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Urner «Polit-Apéro» zeigt, wie wichtig das Gastgewerbe für die Wirtschaft ist

Mit dem ersten «Polit-Apéro» wollen die Urner Gastrounternehmer die Politik auf ihre Sorgen aufmerksam machen, denn für sie sind die Behörden wichtige Partner.
Paul Gwerder
Gastrounternehmer und Politiker nahmen am ersten Polit-Apéro teil: (von links) Urban Camenzind, Ruth Ziegler, Peter Tresch, Marianne Hess, Massimo Suter, Zita Gisler, René Röthlisberger und Joe Herger. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 11. März 2019)

Gastrounternehmer und Politiker nahmen am ersten Polit-Apéro teil: (von links) Urban Camenzind, Ruth Ziegler, Peter Tresch, Marianne Hess, Massimo Suter, Zita Gisler, René Röthlisberger und Joe Herger. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 11. März 2019)

Das Gastgewerbe sowie der Tourismus haben in Uri eine wichtige und grosse Bedeutung. Deshalb hat Gastro Uri verschiedene Politiker zum ersten «Polit-Apéro» am Montagabend ins «Griänä Hüüs» in Altdorf eingeladen. Joe Herger, Präsident von Gastro Uri, sagte einleitend:

«Das Ziel und die Idee des heutigen Abends ist es, mit Politikern und Behördenmitgliedern den Kontakt zu pflegen und sich persönlich kennen zu lernen.»

Gekommen sind zahlreiche Mitglieder des Landrats, darunter auch Landratspräsident Peter Tresch und Volkswirtschaftsdirektor Urban Camenzind.

Image des Gastgewerbes soll gestärkt werden

Gastro Uri will in Zukunft vermehrt das Volk über ihre Leistungsfähigkeit und den volkswirtschaftlichen Nutzen orientieren und damit das Image der Gastrobetriebe stärken. «Wir befinden uns heute in einer sehr herausfordernden Situation, denn die Situation der Hotels und Restaurants ist unverändert angespannt, weil die Personal- und Warenkosten ein gutes Ergebnis belasten», informierte der Präsident. Die steigenden Betriebskosten, der Fachkräftemangel, Digitalisierung, Bürokratie und die Nachfolgeregelung sind die grössten Herausforderungen des Gastgewerbes. «Unsere Betriebe sind heute ein bedeutender Wirtschaftsfaktor und haben zudem eine hohe Bedeutung für eine Gemeinde oder eine Region», betonte Herger.

Für die Bevölkerung und die Touristen seien die Restaurants und Hotels wichtige Begegnungsstätten, wo sie sich treffen und miteinander diskutieren können. Für eine Gemeinde und die Bewohner ist ein Restaurant mit einem Stammtisch ebenso wichtig wie Geschäfte, Post und Bank.

Gastro Suisse lehnt Referendum ab

Mit rund 20'000 Mitgliedern, darunter 2500 Hotels, gehört Gastro Suisse zu den mit Abstand grössten und bedeutendsten Arbeitgeberverbänden. Ihr Vizepräsident, Massimo Suter, orientierte die anwesenden Gäste über politische Themen in der Schweiz. «In nächster Zeit müssen wir uns mit zahlreichen Vorlagen befassen, welche für uns wichtig sind», sagte der Referent einleitend. Schon am 19. Mai wird an der Urne über das Referendum gegen die Anpassung des Waffenrechts abgestimmt. «Bei einem Ja würde die Tourismusbranche und die gesamte Wirtschaft darunter leiden, denn dies würde den automatischen Ausschluss der Schweiz aus dem Schengen/Dublin Abkommen bedeuten», glaubt Massimo Suter.

Am gleichen Tag wird über die Steuervorlage und die AHV-Finanzierung entschieden, gegen welche ebenfalls das Referendum ergriffen worden ist. «Eine erneute Ablehnung würde die Rechts- und Planungssicherheit drastisch verschlechtern und deshalb könnten international tätige Unternehmen die Schweiz verlassen», meinte dazu der Vizepräsident von Gastro Suisse. Bei der AHV21 fordert Gastro Suisse eine maximale Erhöhung um 0,6 Prozentpunkte und nicht wie geplant 1,5 Prozent. «Dagegen unterstützen wir die ‹Motion Baumann›, welche die Sozialpartnerschaft stärken soll», so Suter.

Abschliessend fordert er bei den kommenden National- und Ständeratswahlen, dass Kandidaten, welche für unsere Anliegen sind, zu unterstützen. «Wir brauchen Parlamentarier, welche die Interessen von Hotels und Restaurants vertreten.»

Nach dem Referat wurde ein Fondue serviert, und die Gäste und Gastrounternehmer konnten sich dabei besser kennen lernen und Gedanken austauschen.

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