Fotokalender

Bergbilder verschönern das Jahr 2021

Die grossformatigen Fotos von Kurt Baumann im Kalender Urner Alpen 2021 sind ein Fenster direkt in die schöne Urner Natur hinein.

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Das Gletschertor beim Tiefengletscher, Furka, war ein besonderes Naturphänomen. Im Hintergrund der Galenstock, 3586 m ü. M. Das Tor ist im Sommer 2020 eingestürzt und weggeschmolzen.

Das Gletschertor beim Tiefengletscher, Furka, war ein besonderes Naturphänomen. Im Hintergrund der Galenstock, 3586 m ü. M. Das Tor ist im Sommer 2020 eingestürzt und weggeschmolzen.

Bild: Kurt Baumann (Januar 2020)

Pünktlich zur Weihnachtszeit steht der neuste Fotokalender von Kurt Baumann in den Regalen. Der bekannte Urner Bergfotograf hat im vergangenen Jahr wieder enorm viel Zeit in der Natur verbracht und die Schönheit der Bergwelt mit seiner Kamera festgehalten. Im neuen Bergkalender sind 13 aktuelle, grossformatige und qualitativ hochwertig produzierte Fotos versammelt: Vom hochalpinen Gipfel, dem eisigen Gletscher bis hin zur Alpenwiese reicht das Panorama. Erstaunlich ist: Jedes Jahr gelingt es Baumann aufs Neue, bekannte und unbekannte Orte im Kanton Uri neu abzulichten.

Kurt Baumanns Markenzeichen ist die technische Qualität des Produkts. Er steht bei jedem Bild neben der Druckmaschine und nimmt Feinabstimmungen vor. Beruflich arbeitet Baumann als Grafiker und kennt die Anforderungen für ein Printprodukt bestens. Seine Fotos sind so hochauflösend, dass sie vermehrt von Firmen und Liebhabern als Wandbilder erworben werden. Die Panoramabilder sind von so hoher Qualität, dass sie sogar bis auf 10 Meter Breite ohne Qualitätsverlust gedruckt werden können.

Einfach erreichbare Sujets sind in der Regel ein No-Go

Für den neuen Kalender hat sich der versierte Alpinist nicht allein auf spektakuläre Felsformationen oder hohe Berggipfel konzentriert, sondern die Urner Landschaften auch aus tieferen Gefilden abgelichtet. Auch liebliche Landschaften interessieren ihn. Meist sind die Fototouren lang und anstrengend. Einfach erreichbare Standorte ohne ein spezielles Motiv sind eigentlich ein No-Go, aber es gibt Ausnahmen. So zum Beispiel das Bild des Monats April. Es zeigt eine Alpenwiese, dicht mit Krokussen bewachsen. «So viele Krokusse auf einmal habe ich noch nie gesehen», erzählt Kurt Baumann. Das weisse Blumenmeer fand er im Meiental, eher untypisch unweit der Strasse. Tausende Blütenköpfe leuchten auf der Wiese, im Hintergrund ragen die majestätischen Fünffingerstöcke hoch. Zwei Tage hat er für diese Aufnahme verwendet. «Für das perfekte Bild muss alles stimmen. Darum braucht es oft mehr als nur einen Anlauf.»

So auch für das Titelbild des Kalenders 2021. Es zeigt die Dammakette im Morgenrot, im Vordergrund der Bergsee. Baumann nahm drei Anläufe, bis es passte. Jedes Mal startete er zu Hausein Attinghausen um 4 Uhr in der Nacht und machte sich auf in die Göscheneralp. Nach dem Fotografieren folgt der Abstieg vom Berg. «Nach Hause fahren, auspacken, duschen, umziehen, Kopf umprogrammieren und ab ins Büro», erzählt Baumann. Seine Fotos sind eine Liebeserklärung an die grandiosen Urner Alpen und sehr naturnah.

Immer auf der Suche nach dem noch besseren Bild

Die Fotos zeigen die Farben und Schattierungen, so wie Baumann sie gesehen hat. Farbliche Verfremdungen oder Kunstfilter braucht er keine, um den Betrachter zu faszinieren. «Die Vielfalt der Motive und der qualitativ hochwertige Druck machen es aus», verrät Kurt Baumann. Und natürliche viele, viele intensive und aufwendige Stunden in den Bergen.

Die Kamera treibt ihn zu Höchstleistungen – immer auf der Suche nach dem noch bessern Bild. Zum Beispiel bei der Fotografie alpiner Tiere. Um einen Steinbock abzulichten, braucht es Zeit und Leidenschaft. «Durch die Kamera schafft man einen anderen Bezug zum Objekt. Man nähert sich immer mehr an, Schritt für Schritt, bis das Bild passt.» Viele Male drückt Kurt Baumann auf den Auslöser, bis er zufrieden ist.

Oft ist er alleine oder zu zweit unterwegs. Am Silvester 2019 machte er sich mit seiner Frau Fränzi auf den Weg zu einem speziellen Fotoshooting in Andermatt. Auf etwas über 2000 Meter, bei einem grandiosen Aussichtspunkt, stellten sie ihr Zelt auf für das nächtliche Biwak – bei Minus 20 Grad! «Die Idee ist das eine, die Umsetzung das andere. So eine Übernachtung muss man sich wirklich vornehmen», so Baumann. Es sei nachts sehr einsam dort oben. «Und wenn man dann um 2 Uhr die Notdurft ­verrichten muss, ist es schon zäh…» Als Belohnung wartete ein schönes Abendrot, das Kurt Baumann im Kalender 2021 verewigt hat. (pd/unp)

Der Fotokalender 2021 im Grossformat 68 x 49 cm ist ab sofort erhältlich bei: Montanara Bergerlebnisse (info@montanara.ch, www.montanara.ch, Telefon 0418781259); Bido AG, Altdorf; Mc Paperland im Urnertor, Bürglen; Herger Sport, Schattdorf; Imholz Sport, Bürglen; Velo ­Infanger, Erstfeld; Alpenflair, Andermatt.