Gemeindeversammlung
Zweite Röhre und Fernwärmenetz: Göschener erhalten Infos aus erster Hand

Nebst den Zahlen der Jahresrechnungen 2020 der Gemeindeverwaltung und des Elektrizitätswerks informieren Vertreter des Bundesamts für Strassen und das EW Göschenen.

Markus Zwyssig
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Die Gemeinde Göschenen wird in den nächsten Jahren stark vom Bau der zweiten Röhre des Gotthardstrassentunnels geprägt sein.

Die Gemeinde Göschenen wird in den nächsten Jahren stark vom Bau der zweiten Röhre des Gotthardstrassentunnels geprägt sein.

Bild: Manuela Jans-Koch (Göschenen, 6. Oktober 2019)

In Göschenen haben die Arbeiten für den Bau der zweiten Röhre am Gotthard begonnen. So wurden inzwischen die Steinschlagschutznetze montiert. Nun werden Service- und Infrastrukturstollen sowie Zugangsstollen in Angriff genommen. Die Baustelle für das Grossprojekt in Göschenen wird eingerichtet und vorbereitet. Auf dem Gebiet des Werkhofs und dem Areal Eidgenössisches tut sich einiges. Vertreter des Bundesamts für Strassen (Astra) präsentieren daher vorgängig an der Gemeindeversammlung am Freitagabend in Göschenen die aktuellen und geplanten Arbeiten.

Die Göschener befinden an der Gemeindeversammlung am Freitag über die Gemeinderechnung 2020. Diese schliesst bei einem Aufwand von 1,979 Millionen Franken und einem Ertrag von 1,92 Millionen Franken mit einem Aufwandüberschuss von 58'460 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 193'650 Franken. Ende 2020 lag das Eigenkapital bei 257'547 Franken.

Zu den Verbesserungen gegenüber dem Budget haben die Minderausgaben beim Nettokostenanteil an die Kreisschule Urner Oberland von 50'901 Franken und Mehreinnahmen bei den Grundstückgewinnsteuern von 1,1 Millionen Franken beigetragen. Mehrausgaben sind bei der Wasserversorgung zu verzeichnen. Beim Bau der Fernwärmeleitung durchs Dorf Göschenen konnten verschiedene Abschnitte der Wasserversorgung Göschenen repariert und saniert werden. Beim Rientalweg wurde eine Mauer saniert. Verschiedene Organisationen beteiligen sich an den Kosten. Nach Eingang aller Beteiligungen bleiben für die Gemeinde Göschenen Restkosten von 5000 Franken.

An der Frühjahrsgemeindeversammlung wurde beschlossen, den Zeigerstand zurückzubauen. Die Gesamtkosten dafür beliefen sich auf 21'037 Franken.

Abbruch der alten Gemeindekanzlei in Göschenen.

Abbruch der alten Gemeindekanzlei in Göschenen.

Bild: PD

Im vergangenen Jahr wurden Nettoinvestitionen von 210'284 Franken getätigt. Diese setzen sich zusammen aus 19'386 Franken für die Planungsstudie der neuen Gemeindekanzlei, 11'481 Franken für die Planungskosten zur Radonsanierung, 69'581 Franken für die Sanierung der Strasse Winterhalte, 27'193 Franken für den Unterhalt des Wasserleitungsnetzes, 37'533 Franken für den Kredit zur Verlegung der Wasserleitung sowie 45'108 Franken für die Instandstellung der Sturmschäden.

Vorgelegt wird an der Gemeindeversammlung auch die Jahresrechnung des Elektrizitätswerks Göschenen. Diese schliesst bei einem Aufwand von 1,043 Millionen Franken und einem Ertrag von 1,053 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von 9762 Franken ab. Das Ergebnis liegt rund 2000 Franken über dem Budget. Das Eigenkapital beträgt 371'522 Franken.

Die Nettoinvestitionen belaufen sich auf 1,666 Millionen Franken. Den Hauptteil machen die Fernwärmeleitung durchs Dorf mit 1,161 Millionen Franken sowie durch Oberdorf mit 128'683 Franken aus. Dazu kommen die Verlegung der Kabelschutzrohre für 339'884 Franken sowie die Anschaffung der Smartmeter von 37'340 Franken.

Nach der Präsentation der Zahlen der Jahresrechnungen informiert Patrick Imholz, Verwaltungsratspräsident des Elektrizitätswerks Göschenen, über das Fernwärmenetz.

Blick ins Sitzungszimmer in der neuen Gemeindekanzlei in Göschenen.

Blick ins Sitzungszimmer in der neuen Gemeindekanzlei in Göschenen.

Bild: PD

Hinweis: Die Gemeindeversammlung in Göschenen findet am Freitag um 18.30 Uhr in der Aula elf-elf statt. Es wird eine Teilnehmerliste geführt. Zudem gilt Maskenpflicht.