Gemeindeversammlung

Seelisberger stimmen kostenpflichtigen Parkplätzen zu

Das Budget sieht einen Verlust von 76‘000 Franken vor. Investiert wird in ein Fahrzeug für den Strassenunterhalt sowie die neue Parkplatzbewirtschaftung.

Christoph Näpflin
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Blick auf den Parkplatz Schillerbalkon.

Blick auf den Parkplatz Schillerbalkon.

Bild: Christoph Näpflin (Seelisberg, 30. Oktober 2020)

Sie haben einer neuen Parkplatzverordnung einstimmig zugestimmt und das leicht defizitäre Budget 2021 genehmigt: Unter Einhaltung von strengen Schutzmassnahmen nahmen 47 Stimmberechtigte und 2 Gäste an der Gemeindeversammlung vom Freitagabend in der Turnhalle Seelisberg teil. Alle Mitglieder der Rechnungsprüfungs- sowie auch der Gästetaxenkommission wurden in ihren Ämtern bestätigen. Die Sanierung der Treibstrasse ist nun abgeschlossen.

Gemeindepräsidentin Judith Durrer

Gemeindepräsidentin Judith Durrer

Bild: PD

Nach der Ablehnung eines Kredits für die Strassenanpassung im Bereich vom Dürrenseeli zwischen Emmetten und Seelisberg hat der Nidwaldner Landrat für die Instandsetzung der Notstrasse in diesem Bereich einen Beitrag ins Budget 2021 aufgenommen. «So ist bei einer drohenden Strassenüberschwemmung die Zufahrt nach Seelisberg sichergestellt» sagte Gemeindepräsidentin Judith Durrer.

Wie in vielen Gemeinden der Region ist das Parkieren auf den öffentlichen Plätzen somit ab dem kommenden Frühling auch in Seelisberg nicht mehr gratis. Gleichzeitig schafft die Gemeinde zwei Parkplätze für Elektroautos und erweitert die Parkmöglichkeiten an der Wyssigstrasse. Die dazu nötige Verordnung genehmigte die Gemeindeversammlung einstimmig. Das Parkplatzreglement des Gemeinderates sieht vor, dass die erste Stunde Parkieren kostenlos bleibt. «Die Parkplatzbewirtschaftung auf den öffentlichen Plätzen war im Gemeinderat schon lange ein Thema. Mit der neuen Verordnung wollen wir auch der in diesem Jahr entstandenen Parkplatzsituation im Dorf Rechnung tragen», erklärte die Gemeinderätin Sonja Truttmann.

Gemeinderat ist bei Budgetierung der Steuereinnahmen vorsichtig

Der Rechnungsvoranschlag der Einwohnergemeinde rechnet mit einem kleinen Fehlbetrag. Während sich die Aufwände im Rahmen der Vorjahre bewegen, ist der Gemeinderat bei der Budgetierung der Steuereinnahmen vorsichtig. Der Voranschlag der Einwohnergemeinde sieht bei Aufwänden von 2,95 Millionen Franken einen Verlust von 76‘000 Franken vor. Die Bruttoinvestitionen im kommenden Jahr betragen 315‘000 Franken, wovon allein 125‘000 Franken auf ein Fahrzeug für den Strassenunterhalt und 80'000 Franken für die neue Parkplatzbewirtschaftung entfallen.

Voller Freude konnte der Kirchenrat zudem über die abgeschlossene Orgelrenovation berichten. «Die Spendenaktion für dieses Kulturobjekt war überwältigend. Damit konnte fast die Hälfte der Kosten für die Renovation von 62‘000 Franken gedeckt werden», sagte Kirchenratspräsident Edy Huser, verbunden mit einem grossen Dankeschön an alle Spender. Sobald es die Situation erlaubt, werden alle zum Dank zu einem Orgelkonzert nach Seelisberg eingeladen.

Kinder dürfen Samichlaus in der Kirche besuchen

Für Monika Odermatt nimmt nach zehn Jahren Ratsmitgliedschaft Andreas Schmidt Einsitz im Kirchenrat. Aufgrund der aktuellen Situation wird der Samichlaus in diesem Jahr keine Hausbesuche machen. Dafür dürfen Familien und Kinder den Samichlaus kommende Woche am Sonntag in der Kirche besuchen. Kirchenrätin Doris Egloff sagte: «Auf diese Weise können wir die wunderschöne Tradition doch noch aufrechterhalten und die Kinder müssen nicht auf den Samichlaus verzichten.»