GEMEINDEFUSIONEN: Z'graggen: «Bauen gibt uns einen Schub»

Der Fall Bauen hat Heidi Z?graggen aufgezeigt: Uri braucht dringend neue Gemeinde­strukturen. Bis in zwei Jahren will sie ein Reformprojekt vorlegen.

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Regierungsrätin Heidi Z'graggen. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Regierungsrätin Heidi Z'graggen. (Bild Urs Hanhart/Neue UZ)

Nach ungewissen Wochen hat das 200-Seelen-Dorf Bauen wieder einen kompletten Gemeinderat und ist politisch wieder handlungsfähig. Die Urner Justizdirektorin Heidi Z?graggen (43) ist froh, dass der Kanton vorderhand nicht eingreifen muss.

Heidi Z?graggen, wochenlang stand Bauen mit nur zwei Gemeinderäten da. Hat Sie die prekäre Situation überrumpelt?
Z?graggen:
Es war sicher neu für uns, weil es in Uri bislang noch nie so weit gekommen ist. Das heisst: Wir mussten unsere gesetzlichen Grundlagen speziell für dem Fall Bauen überprüfen. Und wir haben uns auf eine allfällige Zwangsverwaltung vorbereitet.

Für Zwangsverwaltungen, aber auch für Fusionen fehlen Gesetze. Der neue Bauer Gemeindepräsident Hans Kempf betonte am 28. Januar in unserer Zeitung, die Zeit für eine Fusion sei reif. Fühlen Sie sich unter Druck?
Z?graggen:
Ich empfinde es als positiven Druck. Das Projekt zu einer Gebietsreform ist kantonsintern bereits angelaufen. Wenn nun ein Anstoss von aussen kommt, gibt das dem Geschäft einen Schub. Es zeigt den Behörden auf: Wir müssen die Probleme angehen und sie lösen. Gerade der Fall Bauen führt uns vor Augen, wie notwendig neue Gemeindestrukturen sind.

Interview Sven Aregger

Das ausführliche Interview lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom Sonntag, 1. Februar.