Gemeindeversammlung
Strassen und Schule stehen in Unterschächen im Zentrum

Die Rechnung der Gemeinde ist klar gutgeheissen worden. Informiert wurde darüber, wie die Arbeiten an den Strassen und bei der Kreisschule weitergehen.

Markus Zwyssig
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Unterschächen hat von der Coronapandemie profitiert.

Unterschächen hat von der Coronapandemie profitiert.

Bild: Boris Bürgisser

Die Coronapandemie hat auch ihre «positiven» Aspekte. Das zeigte der Unterschächner Gemeindepräsident Iwan Imholz am Donnerstagabend an der Gemeindeversammlung den 23 Stimmberechtigten auf. So haben die Wintersportarten Skitouren und Langlaufen einen sehr grossen Aufschwung erlebt. Die Langlaufloipe wurde sehr stark genutzt. Auch hat vermutlich das Brunnital in den vergangenen Saisons noch nie so viele Touristen gesehen.

Mit Stolz verwies Iwan Imholz auf die Erfolgsgeschichte des Dorfladens, der das 5-Jahr-Jubiläum feiern kann. Neben einigen Arbeitsplätzen trägt der Laden viel zu einem intakten Dorfleben bei, gab er sich überzeugt.

Der Dorfladen gibt es bereits seit fünf Jahren.

Der Dorfladen gibt es bereits seit fünf Jahren.

Bild: Urner Zeitung

Spiringen und Unterschächen haben seit über
40 Jahren eine gemeinsame Kreisschule, auch im Bereich des Kindergartens arbeitet man zusammen. Seit 2010 gibt es einen gemeinsamen Schulrat. Die beiden Gemeinderäte haben zusammen mit dem Schulrat eine Projektgruppe mit dem Auftrag «Optimierung der Organisation und Strukturen der Schulen Schächental» eingesetzt. Erste Resultate aus der Projektgruppe werden diesen Herbst erwartet. Iwan Imholz orientierte über die Sanierung des Kreisschulhauses in Spiringen. 2018 und 2020 wurden die erste und die zweite Bauetappe ausgeführt. Es ist geplant, dass 2021 und 2022 die beiden nächsten beziehungsweise letzten Baulose ausgeführt werden.

Gemeindepräsident Iwan Imholz.

Gemeindepräsident Iwan Imholz.

Bild: Urner Zeitung

Mehrkosten von rund 5 Prozent

Wie ein Zwischenbericht aufzeigt, fallen gegenüber dem Kostenvoranschlag für die Baumeisterarbeiten zur Erdbebensicherheit, zum Brandschutz, zur Totalsanierung der WC-Anlagen im Erdgeschoss sowie zu Arbeiten am Elektrotableau und der Heizungssteuerung Mehrkosten an. Zudem werden auch diverse Planerhonorare teurer. Die Spirgner und Unterschächner haben 2017 einem Kredit von 5,2 Millionen Franken zugestimmt. Die aktuelle Kostenübersicht weist Kosten von
5,47 Millionen aus. Die zu erwartenden Mehrkosten betragen somit 250'000 Franken. Das entspricht rund 5 Prozent.

Grosszügige Unterstützung für die Sanierung der Kreisschule

Gemeindepräsident Iwan Imholz stellte erfreut fest, dass die Sanierung der Kreisschule von der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden mit Spendengeldern von über einer Million Franken unterstützt wird. Im Weiteren wurden mit dem Projekt für die energetische Sanierung ein Kantonsbeitrag von 250'000 Franken ausgelöst. Zudem hat die Firma Eternit AG eine Gutschrift für eine Materiallieferung von 40'000 Franken gewährt.

Das Temp Camp in Unterschächen war insbesondere am Wochenende sehr beliebt.

Das Temp Camp in Unterschächen war insbesondere am Wochenende sehr beliebt.

Bild: PD

Nachfrage nach Alterswohnungen war zu gering

Das Projekt Brunnital mit total 16 Wohnungen wurde nur zur Hälfte realisiert. Ein Block mit acht Wohnungen ist entstanden. Für den Bau des zweiten Wohnhauses wurde die Stiftung «Wohnen im Alter» gegründet. Dieser ist jedoch nicht gelungen, die nötigen finanziellen Mittel zu beschaffen. Unter anderem war die Nachfrage nach Alterswohnungen nicht oder zu wenig vorhanden. Der Gemeinderat ist mit dem Stiftungsrat im Kontakt und prüft die Auflösung der Stiftung und Varianten für die Verwendung des Stiftungskapitals. Es darf aber erfreut festgestellt werden, dass das Bauland mitten im Dorf zwischenzeitlich an zwei junge Familien verkauft und ein Bauprojekt «Doppeleinfamilienhaus» zur Bewilligung eingereicht wurde.

Verwalter Alois Arnold erläuterte den Anwesenden die Gemeinderechnung 2020. Diese schliesst mit einem Mehrertrag von 27'322 Franken ab. Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 1,6 Millionen Franken. Die Rechnung der Wasserversorgung schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 83'947 Franken ab (wir berichteten). Die Unterschächner genehmigten die Zahlen ohne Gegenstimme.

Check in Höhe von 150'000 Franken bekommen

Gemeinderat Reto Müller orientierte über den Stand der Sanierung der Gemeindestrassen. Die erste Etappe wurde mit der Sanierung der Bielenstrasse im vergangenen Jahr umgesetzt. Anfang April wurde die zweite Etappe mit der Strasse in die Lunzihofstatt und in das Quartier Mätteli ausgelöst. Im Weiteren werden zwei Brücken entlang des Grenchnerweges auf Anfang Juni saniert. Voraussichtlich wird im nächsten Jahr die letzte Etappe des vom Stimmvolk bewilligten Projekts ausgelöst. Reto Müller bedankt sich bei der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden für die Checkübergabe von 150'000 Franken für das Projekt.

Markus Schuler orientierte über eine notwendige Anpassung der Baugebühren und sonstige Gebühren. Die bestehende Verordnung ist mehr als zwanzig Jahre alt. Der Gemeinderat hat Vergleiche mit fünf anderen Gemeinden gemacht und eine moderate Anpassung vorgenommen.

Pfarrhaus soll nicht saniert werden

Im Anschluss an die Gemeindeversammlung fand die Kirchgemeindeversammlung statt. Die Rechnung 2020 wurde ohne Gegenstimme genehmigt. Der Präsident informierte die Versammlung unter anderem über verschiedene Arbeiten und über den Entscheid des Kirchenrates, auf die Sanierung des Pfarrhauses vorläufig zu verzichten.