Gemeindeversammlung
Knapp 1 Million Franken Gewinn: Einwohnergemeinde Erstfeld präsentiert solide Zahlen

An der Gemeindeversammlung vom 9. Juni werden die Jahresrechnungen der Einwohnergemeinde, des «Spannorts» und der Gemeindewerke zur Genehmigung vorgelegt. Traktandiert ist auch ein Kreditbegehren für die Sanierung des Parkplatzes Bärenboden.

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(RIN) Bei Aufwendungen von 12,008 Millionen Franken und Erträgen von 12,991 Millionen Franken schliesst die Jahresrechnung der Einwohnergemeinde Erstfeld mit einem Gewinn von 983'293 Franken ab. Das gute Rechnungsergebnis erlaubt zusätzliche Abschreibungen von rund 1 Million Franken, wie die Einwohnergemeinde Erstfeld in einer Mitteilung festhält. Nach Vornahme der zusätzlichen Abschreibungen wird ein Gesamtergebnis von 23'293 Franken ausgewiesen. Dieser Gewinn wird dem Bilanzüberschuss gutgeschrieben.

Die Einwohnergemeinde Erstfeld weist ein Eigenkapital von 4,708 Millionen Franken aus.

Die Einwohnergemeinde Erstfeld weist ein Eigenkapital von 4,708 Millionen Franken aus.

Bild: Boris Bürgisser (Erstfeld, 10. November 2019)

Zum besseren Abschluss hätten unter anderem höhere Erträge aus dem Finanz- und Lastenausgleich sowie bei den Steuern geführt. Bei diesen beiden Positionen wurden im Vergleich zum Budget Mehreinnahmen von 499'000 Franken verbucht. Bei der wirtschaftlichen Hilfe und der Pflegefinanzierung sind die Aufwendungen um 200'000 Franken tiefer ausgefallen. Die Einwohnergemeinde Erstfeld weist aktuell ein Eigenkapital von 4,708 Millionen Franken aus.

36 Gigawattstunden elektrische Energie produziert

Für die Gemeindewerke Erstfeld ist das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 mit einem Betriebsgewinn von rund 1,037 Millionen Franken erfreulich ausgefallen. Im Bereich Elektrizitätsversorgung wurde ein Gewinn von 718'619 Franken erwirtschaftet. Die Kraftwerke Bocki I und II produzierten rund 36 Gigawattstunden (GWh) elektrische Energie. Ebenfalls ein Gewinn resultiert bei der Sparte Wasserversorgung. Dank höherer Tarifeinnahmen, gesunkener Betriebskosten und einer Steigerung der erbrachten Dienstleistungen konnten zusätzliche ausserordentliche Abschreibungen getätigt werden.

Im Reservoir Flüe fanden umfangreiche Unterhaltsarbeiten statt und in der Gotthardstrasse wurden über 500 Meter Hauptwasserleitung ersetzt. Der Bereich Wasserversorgung weist einen Betriebsgewinn von 125'861 Franken aus. Der Umsatz des Dienstleistungsbereichs betrug im Jahr 2020 4'365'068 Franken. Es wurde ein Betriebsgewinn von 193'060 Franken erzielt. Dank des massiv gesteigerten Umsatzes konnten auch in diesem Bereich zusätzliche Abschreibungen getätigt werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Geschäftsbericht 2020 ist ersichtlich, dass im vergangenen Jahr von den Gemeindewerken 32'486 Franken zur Förderung von energieeffizienten Haustechnikanlagen und Haushaltgeräten ausbezahlt wurden. Nach Rückstellungen und ausserordentlichen Abschreibungen resultiert bei den Gemeindewerken im Geschäftsjahr 2020 ein Unternehmensergebnis von 427'234 Franken.

Das Erstfelder Stimmvolk hat im Jahr 2019 den baulichen Investitionen beim «Spannort» in den Jahren 2019 bis 2021 zugestimmt. Mitte 2020 konnte die erste Bauetappe abgeschlossen und der neue Personalraum mit Garderoben und Sitzungszimmer bezogen werden. Im Dezember 2020 konnte die zweite Etappe (Küche, Lift / Ver- und Entsorgung) realisiert werden.

Defizit beim «Spannort»

Die Rechnung 2020 des «Spannorts» weist bei einem Aufwand von 6,37 Millionen und einem Ertrag von 6,237 Millionen Franken einen Fehlbetrag von 133'327 Franken aus. Dieses Defizit sei teilweise auf die Coronapandemie zurückzuführen. So ist der Erlös bei der Cafeteria im Vergleich zum Budget um 29'925 Franken tiefer ausgefallen. Beim medizinischen Bedarf sind Mehrausgaben von 26'409 Franken für Coronaschutzmaterial getätigt worden. Die Löhne liegen um 86'075 Franken über dem Budget. Im Jahr 2020 waren ausserordentlich viele personelle Ausfälle zu verkraften (Krankheit, Unfall und Quarantäne). Zusatzdienste wegen Corona oder des Umbaus hätten ebenfalls zu höheren Personalkosten beigetragen.

Gleichzeitig ergaben sich durch den Verzicht auf Schulungen und das Personalfest Einsparungen von 26'097 Franken. Die Sanierung der Lingerie hat zu zusätzlichen Kosten von 25'292 Franken für das externe Waschen geführt. Aufgrund des tieferen Pflegebedarfs ist der Erlös aus Pflegetaxen um 29'925 Franken tiefer ausgefallen als budgetiert. Der Verlust 2020 wird mit dem vorhandenen Eigenkapital von
654'949 Franken verrechnet.

110'000 Franken für Parkplatz Bärenboden beantragt

Für die Sanierung des Parkplatzes Bärenboden beantragt der Gemeinderat einen Kredit von 110'000 Franken. Der Parkplatz wird als Schotterparkplatz belassen und folglich frisch eingekoffert. In der Mitte des Platzes und entlang des Bärenbodenwegs wird eine demontierbare Kette angebracht. Die Parkplätze werden mit Linien oder durch die Pfosten der Kette signalisiert. Zur Förderung der Elektromobilität werden vier Parkfelder mit Ladestationen ausgerüstet. Bei Bedarf können nachträglich weitere Ladestationen installiert werden. Der Strom wird bei schönem Wetter von der PV-Anlage des Pfadiheims Uri bezogen.

Die Versammlung findet am Mittwoch, 9. Juni, um 20 Uhr im Kasinosaal statt. Das Tragen einer Schutzmaske ist vorgeschrieben. Weitergehende Massnahmen werden vorbehalten. Die Unterlagen und Anträge können am Schalter der Gemeindekasse bezogen werden.