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Ganz Altdorf auf Achse

Kälte bestimmte den Altdorfer Fasnachtsumzug. Wärmen konnte man sich mit Schnaps – oder einem Spurt, um den Konfettibomben auszuweichen.
Bruno Arnold
Die wilden Rocker kommen: Mit ihren Harleytöffs machen sie die Gotthardstrasse kurzerhand zur Route 66. (Bild: Urs Hanhart)

Die wilden Rocker kommen: Mit ihren Harleytöffs machen sie die Gotthardstrasse kurzerhand zur Route 66. (Bild: Urs Hanhart)

Zumindest gestern wollte Petrus kein richtiger Fasnächtler sein. Er erbarmte sich weder der (zum Teil leicht gekleideten) Teilnehmer noch des meist in dicke Jacken gehüllten Publikums. Ein giftig-kaltes Lüftchen strich einem um die Ohren, wenn man mitverfolgte, wie sich der Altdorfer Fasnachtsumzug vom Poli via Lehnplatz, Gitschenstrasse, Bahnhofstrasse und Rathausplatz zum Winkel bewegte. Erbarmen mit seinen knapp 300 Bläsern, Trommlern und Paukisten, aber auch mit den Leuten am Strassenrand, zeigte dafür der Dirigent der «Chatzämüüsig». Er gab den Takt für Altdorfer Verhältnisse recht zügig an – mit dem positiven Nebeneffekt, dass der Marsch präziser und schöner als auch schon tönte. Erwärmen konnte man sich immerhin dann, wenn man von den Umzugsteilnehmern mit einem heissen Kaffee oder einem (zumindest inwendig) aufheizenden Schnaps bedient wurde. Oder vielleicht auch, wenn man mit einem Spurt den Konfettibomben auszuweichen oder den Orangen nachzujagen versuchte und so den Kreislauf kurz etwas auf Touren brachte.

Bild: Urs Hanhart / Neue UZ
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Umzug in Altdorf

Die unterkühlte Stimmung hatte aber beileibe nichts mit dem Engagement der Aktiven respektive mit den 22 Nummern zu tun, die es zu bestaunen gab. Die Wagenbauer haben erneut ganze Arbeit geleistet und zum Teil echte Kunstwerke geschaffen. Nur ein paar Beispiele: Verkrachti Zuckerbohnä machten mit ihren (motorlosen) Harley-Davidson-ähnlichen Bikes der Marke Eigenbau die Dätwylerstrasse für kurze Zeit zur Route 66 und liessen die Zuschauer einen Hauch von American Way of Life verspüren. Fast schon gigantisch überragte auch der «Grind» des Smürfer-Häuptlings die Szenerie. Die Wilden Hunde – sie sammelten für die Aktion «Jeder Gegel zählt» – entlockten dem Publikum begeisterten Applaus für ihre verblüffenden Masken. Ein Highlight war auch die Nächstenliebe mit ihrem kunstvoll gestalteten «Bäärädräck»-Wagen. Gekonnt inszeniert kam zudem «Gonzo der Grosse» daher: Per Tutti brachte damit nicht nur viel Action ins Geschehen, die Gruppe verstand es auch, die Zuschauer mit einem Sprung aus dem Weltall etwas aus den (einfrierenden) Reserven zu locken.

1-Ton-Sousaphonist

Zwischendurch brachte Kakofonisches das Publikum – ansatzweise – zum Tanzen und Klatschen. Aus Freude am Spiel oder einfach des Aufwärmens wegen? Es dürfte beides zugetroffen haben. Denn das musikalische Spektrum der beteiligten Guggen reichte von echt mitreissenden Rhythmen und Klängen mit gekonnten Disharmonien sowie brillanten perkussionistischen Solo-Einlagen bis hin zu uninspiriertem «Gegugge», das von eher langweiligem 1-Ton-Sousaphon-Sound geprägt war.

Auf die Schippe genommen wurde Internationales, Nationales und Kommunales. So inszenierte Radsport Altdorf mit viel Klamauk die gefallene Legende Lance Armstrong: «Nach dem Rücktritt des Velohelden, musste die Dopingszene Konkurs anmelden.» Ihr Fett bekam aber auch Vreni Schneider ab. Für den Schnupf-Club Uri wird sie mit ihrem «Ä Kafi am Pistenrand» definitiv nicht «The Voice of Switzerland»: «Im Schifahrä isch sie diä Bescht, bim Singä gitt sie yys dr Rescht.» Die Klicke parodierte die ehemalige Glarner Skigrösse lautstark, unter anderem indem die Protagonistin in der grünen (Kult-)Jacke und in Teleboy-Manier auf dem Wagen von links nach rechts schunkelte.

Nichts Wertendes an sich

Auch der für Ende 2012 prophezeite Weltuntergang durfte nicht fehlen. «Der Notvorrat kommt auf den Mist, weil Untergang verschoben ist», spottete Jekami. In die Zukunft blickten die Handballer: Sie inszenierten einen Probelauf für ein ATP-Tennisturnier in Altdorf: «Altdorf open isch dr Hit, bhaltet Federer-Murray fit». Und wenn nun in diesem Bericht nicht alle Gruppen erwähnt sind, so hat dies nichts Wertendes an sich, sondern nur damit zu tun, dass sich der leicht grippische Schreibende zwischenzeitlich zum Aufwärmen zurückzog und ein paar wenige Nummern verpasste...

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Faschinclub Gurtnellen (Bild: Philippe Steiger)
Faschinclub Gurtnellen (Bild: Philippe Steiger)
Faschinclub Gurtnellen (Bild: Philippe Steiger)
Kultursmürfer (Bild: Philippe Steiger)
Kultursmürfer (Bild: Philippe Steiger)
Klutursmürfer (Bild: Philippe Steiger)
Eine Impression vom Fasnachtsumzug Erstfeld (Bild: Philippe Steiger)
Smürfer/Spätzinder (Bild: Philippe Steiger)
Bild: Philippe Steiger
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Fasnacht Uri

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