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Urner Biker sind gewappnet für den Weltcup

Schlamm und Wind haben die Bike Days Solothurn dominiert. Die Geschwister Linda und Reto Indergand konnten sich trotzdem einen Platz in den Top Ten holen.
Roland Jauch
Reto Indergand bei der Einfahrt in den Schanzengraben. (Bild: Roland Jauch, Solothurn, 11. Mai 2019)

Reto Indergand bei der Einfahrt in den Schanzengraben. (Bild: Roland Jauch, Solothurn, 11. Mai 2019)

Im Rahmen der Bike Days Solothurn fanden am vergangenen Samstag die dritten Rennen des Proffix Swiss Bike Cup statt. Bei den Herren befand sich Reto Indergand in einer grossen Verfolgergruppe, die von Position fünf bis fünfzehn reichte. Am Ende resultierte für den im solothurnischen Schönenwerd lebenden Urner Rang 9. Er klagte nach dem Rennen etwas über schlechte Beine – keine guten Voraussetzungen für die schnelle Strecke, die geprägt ist durch einen hohen Anteil an Asphaltabschnitten und langen Steigungen. Indergand liegt damit nach drei Rennen auf dem dritten Gesamtrang vom Proffix Swiss Bike Cup. Leader ist Mathias Flückiger.

Angeführt wurde das Rennen der Herren sehr bald von Weltmeister Nino Schurter, Europameister Lars Forster und Schweizermeister Mathias Flückiger. Forster fiel wegen eines Defektes zurück. Schurter und Flückiger fuhren am Ende gemeinsam in den Schanzengraben. Ein typischer Schlusssprint war wegen der sehr schlammigen Verhältnisse im Schanzengraben nicht möglich. Flückiger versuchte es mit einer anderen Linienwahl über ein Hindernis, blieb dann aber richtig im Schlamm stecken, so dass Schurter mit sieben Sekunden Vorsprung den Sieg ins Trockene bringen konnte. Dritter wurde Lars Forster, der sich wieder nach vorne kämpfen konnte.

Der Silener Fabio Püntener wurde 26. Obwohl er den Start etwas verpatzt hatte, war er mit seinem Ergebnis zufrieden. Er steckt derzeit im Prüfungsstress. Den Sport und gleichzeitig die Lehrabschlussprüfungen unter einen Hut zu bringen, fordert ihn momentan stark heraus. Roman Zberg landete auf Rang 28.

Linda Indergand klassiert sich auf Rang 5

Sehr gut besetzt war das Feld der Damen. Mit der Amerikanerin Kate Courtney war auch die amtierende Weltmeisterin am Start. Sie gewann das Rennen mit 29 Sekunden Vorsprung auf Jolanda Neff. Dritte wurde Ramona Forchini, die damit das Leadertrikot im Proffix Swiss Bike Cup verteidigen konnte.

Zum ersten Mal startete auch Linda Indergand beim diesjährigen Proffix Swiss Bike Cup. Die Silenerin fuhr dabei in der Spitzengruppe mit. In den letzten beiden Runden riss diese auseinander. Mit 1:23 Minuten Rückstand auf Courtney holte sie sich Rang fünf. Damit war Indergand zufrieden, vor allem auch in Anbetracht, dass sie erst gerade von einem mehrtägigen Strassenrennen in Italien zurückgekehrt war. Dieses absolvierte sie mit dem Nationalteam als Training für den anstehenden Weltcup.

Auch Melanie Tresch gelang mit dem 17. Rang in der Kategorie Elite Damen wieder ein sehr gutes Ergebnis. Wie Püntener steckt auch sie derzeit mitten im Lehrabschluss.

Alessandra Keller mit heiklem Manöver

Viel zu diskutieren gab eine Situation in der zweitletzten Runde. Courtney konnte sich in einer Steigung einige Sekunden absetzen. Jolanda Neff und Alessandra Keller versuchten dann bei einsetzendem Gewitter mit Hagelschauer zu ihr aufzuschliessen. Dabei unternahm die Nidwaldnerin Alessandra Keller aber auch einen gewagten Überholversuch gegen Neff. Beide kamen zu Fall. Neff verlor dabei wertvolle Zeit und Keller musste das Rennen sogar aufgeben.

Wurden die Rennen vom Proffix Swiss Bike Cup in Buchs SG vor allem bei den Junioren noch von extrem regnerischen und kalten Bedingungen geplagt, waren diese in Solothurn einiges freundlicher. Zu schaffen machte den Fahrern aber der Wind. Cyrill Leu (43.) sagte nach dem Rennen, dass es sehr wichtig war, den Anschluss an andere Fahrer nicht zu verlieren, um bei den vielen flachen Stellen vom Windschattenfahren profitieren zu können.

Die Geschwister Reto und Linda Indergand, Fabio Püntener und Melanie Tresch werden am Mountainbike Weltcup teilnehmen. Das erste Rennen findet am kommenden Wochenende im deutschen Albstadt statt.

Nachwuchs: Elena Frei verteidigt Leaderposition

(jm) Am Sonntag hatte in Solothurn auch der Schweizer Bike Nachwuchs seinen grossen Auftritt, mit dabei 16 Fahrer der IG Radsport Uri. Den Reigen der Urner eröffnete Fion Wicki, der im Kids-Parcours den 6. Rang in der Kategorie Soft erreichte. In der Kategorie Rock Mädchen startete mit Elena Frei (VMC Erstfeld) die Führende im Zwischenklassement der Gesamtwertung und damit Trägerin des Leadertrikots. Mit einer eindrücklichen Vorstellung verteidigte das Radsporttalent aus Erstfeld ihre Leaderposition. In der Kategorie Mega Mädchen brachte Aline Epp (VMC Silenen) mit einem 6. Platz das erwartete Spitzenergebnis. Die Kategorie U17 Hard ist bekanntermassen die grösste Kategorie, und stellt damit natürlich auch die stärksten Nachwuchsfahrer der Schweiz. Für das Glanzresultat in dieser Kategorie war Lorena Leu (VMC Erstfeld) besorgt. Sie beendete das Rennen auf dem 9. Rang. Erfreulicherweise ist nach einer langwierigen Krankheit Fabian Imholz (VMC Erstfeld) ins Rennteam der IG Radsport Uri zurückgekehrt. Ein grosses Bravo geht schliesslich an den Leiter Christian Zberg, der die Strapazen ebenfalls auf sich nahm und das Rennen in der Kategorie Herren Fun auf dem 10. Platz beendete.

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