Erstfeld befindet sich finanziell weiterhin im Aufwind

Mit einem Gewinn von 2000 Franken kann die Energiestadt Erstfeld für das Jahr 2019 ein ausgeglichenes Budget präsentieren. 2019 sind Nettoinvestitionen von gut 2 Millionen Franken vorgesehen.

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Die Gemeinde Erstfeld budgetiert ein Plus von 2000 Franken. (Bild: Urs Hanhart, 7. Juni 2018)

Die Gemeinde Erstfeld budgetiert ein Plus von 2000 Franken. (Bild: Urs Hanhart, 7. Juni 2018)

Der Gemeinderat Erstfeld kann wiederum erfreuliche Zahlen vorlegen. Das Budget 2019 rechnet bei einem Aufwand von 12,197 Millionen Franken und einem Ertrag von 12,199 Millionen Franken mit einem Gewinn von 2000 Franken. «Mit Genugtuung halten wir fest, dass sich die Gemeindefinanzen in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt haben», hält der Gemeinderat in einer Medienmitteilung fest. So konnten im Jahr 2017 zusätzliche Abschreibungen von knapp 900’000 Franken getätigt werden. Das Nettovermögen konnte um 440’000 Franken erhöht werden. Per 31. Dezember 2017 betrug das Eigenkapital 4,71 Millionen Franken. «Diese sehr gute Ausgangslage ermöglicht es, dass die Nettoinvestitionen von rund 5,1 Millionen Franken im laufenden Jahr wie auch die im Jahr 2019 geplanten Investitionen ohne Auswirkungen auf den Steuerfuss verkraftet werden können», schreibt der Gemeinderat. Dieser verbleibt somit unverändert bei 103 Prozent.

Grösste Investition entfällt auf die «Pfaffenmatt»

Für 2019 wird mit Abschreibungen von 605’000 Franken gerechnet. Der Sachaufwand steigt im Vergleich zum Budget 2018 von 1,74 auf 1,89 Millionen Franken an. Bei Ausgaben von 2,13 Millionen und einem Ertrag von 50’000 Franken weist die Investitionsrechnung 2019 eine Nettoinvestitionszunahme von 2,08 Millionen Franken aus. Dies führt zu einer Neuverschuldung (Selbstfinanzierung 603’400 Franken). Die grössten Investitionen entfallen auf die Sportanlage Pfaffenmatt (1 Million Franken) und die Sanierung der Leonhardstrasse mit Kosten von 720’000 Franken. Auf der Leonhardstrasse ist – im Zusammenhang mit den Abschlussarbeiten der Kanalisationssanierung – eine Belagserneuerung im Abschnitt Reussbrücke bis Unterführung Birtschen geplant. Das Kreditbegehren wird der geheimen Abstimmung vom 10. Februar 2019 unterbreitet. Mit der Vorlage des Budgets 2019 wird der Gemeinderat auch im Detail über die Finanzplanung 2020 bis 2022 informieren.

Auch offene Wahlen traktandiert

Neben dem Budget 2019 der Einwohnergemeinde werden die Budgets des Alters- und Pflegeheims Spannort und der Wasserversorgung vorgelegt. Offene Wahlen sind für die Baukommission, die Rechnungsprüfungskommission und den Erstfelder Vertreter im Regionalen Sozialrat Urner Oberland zu treffen. Infolge der Demission von Mitglied Markus Widmer ist eine Ersatzwahl für ein Mitglied des «Spannort»-Verwaltungsrats vorzunehmen. Vorgelegt wird im Weiteren die Revision von drei Rechtserlassen. Es handelt sich um Revisionen des Feuerwehrreglements, der Verordnung über das Personalrecht der Gemeinde Erstfeld und der Nebenamtsverordnung. Traktandiert ist auch das Kreditbegehren von 40’000 Franken als Gemeindebeitrag an das Projekt «Ryyssboogäbrugg». Daneben ist über zwei Einbürgerungsgesuche zu befinden. (mh/bar)

Aufgrund der umfangreichen Traktandenliste beginnt die Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 21. November, im Casinosaal bereits um 19 Uhr.