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Urner Forstbetriebe ernten und verkaufen mehr Holz

Nicht nur die Menge des im Kanton Uri geernteten und genutzten Holzes ist gestiegen. Auch die finanzielle Situation der Forstbetriebe hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr Jahr gebessert.
Forstfachleute im Einsatz für den Urner Wald. (Bild: PD)

Forstfachleute im Einsatz für den Urner Wald. (Bild: PD)

(pd/eca) Im Kanton Uri wurden 2018 insgesamt 27'188 Kubikmeter Holz genutzt – mehr als noch im Vorjahr. Rund 87 Prozent des genutzten Holzes stammten aus Korporationswäldern.

Finanziell ging es den Urner Forstbetrieben 2018 besser als noch im Vorjahr. So schloss das betriebswirtschaftliche Ergebnis aller Forstbetriebe der Korporationsbürgergemeinden und des kantonalen Forstbetriebes bei der Waldbewirtschaftung mit einem Gewinn von 122'766 Franken ab. Im Vorjahr musste noch ein Verlust von 183'065 Franken hingenommen werden. Das geht aus den Berechnungen des Amtes für Forst und Jagd hervor, welche zusammen mit der Korporation Uri jährlich erstellt werden.

Holzerlöse decken den Aufwand bei weitem nicht

In Uri führe die Holzernte aufgrund des schwierigen Geländes zu hohen Kosten bei der Waldbewirtschaftung, schreibt das Amt für Forst und Jagd weiter. Die Holzerlöse betragen lediglich 20 Prozent der gesamten Betriebseinnahmen bei der Waldbewirtschaftung. Der Anteil der Beiträge liegt bei 75 Prozent, die restlichen 5 Prozent entfallen auf die übrigen Erlöse.

Die Wälder in Uri übernehmen zentrale Schutzfunktionen, die durch technische Installationen kaum zu ersetzen sind. Forstfachleute und Waldeigentümer sorgen dafür, dass der Wald in einem stabilen und naturnahen Zustand bleibt und seine Leistungen nachhaltig erbringt. Mit Aus- und Weiterbildung wird gewährleistet, dass eine an die lokalen Verhältnisse angepasste Umsetzung erfolgt. Die Kosten für die Schutzwaldpflege können nicht allein über den Erlös der Holzernte gedeckt werden. Pflegeeingriffe im Berggebiet sind teurer als im Flachland. «Deshalb ist es wichtig, dass die Bereitstellung der Leistungen zu Gunsten des Schutzwaldes weiterhin ausreichend mit Beiträgen an die zuständigen Bürgergemeinden und Forstbetriebe abgegolten wird», heisst es in der Mitteilung.

Höhere Holznutzung als im Vorjahr

Im öffentlichen Wald – Korporationswald und Wald im Eigentum des Kantons – wurden 2018 insgesamt 23'743 Kubikmeter Holz geerntet, 2271 Kubikmeter mehr als noch im Vorjahr. Der Verkauf von Stammholz stieg um 1123 Kubikmeter oder 11,2 Prozent. Industrieholz wurden rund 181 Kubikmeter weniger verkauft als im Vorjahr. Gleichzeitig nahm der Verkauf von Energieholz um 1297 Kubikmeter oder 11,5 Prozent zu. Die Bedeutung des Energieholzes ist weiterhin hoch, dessen Anteil liegt bei rund 53 Prozent. «Durch den Ausbau der Heizwerke im Kanton Uri dürfte sich die Nachfrage nach Energieholz auch in Zukunft weiterhin auf diesem Niveau bewegen», heisst es in der Mitteilung weiter.

1,8 Millionen Franken in Erschliessung investiert

Die Urner Forstbetriebe des erbringen Dienstleistungen an Gemeinden, Kanton sowie an Private. Der Gewinn bei den Dienstleistungen konnte auf 258'785 Franken gesteigert werden. Die Dienstleistungen machen rund 31 Prozent des Gesamtumsatzes aus und sind für die Urner Forstbetriebe eine wichtige Einnahmequelle.

Die Ausgaben bei den Investitionen betrugen 2018 rund 2,037 Millionen Franken. Mit einem Betrag von 1,849 Millionen Franken machen die Investitionen in Erschliessungsanlagen den grössten Anteil aus. Die Beiträge für Investitionen betrugen 1,616 Millionen Franken. Daraus resultiert ein Fehlbetrag von 421'006 Franken.

Im Jahr 2018 wurden in den Urner Forstbetrieben gesamthaft rund 109'285 Arbeitsstunden geleistet. Dies entspricht einem Angebot von rund 59 Vollzeitstellen. Die Bürgergemeinden und Forstbetriebe in Uri stellen nach wie vor Ausbildungsplätze zur Verfügung, um für den eigenen Berufsnachwuchs zu sorgen.

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