GEFAHRGUTTRANSPORTE: Uri sagt Ja, will aber Sanierung abwarten

Die Urner Regierung ist für freie Fahrt für Gefahrguttransporte durch den Seelisbergtunnel. Am Gotthard will sie aber das aktuelle Regime beibehalten.

Bruno Arnold
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Im Seelisbergtunnel soll mit der neuen Regelung für Gefahrguttransporte noch zugewartet werden. (Archivbild Neue LZ/Philipp Schmidli)

Im Seelisbergtunnel soll mit der neuen Regelung für Gefahrguttransporte noch zugewartet werden. (Archivbild Neue LZ/Philipp Schmidli)

Das Bundesamt für Strassen (Astra) will ab 2015 die Beschränkungen für Gefahrguttransporte im 9,25 Kilometer langen Seelisbergtunnel aufheben. Er wäre dann nicht mehr in der restriktivsten Kategorie E eingeteilt, sondern in der Kategorie A, für die freie Fahrt für alle Güter gilt. Die Urner Regierung befürwortet diese Aufhebung grundsätzlich, wie sie in ihrer Antwort auf einen Vorstoss im Landrat schreibt. Allerdings hält sie den Zeitpunkt für «etwas verfrüht». Sie ist der Meinung, dass diese Massnahme erst dann umgesetzt werden sollte, wenn die laufenden Erhaltungsprojekte im Seelisbergtunnel abgeschlossen sind. Dies dürfte frühestens 2016 der Fall sein.

Im Gotthardtunnel nichts ändern

Im Gotthard-Strassentunnel will die Regierung aber am geltenden Kategorie-E-System festhalten. «Eine Aufhebung der Einschränkung würde zweifellos dazu führen, dass der bisherige Umwegverkehr über die Nachbarstaaten und der verlagerte Verkehr zumindest teilweise wieder zurück auf die Schweizer Strassen gelangen könnten», schreibt sie in der Antwort. «Für die Umsetzung der Verlagerungspolitik wäre eine Aufhebung hinderlich».