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Gemeinde Erstfeld will Synergien nutzen und damit Kosten sparen

Am 10. Februar entscheiden die Erstfelder über einen Kredit von 720'000 Franken für die Erneuerung der Leonhardstrasse. Die Gunst der Stunde soll genutzt und die Sanierung mit der Abwasser Uri ausgeführt werden.
Markus Zwyssig
Die Leonhardstrasse in Erstfeld ist dringend sanierungsbedürftig. (Bild: Paul Gwerder (16. November 2018))

Die Leonhardstrasse in Erstfeld ist dringend sanierungsbedürftig. (Bild: Paul Gwerder (16. November 2018))

Die Abwasser Uri hat zwischen Frühjahr und Sommer 2018 eine neue Abwassertransitleitung vom Gebiet Schützen in Silenen bis zur Leonhardstrasse in Erstfeld eingebaut. Von den Bauarbeiten betroffen war die Leonhardstrasse im Bereiche der Reussbrücke bis zur Leonhardskapelle nördlich des «Stängelihauses». Die Abwasser Uri plant, in diesem Bereich im laufenden Jahr den Deckbelag einzubauen.

«Durch die Abwasserleitungsarbeiten der Abwasser Uri können Synergien für eine Sanierung der gesamten Leonhardstrasse genutzt werden», schreibt der Gemeinderat in seiner Botschaft zur Abstimmung vom 10. Februar. Vorgesehen sind Arbeiten am Belag, am Unterbau und an der Entwässerung.

Belagssanierung war seit Längerem geplant

Die Gemeinde Erstfeld beabsichtigt schon seit Längerem eine Belagssanierung der Leonhardstrasse. Das Projekt ist im Strassenunterhaltsprogramm der Gemeinde enthalten. Der Belag und Teile des Strassenoberbaus befinden sich heute in einem schlechten Zustand. Da sich die Abwasser Uri an diesen Kosten beteiligen wird, können für die Gemeinde Erstfeld Synergien genutzt und Kosteneinsparungen erzielt werden.

Die Leonhardstrasse soll auf einer Länge von zirka 880 Metern von der Birtschen-Unterführung bis zur Reussbrücke/Schlossbergstrasse saniert werden. Der nördliche Projektteil, den die Einwohnergemeinde ohne Mitbeteiligung durch Dritte zu sanieren hat, umfasst rund 500 Meter. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich in fünf Etappen ausgeführt. Im südlichen Projektteil, der weitere 380 Meter umfasst, können die Belagsarbeiten zusammen mit der Abwasser Uri in drei Etappen abgewickelt und die Kosten aufgeteilt werden. Im gesamten Sanierungsperimeter wird ein kompletter Ersatz der Deck- und Tragschicht erstellt. Der Belag wird etappenweise und soweit notwendig abgefräst, bevor der neue Deckbelag eingebaut wird. «An der Fundation werden keine Massnahmen ergriffen», schreibt der Gemeinderat. «Vorbehalten bleiben einzelne kleinere Fundationsverbesserungen bei ausgewiesenen Schadenstellen.»

Die Höhenlage der Leonhardstrasse soll beibehalten werden, insbesondere bei den Einfahrten in die Quartiere oder bei Hausvorplätzen. Ebenfalls beibehalten will man die Strassenführung im Bereiche der ehemaligen Landi. Bei den sehr flachen Gefälleverhältnissen der Strasse in Längs- und Querrichtung ist die effiziente Ableitung von Regenwasser schwierig. Bereits kleinste Setzungen oder Unebenheiten in der Strasse führen zu Pfützen und bei Frosttemperaturen sogar zu Eisflächen. Um eine Verbesserung zu erwirken, sind an verschiedenen Orten seitliche Entwässerungsrinnen und leicht grössere Quergefälle geplant.

Gebaut wird während den Sommerferien

Die Arbeiten sollen während der Schulferien zwischen Juli und Mitte August ausgeführt werden. Um die Erreichbarkeit der über die Leonhardstrasse erschlossenen Quartiere und Liegenschaften (unter anderem das Alters- und Pflegeheim Spannort und die Schreinerei Beeler) mit möglichst wenigen Einschränkungen sicherzustellen, sind acht Bauetappen vorgesehen. Anwohnern, die während den Bauarbeiten ihre Fahrzeuge zwischenzeitlich nicht bei ihrer Liegenschaft abstellen können, werden Ersatzparkplätze zur Verfügung gestellt.

«Die Leonhardstrasse ist seit jeher eine wichtige Erschliessungsstrasse im Gebiet zwischen Bahnlinie und Reuss», schreibt der Gemeinderat. «Aufgrund des schlechten Strassenzustands drängt sich eine Sanierung auf.» Mit der gleichzeitigen Ausführung mit den Belagsarbeiten der Abwasser Uri können in verschiedener Hinsicht Synergien genutzt werden. Zudem entfallen in nächster Zeit die heutigen Unterhaltskosten. Die Sanierungskosten von 720'000 Franken halten auch einem Vergleich mit der Strassensanierung und Neugestaltung der Reussstrasse (Kreditbegehren: 1,08 Millionen Franken) sowie dem Ausbau und der Sanierung des Schlenggenwegs (650'000 Franken) stand.

Auch Projekt «Spannort» komm an die Urne

Neben dem Kreditbegehren für die Leonhardstrasse entscheidet das Erstfelder Stimmvolk am 10. Februar auch über bauliche Investitionen beim Alters- und Pflegeheim Spannort von 2,4 Millionen Franken und Gesamtkosten von 6,8 Millionen Franken. Die finanziellen Mittel können aus Rückstellungen sichergestellt und der Umbau ohne Gelder von einer Bank oder der Gemeinde getätigt werden, heisst es in der Botschaft der Gemeinde.

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