Gastro hofft auf Sawiris-Effekt

Das Baugewerbe legt in Uri weiter zu. Das Gastgewerbe hingegen muss bis zur Eröffnung des Hotels Chedi in Andermatt im Jahr 2013 eine Durststrecke überwinden.

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«Nicht spektakulär, aber stabil», so kommentierte UKB-CEO Urs Traxel am Dienstag vor den Medien die neusten Urner Wirtschaftsprognosen. Diese werden halbjährlich im Auftrag der Urner Kantonalbank von BAK Basel erstellt. 2010 erhöhte sich das Urner Bruttoinlandprodukt real um 4,8 Prozent (Schweizer Durchschnitt: 2,6 Prozent). Auch für 2011 rechnet BAK Basel mit einem Wachstum von 3,5 Prozent. (Schweizer Durchschnitt: 2,4 Prozent). «Die Stimmung in Uri ist durchwegs positiv», ist Traxel überzeugt.

Umdenken wegen Euro-Schwäche

Wachstumstreiber bleiben das Baugewerbe und die Zulieferbranchen wie Betonlieferanten, die Holzverarbeitung, der Energiesektor und das Transportgewerbe. Aber auch die sonstigen unternehmensbezogenen Dienstleistungen wie Immobilienwesen, Planungs- und Vermessungsbüros profitieren von Aufträgen durch das Tourismusresort. Trotz des angekündigten Arbeitsplatzabbaus bei der Dätwyler AG dürfte die Arbeitslosigkeit insgesamt auf tiefem Niveau stabil bleiben. Keinen leichten Stand haben hingegen die Gastrobetriebe. «Aufgrund des schwachen Euros bleiben ausländische Gäste aus und die Betriebe müssen um die Schweizer Gäste buhlen», sagt Traxel. Die Zukunft sieht vielversprechender aus. Wenn 2013 das Hotel Chedi in Andermatt eröffnet werde, bringe das Chancen für innovative Unternehmer. So prognostiziert BAK Basel für 2011 bis 2016 ein Wachstum von 9,8 Prozent. «Schön wäre es, wenn es im Unterland Vier-Stern-Hotels gäbe», so Traxel. Das würde zusätzliche Impulse bringen.

Markus Zwyssig