Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

GEMEINDEFUSION: Seedorfer sollen grünes Licht für Abklärungen geben

Der Gemeinderat Seedorf will eine Auslegeordnung zu den Auswirkungen einer Fusion mit Bauen machen. Das letzte Wort hätten aber auf jeden Fall die Stimmberechtigten der beiden Gemeinden.
Grünes Licht. (Symbolbild Nadia Schärli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2014))

Grünes Licht. (Symbolbild Nadia Schärli / LZ (Luzern, 1. Oktober 2014))

Die Primar- und Oberstufenschüler von Bauen besuchen den Unterricht bereits seit Jahren in Seedorf, die Gemeindeverwaltung in Seedorf schon länger das offizielle Dienstleistungszentrum für die Anliegen der Einwohner von Bauen. Nun soll auch eine Fusion der beiden politischen Gemeinden thematisiert werden.

«Der Gemeinderat ist bereit, einen Zusammenschluss mit Bauen zu prüfen», erklärt der Seedorfer Gemeindepräsident Max Aschwanden. «Wir wollen aber detaillierte Abklärungen treffen, um den Bürgern klare Entscheidungsgrundlagen präsentieren zu können», betont er. «Um diese Auslegeordnung vorzunehmen, brauchen wir die Zustimmung der Bevölkerung.» Der Gemeinderat will sich deshalb an der Offenen Dorfgemeinde vom 18. Mai das offizielle Verhandlungsmandat erteilen lassen.

Konkret möchte der Gemeinderat Seedorf eine Arbeitsgruppe einsetzen. «Sie soll prioritär die Vor- und Nachteile für beide Gemeinden auf den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Ebenen sauber und ohne Vorurteile analysieren», sagt Aschwanden. «Wir wollen aber auch Abklärungen betreffend der finanziellen Auswirkungen für Seedorf und Bauen treffen, unter anderem etwa, was den Finanz- und Lastenausgleich oder künftige Belastungen im ­Bereich der Infrastrukturen der beiden Gemeinden angeht.»

Bevölkerung in Prozess einbeziehen

Wichtig ist für Aschwanden, dass die Bevölkerung von Seedorf von Anfang an in den Prozess einbezogen und immer transparent über den Stand der Dinge informiert werden kann. «Wir wollen spüren, in welche Richtung die Seedorfer tendieren.» Aschwanden selber vertritt eine dezidierte Meinung: «Eine Fusion darf nicht nur Bauen nützen, sondern sie muss auch der Gemeinde Seedorf etwas bringen.»

Fakt ist: Die Gemeinde Bauen hat ein offizielles Gesuch zur Aufnahme von Fusionsverhandlungen mit Seedorf gestellt. Vertreter der beiden Exekutivbehörden haben sich bereits auch zu einem ersten unverbindlichen Gespräch getroffen. Aschwanden betont aber: «Offizielle Verhandlungen sind wegen der fehlenden Legitimation unsererseits selbstverständlich noch nicht geführt worden. Seedorf steht auch nicht unter Zugzwang, aber wir wollen Hand bieten können», begründet Aschwanden den Mandatsantrag. Er weist in diesem Zusammenhang aber auch auf die baldige kantonale Abstimmung zum neuen Gemeindegesetz hin. «Sagt das Volk am 21. Mai Ja, können wir einerseits beim Kanton einen einmaligen Beitrag an die Projektkosten zur Vorbereitung eines Zusammenschlusses beantragen, anderseits aber auch auf die Mithilfe der Justizdirektion zählen, die für uns Abklärungen treffen und Vorschläge erarbeiten kann.»

Stimmberechtigte haben das letzte Wort

Das letzte Wort zu einer Fusion haben aber in jedem Fall die Stimmberechtigten der beiden Gemeinden. Sie müssten an der Urne über den Fusionsvertrag abstimmen. Für den Zusammenschluss von Seedorf und Bauen wäre die Zustimmung der Mehrheit der Stimmenden beider Gemeinden erforderlich.

Bruno Arnold

bruno.arnold@urnerzeitung.ch

Hinweis

Die Offene Dorfgemeinde findet am Donnerstag, 18. Mai, 19.30 Uhr in der Aula des Kreisschulhauses in Seedorf statt.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.