese, wenn sie vollständig mit allen notwendigen Beilagen beim Amt für Energie eingetroffen sind. In der Mitteilung wird empfohlen, sich zu informieren und vor jeder Sanierung des Hauses oder vor dem Heizungsersatz einen Gebäudeenergieausweis (Geak Plus) zu erstellen. Dieser wird von zertifizierten Fachleuten ausgestellt und ist schweizweit einheitlich. Fördergesuche für Geak Plus können weiterhin eingereicht werden.

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