Franz Gehrig wird Ehrenmitglied des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri

An der 28. Delegiertenversammlung des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri wurde zudem Aline Kläger von den rund 30 Anwesenden zur Nachfolgerin von Beatrice Gwerder in die Leitung gewählt. Dabei war auch Bildungsdirektor Beat Jörg.

Paul Gwerder
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Von links: Sepp Wipfli, Ehrenmitglied Franz Gehrig, Aline Kläger und Beatrice Gwerder.

Von links: Sepp Wipfli, Ehrenmitglied Franz Gehrig, Aline Kläger und Beatrice Gwerder.

Bild: Paul Gwerder
(Altdorf, 21. September 2020)

«Nach meinem ersten Jahr als Präsident des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri ist mir mit der Coronakrise ein grosser Stein in den Weg gerollt worden, was unter anderem zu zahlreichen Sitzungsausfällen geführt hat», sagte Präsident Sepp Wipfli einleitend in der Aula des Berufsschulhauses in Altdorf.

«Unsere Schulen im Kanton Uri haben die Herausforderungen bei der Coronapandemie angenommen und auf allen Ebenen bravourös gemeistert», sagte Bildungsdirektor Beat Jörg. Er ist der Überzeugung, dass bei der Bevölkerung die hohe Wertschätzung und das Ansehen gegenüber den Lehrpersonen in diesem schwierigen Jahr stark gestiegen ist. «Wir waren und sind immer noch nah an den Schulen dran und beobachten die Krise weiterhin, um notfalls reagieren zu können», betonte Jörg. In dieser Phase war es für zahlreiche Menschen nicht ganz einfach, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Dazu meinte der Bildungsdirektor: «Die Notbetreuung war nicht immer leicht zu organisieren, und wir müssen versuchen, in Zukunft die Tagesstrukturen noch mehr zu optimieren.»

Junge Lehrpersonen besser unterstützen

«Wir müssen die Anstellungsbedingungen unserer Lehrpersonen genau anschauen, denn wir wollen unter keinen Umständen gegenüber den anderen Kantonen ins Hintertreffen geraten», so der Bildungsdirektor. «Mir ist es ein grosses Anliegen, dass junge Lehrpersonen mehr Unterstützung erhalten, denn ich stelle leider immer wieder fest, dass viele von diesen gut ausgebildeten jungen Menschen nach fünf bis sechs Jahren den Beruf wieder wechseln», erklärte Beat Jörg. Es müsse für den Kanton Uri das oberste Ziel sein, den Kindern eine starke Volksschule anbieten zu können, wo sie auch in Zukunft eine umfassende Bildung erhalten.

Wie Mutationsführerin Stefanie Dal Farra sagte, konnten seit der letzten Versammlung 23 neue Mitglieder im Verein aufgenommen werden. Demgegenüber waren aber auch 36 Austritte zu verzeichnen. Somit zählt die Lehrervereinigung aktuell 552 Mitglieder.

Neu gibt es 29 unterschiedliche Jahresbeiträge

Die Vereinsrechnung schloss mit einem Gewinn von 810 Franken ab, dies bei einem Aufwand von 88'216 Franken. Für dieses Schuljahr hat die Vereinsleitung beschlossen, die Mitgliederbeiträge unverändert zu übernehmen. Dagegen sollen sie auf das Jahr 2021/2022 hin leicht angepasst werden. Grund dafür ist, dass der Präsident mitbekommen hat, dass der Beitrag an den Dachverband der Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) um 5 Franken erhöht werden soll. Sepp Wipfli stellte dabei fest, dass die Abgaben an den LCH und den Verein Lehrerinnen und Lehrer Uri je nach Pensum ungleichmässig verteilt sind. Aus diesem Grund stellte die Vereinsleitung der Versammlung eine neue und gerechtere Verteilung der Beiträge vor. Der Grundsatz ist dabei, dass in Zukunft jede Lehrperson einen Mitgliederbeitrag nach der Anzahl geleisteter Lektionen bezahlen soll. Dies findet der Vorstand auch fairer, denn wer mehr verdient, soll auch einen höheren Beitrag bezahlen als Lehrerinnen und Lehrer mit kleineren Pensen. Dieser Beitrag schwankt zwischen minimal 110 Franken und 314 Franken, dem Maximum bei 29 Lektionen. Es ist eine etwas komplizierte Berechnung, denn neu wird es 29 unterschiedliche Jahresbeiträge geben! Nach einer kurzen Diskussion stimmten die Delegierten grossmehrheitlich der Anpassung der Mitgliederbeiträge zu.

Aline Kläger ist neu in der Vereinsleitung

Beatrice Gwerder hat nach fast sechs Jahren den Rücktritt gegeben. Neu ist Aline Kläger, die als Primarlehrerin in Altdorf unterrichtet, in die Vereinsleitung gewählt worden. Die bisherigen Mitglieder Corsin Riedi, Isabelle Aschwanden, Carla Hirtler und Vanessa Weissen wurden für weitere zwei Jahre bestätigt.

Präsident Sepp Wipfli stellte das erarbeitete Positionspapier den Versammelten vor. Dabei gab er klar zum Ausdruck, dass er bei der Bildungsdirektion immer eine offene Tür gefunden habe und diese immer für die Anliegen des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri ein offenes Ohr hatte. Im vorgestellten Positionspapier geht es unter anderem um zukünftig verbesserte Anstellungsbedingungen, insbesondere für Musiklehrerinnen und -lehrer, und den Pensionskassenbeitrag. Angestrebt werden auch ein einheitliches Verfahren in der Innerschweiz und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Zum Abschluss der Versammlung wurden Beatrice Gwerder und Webmaster Felix Aschwanden, der dieses Amt an Mario Cathomen abgegeben hat, mit einem Geschenk verabschiedet. Und als Höhepunkt hat Franz Gehrig für seinen unermüdlichen Einsatz mit einem riesigen Applaus die Ehrenmitgliedschaft erhalten. Gehrig arbeitete bis zu seiner Pensionierung an der Schule Urseren und war als Primarlehrer einige Jahre im Stufenvorstand und etwa 20 Jahre Delegierter des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Uri und zeitweise auch Präsident dieser Vereinigung.