Gemeinderat Erstfeld thematisiert Nadelöhr Unterführung Schlossbergstrasse

An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch, 25. September, haben die Bürger über eine Anpassung der Grundgebühren in der Wasserversorgung zu befinden. Auch zwei Einbürgerungsgesuche werden behandelt.

Markus Herger
Merken
Drucken
Teilen
Nördlich der bestehenden Unterführung soll eine neue Personenunterführung gebaut werden. (Bild: Markus Herger)

Nördlich der bestehenden Unterführung soll eine neue Personenunterführung gebaut werden. (Bild: Markus Herger)

An der Versammlung vom kommenden Mittwoch, 25. September, wird der Gemeinderat eine Orientierung zum Projekt einer neuen Personenunterführung bei der Schlossbergstrasse abgeben. Das Projekt soll in Verbindung mit der von den SBB geplanten Sanierung der Brückenplatte ausgeführt werden. Diese Sanierung ist in der Zeit von Juli bis November 2021 vorgesehen.

Gestützt auf die umfangreichen Abklärungen mit den SBB und dem Kanton kann der geheimen Abstimmung vom 24. November ein Kreditbegehren vorgelegt werden. Dieses beläuft sich auf einen Betrag von rund 1,8 Millionen Franken. Geplant ist eine neue, drei Meter breite Personenunterführung nördlich der heutigen Strassenunterführung. Der westseitige Zugang erfolgt ab dem Trümpihausplatz. Auf der Ostseite wird ein behindertengerechter Zugang im Bereich der Milchküche realisiert.

Mit dem Projekt der SBB besteht nach Ansicht des Gemeinderats die Gelegenheit, das Nadelöhr «Unterführung Schlossbergstrasse» zu entschärfen. Ansonsten läuft die Gemeinde Gefahr, dass in den nächsten 50 bis 80 Jahren keine Verbesserung des heutigen unhaltbaren Zustandes erfolgt.

Zwei Einbürgerungsgesuche werden behandelt

Der Versammlung werden zwei Einbürgerungsgesuche unterbreitet. Es handelt sich um die Einbürgerung von Viktoriya Kosheva, ukrainische Staatsangehörige. Die Bürgerrechtsbewerberin ist seit dem Jahr 2008 in Erstfeld wohnhaft. Ebenfalls eine Einbürgerung wird für Jesika Raja, kosovarische Staatsangehörige, beantragt. Jesika Raja ist seit der Geburt in Erstfeld wohnhaft. Die Bürgerrechtsbewerberinnen haben in Erstfeld die Gemeindeschulen besucht und sind aufgrund des langjährigen Aufenthaltes und ihrer Ausbildungen mit unseren Gebräuchen und Sitten bestens vertraut. Gestützt auf die vorgenommene Prüfung beantragt der Gemeinderat, das Bürgerrecht der Gemeinde Erstfeld zu erteilen.

Rechnungen schliessen positiv

(mh) Vom Gemeinderat werden drei Abrechnungen über Gemeindeversammlungskredite vorgelegt. Es handelt sich um die Abrechnung über den Gemeindebeitrag Sanierung Sportplatz Krump, die Schaffung des neuen Parkplatzes beim Friedhof Erstfeld und den Planungskredit für die Erarbeitung einer Abstimmungsvorlage zur Erneuerung der Schulanlagen Erstfeld.

Alle Abrechnungen schliessen mit Minderkosten ab. Diese betragen bei der Sanierung des Sportplatzes Krump rund 12’300 Franken. Der neue Parkplatz Friedhof mit Gesamtkosten von 119’500 Franken konnte um rund 14’500 Franken günstiger realisiert werden. Zu Lasten der Einwohnergemeinde ergeben sich Kosten von 59’730 Franken. Die katholische Kirchgemeinde leistet einen gleich hohen Beitrag. Ebenfalls positiv schliesst die Abrechnung für den Planungskredit Schulhausplanung ab. Die Verbesserung beträgt 7800 Franken.

Eigenfinanzierungsgrad kann verbessert werden

An der Urnenabstimmung vom Sonntag, 22. September, befinden die Erstfelder über die Gewährung eines Dotationskapitals von 2 Millionen Franken der Einwohnergemeinde an die Wasserversorgung Erstfeld. Mit der Gewährung dieses Dotationskapitals kann der Eigenfinanzierungsgrad der Wasserversorgung massiv verbessert werden. Im Nachgang dazu hat die Gemeindeversammlung über eine Anpassung der Grundgebühren in der Wasserversorgung zu befinden. Beantragt werden Änderungen der Tarifordnung der Wasserversorgung Erstfeld vom 1. Januar 2013. Gemäss Botschaft wird neu eine Grundgebühr für den Gebäudeanschluss von 100 Franken erhoben. Die Grundgebühren für 1- bis 2½-Zimmer-Wohnungen werden von heute 110 Franken auf 90 Franken gesenkt. Die Gebühren für 3- bis 4½-Zimmer-Wohnungen bleiben unverändert bei 130 Franken je Jahr. Für fünf und mehr Zimmer wird die Grundgebühr um 10 auf neu 160 Franken erhöht. Mit 130 Franken unverändert bleiben auch die Grundgebühren für Gewerbe, Industrie und Landwirtschaft. Für die geplanten Tarifanpassungen liegt eine Stellungnahme des eidgenössischen Preisüberwachers vor. Darin wird die Notwendigkeit einer Tariferhöhung zur Sicherstellung der Finanzierung der Wasserversorgung der Gemeinde Erstfeld anerkannt.

Gemäss Antrag des Verwaltungsrats der Gemeindewerke und des Gemeinderats soll den Vorschlägen des Preisüberwachers gefolgt werden. Mit der beantragten Tarifanpassung kann erreicht werden, dass sich die Wasserversorgung Erstfeld künftig aus eigenen Mitteln finanzieren kann.

Die Gemeindeversammlung findet am Mittwoch, 25. September, 20 Uhr, im Kasinosaal statt. Die Unterlagen und Anträge können am Schalter der Gemeindekasse bezogen werden.