GEBÄUDE: Uri verdoppelt die Fördergelder für die Wärmesanierung

Die CO2-Abgabe des Bundes fliesst in das Gebäudesanierungsprogramm des Kantons Uri. Zwei Millionen Franken Beiträge an Wärmeisolierungen sollen ein Mehrfaches an Investitionen auslösen.

Drucken
Teilen
Das Kantonsgebäude auf der Brickermatte: ein Beispiel für energetisch vorbildliches Bauen. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 2. November 2016))

Das Kantonsgebäude auf der Brickermatte: ein Beispiel für energetisch vorbildliches Bauen. (Bild: Florian Arnold (Altdorf, 2. November 2016))

Der Kanton Uri unterstützt die Erneuerung von Gebäudehüllen mit doppelt so viel Geld wie bisher. Pro Quadratmeter Wärmedämmung erhalten Hausbesitzer jetzt 60 statt 30 Franken, wie die Urner Baudirektion mitteilt. Die Förderungsbeiträge sollen für die Isolation der Fassade, des Dachs, der Wände oder des Bodens fliessen.

Dem Kanton Uri stehen rund zwei Millionen Franken für energetisch sinnvolle Sanierungen zur Verfügung. Damit, so rechnet die Baudirekton hoch, werden 2017 rund zehn Millionen Franken Investitionen im lokalen Gewerbe ausgelöst.

Der Bund finanziert, der Kanton verteilt

Die zusätzlichen Finanzen stammen mehrheitlich aus der CO2-Abgabe des Bundes. Mit der aktiven Förderung soll die Gebäudesanierung in einen Schub erhalten. 

Bisher lief das Gebäudesanierungsprogramm über den Bund, seit Anfang Jahr ist es in das kantonale Förderprogramm eingegliedert. Neben Uri zahlen 2017 auch die übrigen Zentralschweizer Kantone deutlich höhere Beträge für die Wärmedämmung. Wie in den Vorjahren werden in Uri 2017 weiterhin Beiträge für Haustechnik (etwa Heizungsersatz) oder Solarenergie gesprochen.

Das Amt für Energie bietet unter der Telefonnummer 041 875 26 88 eine unabhängige Energieberatung für Privatpersonen oder Firmen an. Hier können sich sanierungswillige Eigentümer erste Informationen über einen Beitrag holen. Informationen und ein online-Gesuchsformular.

Seit 1. Januar 2017 können Gesuche über ein Online-Portal eingegeben werden. Die Wegleitung zur Gesuchstellung sowie der Link zum Gesuchportal sind unter www.ur.ch/energie aufgeschaltet. Die Baudirektion empfiehlt die sorgfältige und fachliche Abklärung des Sanierungsbedarfs. Fördergesuche müssen vor Baubeginn eingereicht werden.