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Gemeinderat Wassen will Chance packen

Die CKW möchten im Meiental zusammen mit mehreren Partnern ein Kleinwasserkraftwerk bauen. Und die Standortgemeinde liebäugelt mit einer fünfprozentigen Beteiligung an diesem 37-Millionen-Franken-Projekt.
Urs Hanhart
Paul Hürlimann, Leiter neue Energien CKW, stellte an der Info-Veranstaltung das Kraftwerkprojekt im Meiental vor. (Bild: Urs Hanhart, Wassen, 26. Oktober 2018)

Paul Hürlimann, Leiter neue Energien CKW, stellte an der Info-Veranstaltung das Kraftwerkprojekt im Meiental vor. (Bild: Urs Hanhart, Wassen, 26. Oktober 2018)

Rund 30 Wassner Stimmbürger wohnten am Freitag einer Informationsveranstaltung im Mehrzweckgebäude bei. Dort ging es unter anderem um das Projekt Kleinwasserkraftwerk Meiental der CKW (Centralschweizerische Kraftwerke AG). Das entsprechende Konzessionsgesuch liegt aktuell bis am 12. November bei der Gemeinde und dem Kanton öffentlich auf. Voraussichtlich Anfang 2019 soll der Urner Landrat über die Konzessionserteilung entscheiden. Der Gemeinderat Wassen hat sich bezüglich dieses Projekt Gedanken über eine mögliche Beteiligung an der noch zu gründenden Kraftwerk Meiental AG gemacht. Er sieht darin eine grosse Chance für die Gemeinde, die es zu packen gelte.

Paul Hürlimann, Leiter erneuerbare Energien bei den CKW, stellte das Kraftwerkprojekt eingehend vor. «Wir möchten die Wasserkraft oberhalb von Fedenbrügg zur Erzeugung von erneuerbaren Energien nutzen und damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Ziele der Energiestrategie des Kantons und des Bundes leisten», sagte er. Geplant sei eine regional verankerte Trägerschaft mit Standort in Wassen. Betrieb und Unterhalt sollen möglichst regional organisiert werden. «Genutzt werden soll lediglich der untere Teil der Meienreuss. Beim Projekt handelt sich um ein so genanntes Laufkraftwerk. Dafür braucht es keinen Stausee, sondern nur ein Wehr mit Fassung. Die Druckleitung ist 3,2 Kilometer lang und die Kraftwerkzentrale mit zwei Peltonturbinen und einer installierten Leistung von 10 Megawatt befindet sich in Fedenbrügg.»

Strom für 7100 Haushalte

Das Kraftwerk Meiental soll dereinst 31 Gigawattstunden Strom pro Jahr produzieren, was für die Versorgung von 7100 Haushalten ausreicht. Das Projekt kostet 37 Millionen Franken und die Bauzeit soll rund 2,5 Jahr betragen. Die Zusagen für die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) sind gemäss Hürlimann vorhanden und zwar für die ersten 25 Jahre.

Beabsichtigt ist als Trägerschaft des Projekts die Kraftwerk Meiental AG zu Gründen mit den CKW als Hauptaktionär. Voraussetzung ist allerdings, dass der Landrat die entsprechende Konzession erteilt. Erst danach kann die AG aus der Taufe gehoben werden. Mit im Boot sind auch der Kanton Uri und die Korporation Uri. Geprüft wird auch eine Beteiligung des EWA und der Standortgemeinde Wassen.

Der Gemeindrat Wassen setzt sich für eine fünfprozentige Beteiligung an diesem Kraftwerkprojekt ein. «Wir könnten damit die Energiestrategie des Kantons unterstützen. Und ohne diese Beteiligung hätten wir nichts vom Wasser der Meienreuss», sagte Gemeindepräsidentin Kristin T. Schnider. «Zudem erhält unsere Gemeinde Einsitz im Verwaltungsrat und hat dadurch ein gewisses Mitspracherecht. Es handelt sich um eine langfristige Investition, die auch für nächste Generationen wichtig ist.» Die allfällige Beteiligung an der Kraftwerk Meiental AG wird Ende November an der nächsten Gemeindeversammlung nochmals aufs Tapet gebracht.

Neuer Konzessionsvertrag mit dem EWA

An der gleichen Info-Veranstaltung orientierte Andreas Bissig, Leiter Netz EWA, zudem über den neuen Konzessionsvertrag zwischen der Elektrizitätswerk Altdorf (EWA) AG als Verteilnetzbetreiberin und der Einwohnergemeinde Wassen. Sämtliche betroffenen Gemeinden ausser Wassen haben den Konzessionsvertrag bereits im letzten Jahr unterzeichnet. Da der ursprüngliche Konzessionsvertrag im Juni 2019 abläuft, hat der Gemeinderat den neun Kontrakt nun anerkannt. Neu obliegt es der Gemeindeversammlung, über Höhe der Konzessionsabgaben zu bestimmen. Auch dieses Geschäft ist an der offenen Dorfgemeinde vom 30. November traktandiert.

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