Forscher erkunden den Kanton Uri

Das Urner Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern feiert am 29. Februar 2020 seine offizielle Eröffnung.

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Ein Zeichenstein in der Göscheneralp: Das neu eröffnete Institut an der Universität Luzern erforscht die Geschichte und die Kultur des Kanton Uris sowie des gesamten Alpenraums.

Ein Zeichenstein in der Göscheneralp: Das neu eröffnete Institut an der Universität Luzern erforscht die Geschichte und die Kultur des Kanton Uris sowie des gesamten Alpenraums.

Bild: Christof Hirtler

(pd/sok) In den Räumlichkeiten der Dätwyler-Stiftung in Altdorf befindet sich nun ein Forschungszentrum: Seit November 2019 ist das Urner Institut «Kulturen der Alpen» an der Universität Luzern in Betrieb. Wissenschaftler erforschen in Altdorf die Geschichte und die Kultur des Kantons Uri sowie des gesamten Alpenraums. Die Universität Luzern und der Kanton Uri bauen das Institut aktuell gemeinsam auf, wie das Urner Institut «Kulturen der Alpen» in einer Mitteilung schreibt.

Ende Februar ist nun die offizielle Eröffnung des Instituts geplant. Dazu findet am Samstag, 29. Februar 2020, im Uristier-Saal in Altdorf eine öffentliche Feier statt. Der Anlass dauert von 16 bis 18 Uhr. Regierungsrat Beat Jörg (Bildungs- und Kulturdirektor des Kanton Uri), Bruno Staffelbach (Rektor der Universität Luzern) und Ruth Wipfli (Präsidentin des Trägervereins Wissenschaft Uri) werden die Feier mit ihren Ansprachen eröffnen.

Enge Zusammenarbeit zwischen Kanton und Uni

Im Zentrum der Veranstaltung stehen aber die Referate der Institutsleitung: Boris Previšić, Roland Norer und Daniel Speich Chassé werden die aktuellen Forschungsprojekte präsentieren und das Arbeitsprogramm des Instituts vorstellen.

Zudem wird Geschäftsführer Romed Aschwanden die Projektideen vorstellen, welche die Bevölkerung noch bis am 21. Februar 2020 via Website einreichen kann (siehe Hinweis). Am Institut, das in enger Zusammenarbeit von Kanton Uri und der Universität Luzern aufgebaut wird, werden künftig verschiedene Forschungsprojekte mit regionalen und gesamtalpinen Fragestellungen im Kontext globaler Herausforderungen durchgeführt.

Hilfe von Neue Regionalpolitik

(pd/sok) Mit der Neuen Regionalpolitik (NRP), die am 1. Januar 2008 in Kraft trat, fördern Bund und Kantone das Berggebiet, den ländlichen Raum und die Grenzregionen der Schweiz in ihrer regionalwirtschaftlichen Entwicklung. Die Standortvoraussetzungen für unternehmerische Aktivitäten sollen verbessert, Innovationen und Wertschöpfung generiert sowie die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Indirekt trägt die NRP dazu bei, die dezentrale Besiedlung in der Schweiz zu erhalten und regionale Disparitäten abzubauen. In der zweiten Programmperiode 2016 bis 2024 konzentriert sich die NRP vermehrt auf die Förderung des Tourismus und sogenannter Regionaler Innovationssysteme. Darunter fallen Initiativen des Wissenstransfers zwischen Bildungs- und Forschungsstätten und der Wirtschaft sowie Massnahmen zur Qualifizierung von regionalen Fachkräften. Der Kanton Uri unterstützt im Rahmen einer Anschubfinanzierung den Aufbau des Instituts mit NRP-Mitteln. Die Ziele des Instituts «Kulturen der Alpen» sind Forschungsarbeiten von nationaler und internationaler Ausstrahlung im Kanton Uri durchzuführen und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft zu fördern.

Zudem sind wissenschaftliche Tagungen geplant – dies als Beitrag zur lokalen Verankerung und zur Förderung der interdisziplinären Forschung. Finanziert und unterstützt wird das Vorhaben durch den Kanton Uri, die Universität Luzern sowie die Dätwyler Stiftung.

Wichtige Fördergelder für den Aufbau des Instituts stammen im Sinne einer Anschubfinanzierung aus der Neuen Regionalpolitik NRP (siehe Infobox).

Projektideen einreichen unter: www.kulturen-der-alpen.ch.