Seit 20 Jahren fördern sie in Altdorf die Kirchenmusik

Mit einem Jubiläumsgottesdienst feiert der Verein Freunde der Kirchenmusik zu St. Martin in Altdorf sein 20-jähriges Bestehen. Ein Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte des Vereins.

Drucken
Teilen

(pd/RIN) Kirche und Musik, das sei schon immer eine enge Symbiose gewesen. «Ob mit dem Orgelspiel, einem Chor oder gar einem Orchester – der Klang, die Harmonien und Melodien erfüllen nicht nur das Gotteshaus, sondern vor allem die Seelen und Herzen der Anwesenden», schreibt Vroni Raab-Schwarz, Präsidentin des Vereins Freunde der Kirchenmusik zu St. Martin in Altdorf. Die Musik lasse die Botschaft Gottes noch näher erleben und trage die Gedanken, Sorgen oder die Dankbarkeit der Anwesenden direkt ins Metaphysische. Die spirituelle Erfahrung während der Liturgie durch die Musik zu verstärken und diese als Anreiz für den Gottesdienstbesuch einzusetzen, das sei seit 20 Jahren das Ziel des Vereins.

Die Vorstandsmitglieder auf der Empore der Kirche St. Martin; von links: Ivo Schillig, Lea Ziegler Tschalèr, Vroni Raab-Schwarz und Daniel Krieg.

Die Vorstandsmitglieder auf der Empore der Kirche St. Martin; von links: Ivo Schillig, Lea Ziegler Tschalèr, Vroni Raab-Schwarz und Daniel Krieg.

Bild: PD

Die Idee zur Gründung des Vereins brachte der verstorbene Musikdirektor Werner Tschalèr 1999 von einem Englandaufenthalt zurück. Er war begeistert von den dortigen, musikalisch wundervoll gestalteten und gut besuchten Messen. Ebenso wusste er um die vielen talentierten und professionellen Urner Musikerinnen und Musiker, die willens waren, die unter anderem vom Cäcilienverein getragene Kirchenmusik zu St. Martin zu ergänzen.

Die Idee stiess sofort auf offene Ohren

Tschalèrs Idee wurde von Gleichgesinnten begrüsst und umgesetzt: Am 14. November 2000 fand unter dem Tagungsvorsitzenden Markus Meier die Gründungsversammlung statt. Als erster Präsident stellte sich der kürzlich verstorbene alt Ständerat Hans Danioth – selbst ein begnadeter Tenorsänger – zur Verfügung. Werner Tschalèr übernahm die Programmgestaltung und der damalige Pfarrer von St. Martin, Arnold Furrer, nahm Einsitz in den Vorstand.

Seit der Gründung unterstützen die katholische Kirchgemeinde Altdorf und die Priester und Diakone zu St. Martin die Anliegen des Vereins stets wohlwollend. Viele talentierte Musikerinnen und Musiker boten den Gottesdienstbesuchern in rund 200 Eucharistiefeiern ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Die verbindende Beziehung zwischen der Idee von Werner Tschalèr, der Offenheit der Priester, dem Engagement der Musizierenden und dem Erlebnis der Gottesdienstbesucher ist die Konzertorganistin Lea Ziegler Tschalèr, die von ihrem Mann 2006 die musikalische Programmgestaltung übernahm.

Nachwuchsförderung ist dem Verein ein Anliegen

20 Jahre sind seit der Vereinsgründung vergangen: Aus anfänglich 80 zählt der Verein heute über 200 Mitglieder. Der Verein organisiert und finanziert jährlich für zehn Samstagabend-, gelegentlich auch Sonntagmorgen-Gottesdienste, die musikalische Umrahmung. Neben der Orgel kommen verschiedene Saiten- und Blasinstrumente sowie Gesang von professionellen Musikschaffenden zum Einsatz. Zusätzlich ist es dem Verein ein Anliegen, die Förderung von jungen Singstimmen und des Jugendchors zu St. Martin zu begleiten. So unterstützt der Verein zum zweiten Mal den Auftritt des Jugendchors St. Martin an der diesjährigen Orgelnacht, ebenso den Kinder- und Jugendchor der Musikschule Uri zum wiederholten Male beim Auftritt am Familiengottesdienst vom 24. Dezember.

Am Samstag, 24. Oktober, um 18 Uhr, feiert der Verein seinen vom Mai verschobenen Jubiläumsgottesdienst mit Kirchensonaten von W.A. Mozart, Werken von A. Vivaldi und J.S. Bach, gespielt von Simone Zgraggen und Christian Zgraggen (Violinen), Nicola Romano (Cello) und Lea Ziegler Tschalèr (Orgel). Am Gottesdienst, zelebriert von Pfarrer Daniel Krieg, wird speziell an die verstorbenen Mitglieder des Vereins gedacht. Der Vorstand des Vereins lädt alle Gottesdienstbesucher, Interessierte und Vereinsmitglieder zu diesem musikalischen Anlass ein.