Für 4 Millionen Franken: Der Gangbach wird hochwassersicher

In Schattdorf beginnen Ende dieses Monats Hochwasserschutzmassnahmen. Im kommenden Mai ist das 4-Millionen-Projekt voraussichtlich abgeschlossen.

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(stp) Die Baudirektion Uri verstärkt beim Gangbach in Schattdorf den Hochwasserschutz. Dies schreiben die Verantwortlichen in einer Mitteilung. Die Gesamtkosten der Hochwasserschutzmassnahmen betragen rund 4 Millionen Franken.

Der Gangbach in Schattdorf.

Der Gangbach in Schattdorf.

Bild: Urs Hanhart
(Schattdorf, 27. September 2020)

Diese seien aber notwendig, weil der Gangbach bei Hochwasserereignissen zu einem «stark geschiebeführenden Wildbach» wurde. Die daraus resultierenden grossen Geschiebemengen führten dann zu Rückstaus im Gerinne und zu Überschwemmungen mit grossen Schäden im Siedlungsgebiet, heisst es in der Meldung weiter.

Brücke Hofstatt wird ersetzt

Eine Studie habe ergeben, dass im Mittellauf zwischen der unteren Brücke Julius Planzer und dem Geschiebesammler Gräwimatt sowie dem Unterlauf ab dem Geschiebesammler Gräwimatt bis zur Unterquerung der Gotthardstrasse Hochwasserschutzdefizite bestehen. Um die Siedlungen vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis und die Industriegebiete vor einem 300-jährlichen Hochwasser zu schützen, werden gemäss Meldung zwischen Ende September 2020 und Mai 2021 diverse Massnahmen umgesetzt.

So wird die Bachsohle verbreitert und wo notwendig die Uferböschungen abgeflacht oder die Ufermauern erhöht. Um genug Abstand zwischen dem Wasserspiegel und den höher liegenden Kanten – sogenannte Freiborde – zu gewährleisten, wird die Brücke Hofstatt ersetzt und der Absturz bei der Trippbrücke bachaufwärts verschoben. Die Schulhausbrücke wird ausserdem mit einer Brückenverschalung überströmbar gemacht.

Auch ökologische Aufwertungen geplant

Bei der unteren Brücke Bärengand ist ebenfalls eine Verschalung vorgesehen. Diese wird mit mobilen Massnahmen ergänzt. Damit wird gemäss Mitteilung verhindert, dass das Industriegebiet überflutet wird. Zudem sind zwischen Gangbach und Stiller Reuss rechtsufrig im Bereich des Geschiebesammlers Gräwimatt mobile Massnahmen zum Schutz des Industriegebiets vor 300-jährlichen Ereignissen vorgesehen. Das Bielenseeli wird so umgebaut, dass es nur bei grösseren Abflüssen durchströmt wird.

Zu den geplanten Arbeiten gehören auch ökologische Aufwertungen des Bachlaufs. So werden im Unterlauf die Fischgängigkeit und genügende Deckungsmöglichkeiten gewährleistet sowie in den Böschungsbereichen eine standortgerechte Bestockung gemacht.

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