Frauen von Floorball Uri beenden Jahr mit einem Sieg

Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Zäziwil unterlag das NLB-Frauenteam knapp mit 3:4 nach Verlängerung. Tags darauf zeigten die Urnerinnen eine Reaktion und siegten auswärts gegen Giffers mit 3:2.

Christa Imhof
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Jasmin Gnos (am Ball) traf in beiden Spielen für Floorball Uri.

Jasmin Gnos (am Ball) traf in beiden Spielen für Floorball Uri.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 11. November 2019)

Kurz vor Weihnachten bestritt das NLB-Frauenteam von Floorball Uri eine Doppelrunde. Am vergangenen Samstag bekamen es die Urnerinnen in der Sporthalle Feldli mit Zäziwil aus Bern zu tun. Von Beginn weg kannten die beiden Mannschaften nur eine Richtung – nach vorne. Das Tempo und die Qualität im Spiel waren sehr hoch. Beidseitig wurden die Zweikämpfe hart geführt, zum Teil an der Grenze des Erlaubten. Die ersten 20 Minuten verliefen torlos.

Im zweiten Abschnitt konnten die Bernerinnen nach einem Ballverlust in der Urner Verteidigung zum 1:0 einschieben. Doch nur eine Minute später erzielte Svenja Schuler den Ausgleich. Eine weitere Uhrzeigerumdrehung später konnte Zäziwil auf 2:1 erhöhen. In der 35. Minute baute der Tabellenzweite das Skore um einen weiteren Treffer aus. Floorball Uri konnte reagieren und nach herrlicher Vorarbeit von Melanie Gnos verkürzte Monika Gisler auf 2:3.

Im letzten Drittel warfen die Urnerinnen alles in die Waagschale, um den Ausgleich zu erzielen. Dies wurde mit einem Torerfolg durch Jasmin Gnos belohnt. Ihr harter und präziser Schuss war unhaltbar. Die Urnerinnen powerten weiter in Richtung Tor der Bernerinnen. Doch das Unentschieden hielt bis zum Schluss Bestand.

Zum Ärger des Heimteams erzielte der Gast in der Verlängerung das 4:3. Das Ersetzen der Torhüterin durch eine sechste Feldspielerin half Floorball Uri nicht, den Ausgleich zu erzielen. So musste man eine unglückliche Niederlage akzeptieren. Das Betreuerteam meinte nach dem Spiel: «Diesmal waren wir über lange Strecken gesehen ebenbürtig und der Sieg wäre nicht gestohlen gewesen. Schade konnte sich das Team für eine wirklich gute Teamleistung nicht belohnen und die 3 Punkte in Uri behalten.»

Erstes Tor fällt nach fünf Sekunden

Tags darauf spielte Floorball Uri auswärts gegen Aergera Giffers aus dem Kanton Freiburg. Die Partie begann mit einem Paukenschlag. Bereits nach fünf Sekunden gingen die Gäste in Führung. Carmen Reding war die Torschützin. Das Spiel war damit lanciert. Nach einem sehenswerten Abschluss glich die Heimmannschaft aus. In Überzahl konnte Giffers auf 2:1 erhöhen. In der 16. Minute wurde Monika Gisler herrlich von Anja Loretz angespielt und sie konnte den 2:2-Ausgleich erzielen.

Das Spiel wurde in einem hohen Rhythmus und mit wenigen Unterbrüchen geführt. Nach einer Strafe gegen Giffers im zweiten Drittel wollten die Urnerinnen ihre Powerplay-Stärke beweisen. Nach einer kurzen Passstaffette wurde Jasmin Gnos von Laura Kullaa angespielt, diese markierte mit einem satten Direktschuss das 3:2. Mit diesem Spielstand wurden die Seiten zum letzten Mal gewechselt.

Torhüterin überzeugt erneut

Floorball Uri konnte den Rhythmus weiter hochhalten und Giffers, das die meiste Zeit mit zwei Linien seine besten Kräfte forcierte, ging langsam die Kräfte aus. Floorball hatte die Partie im Griff und die wenigen Chancen der Gegnerinnen waren eine sichere Beute der wiederum stark aufspielenden Anna-Lena Arnold. Am Schluss stand ein verdienter Auswärtserfolg zu Buche.

«Die absolute Bereitschaft war ab der ersten Minute sichtbar», meinte das Betreuerteam. «Die Anzahl Fehler konnte für einmal sehr tief gehalten werden. Der Einsatz und das Kollektiv waren heute der Schlüssel zum Erfolg. In der Offensive wurden die Vorgaben umgesetzt, was uns für die weiteren Spiele sehr positiv stimmt.»

Für Uri spielten: Anna-Lena Arnold, Martina Küchler; Jennifer Bissig, Svenja Schuler, Miia Saari, Beatrice Rickli, Melanie Gnos, Jasmin Gnos, Laura Müller, Anja Loretz, Lucie Ming, Patricia Bitterli, Carmen Reding, Nathalie Gärtner, Laura Kullaa, Monika Gisler.