Generalversammlung
Spirgner Schützen blicken auf ein Event-armes aber erfolgreiches Vereinsjahr zurück

Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte stimmt die Schützengesellschaft Spiringen über ihre Traktanden auf schriftlichem Wege ab.

Georg Epp
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Die Website der Schützengesellschaft (SG) Spiringen beginnt unter anderem mit dem Spruch: «Gemeinsam Erfolge feiern, und immer wieder ins Schwarze treffen.» Dies war im vergangenen Coronajahr nur in kleinem Rahmen möglich. Die Pandemie verhinderte viele traditionsreiche Schiessanlässe und damit auch das kameradschaftliche Zusammentreffen. Das Jahresprogramm ging für einmal ohne Cupschiessen, Freundschaftsschiessen mit der SG Unterschächen, Rütlischiessen, Familienabend und Klausschiessen über die Bühne. Corona verhinderte nun auch die Generalversammlung, die am vergangenen Samstag, 23. Januar, vorgesehen war.

Vereinspräsident Dani Baumann sicherte sich an den Schweizer Meisterschaften im Karabiner Zweistellungsmatch die Bronzemedaille.

Vereinspräsident Dani Baumann sicherte sich an den Schweizer Meisterschaften im Karabiner Zweistellungsmatch die Bronzemedaille.

Bild: PD

Erstmals in der Vereinsgeschichte gab es eine schriftliche Generalversammlung, die Jahresberichte vom Präsidenten, Schützenmeister und Jungschützenleiter wurden auf der Website aufgeschaltet. Ausser bei den Jungschützen wurden im Coronajahr keine Vereinsmeisterschaften gewertet, die Geheimnisse des verdeckt geschossenen Fleischstiches am Ausschiessen wurden so auch auf der Website gelüftet. Mit einem Traumergebnis von 365 Punkten distanzierte Daniel Arnold, Grossobermatt, seine engsten Konkurrenten Stini Gisler und Petra Furrer um mindestens 7 Punkte.

Jungschützen sind nach wie vor top

Im Jahresbericht des Präsidenten Dani Baumann wurden Höhepunkte des speziellen Vereinsjahres nochmals aufgelistet. An der DV des Kantonalverbandes konnte Walter Kampf die 4. Feldmeisterschaftsmedaille in Empfang nehmen und in der Jahresmeisterschaft der Nachwuchskategorie U19 bis U21 gab es einen Dreifachsieg für die SG Spiringen durch Ivan Gisler, vor Fabio Schuler und Silvan Gisler. Ivan Gisler gewann auch die Kantonale Jungschützenmeisterschaft. Die interne JS-Jahresmeisterschaft der SG Spiringen dominierte Silvan Gisler klar vor Fabio Schuler und Valentin Gisler, nicht weniger als 21 Jungschützinnen und Jungschützen begleiteten Jungschützenleiter Thomas Arnold und seine Helfer durchs nicht einfache Coronajahr. Als Kantonalmeister qualifizierte man sich erneut für die Schweizerische Jungschützen-Gruppenmeisterschaft in Emmen. In der Besetzung Gilles Zgraggen, Fabian Imhof, Janis Arnold und Raphael Müller reichte es für Rang 62 in der Endabrechnung.

Mit einem Grillabend mit Apéro im Freien feierte die Gesellschaft etwas verspätet die neue Schützenstandküche, die nach einem Wasserschaden in Eigenregie mit vielen Frondienststunden realisiert wurde. Am verspäteten Saisonstart, am Freundschaftsschiessen auf dem Urnerboden vom 2. August, gab es einen überzeugenden Dreifachsieg durch Präsident Dani Baumann, vor Theo Imhof und Sepp Arnold («Sturnä») mit hohen Resultaten. Nach der letztjährigen Niederlage klappte es diesmal auch wieder mit dem Sektionssieg.

Bronze an der Schweizer Meisterschaft für Dani Baumann

Drei Spirgner Schützen qualifizierten sich erneut für die Schweizer Einzelmeisterschaften, nämlich Urs Vetter, Pirmin Herger und Dani Baumann. Für Dani Baumann gab es am 1. September einen unvergesslichen Tag, mit einem Superergebnis von 545 Punkten sicherte er sich die Bronzemedaille in der Sparte Karabiner Zweistellungsmatch. Für Dani Baumann war es speziell, neben der zurückgetretenen Nationalmannschaftsschützin Marina Mathis, Ennetmoos, und dem ehemaligen Rütlisieger Fritz Rohrbach auf dem berühmten Stockerl zu stehen. Für Dani Baumann war es nach zweimal Gold bereits die 3. Medaille an Schweizer Meisterschaften. Am Feldschiessen, das wegen der Pandemie erst im September und nur vereinsintern über die Bühne ging, waren Jungschütze Raphael Müller, Augustin Gisler, Walter Kempf und Kilian Imholz die Besten mit je 68 Punkten. Mit dem 50. Feldschiessen-Kranz gelang Altpräsident Josef Arnold («Chocher») ein spezielles Jubiläum. Den ersten Kranz erkämpfte er im Jahre 1968, und ab 1976 erfüllte er lückenlos die geforderte Kranzlimite. Adi Arnold gewann den Ausschiesset, gefolgt von der Sekretärin Edith Arnold und der Standwirtin Lisbeth Gisler. Beim Schafstich feierte man mit Toni Gisler einen neuen Sieger. Am Schluss seines Jahresberichtes meinte Dani Baumann: «Die Krise hat uns schon viel abverlangt, und je länger es geht, desto mehr sehnen wir uns, die Pandemie hinter uns zu haben. Behalten wir kühlen Kopf, bleiben wir optimistisch und machen das Beste aus der Situation.»

Am eidgenössischen Feldschiessen vergangenen Jahres feierte Josef Arnold («Chocher») die 50. Kranzauszeichnung.

Am eidgenössischen Feldschiessen vergangenen Jahres feierte Josef Arnold («Chocher») die 50. Kranzauszeichnung.

Bild: PD

Vorstand bleibt unverändert

Auch wenn der Abstimmungstalon spätestens bis am 6. Februar 2021 eingesandt werden muss, ist man sich einig, dass es zu den Traktanden überall ein klares «Ja» geben wird. Erfreulich sei, dass der Vorstand unverändert beisammen bleibt, im Wahlturnus standen Sekretärin Edith Arnold, Jungschützenleiter Thomas Arnold, Schützenmeister Markus Arnold und Anlagewart Karl Arnold. Nicht im Wahlturnus waren Präsident Dani Baumann, Kassier Pirmin Herger und Standchef Dominik Arnold. Trotz eines Verlusts von rund 3500 Franken präsentierte Kassier Pirmin Herger ein wesentlich besseres Ergebnis als budgetiert. Als Ersatz für den zurückgetretenen ersten Rechnungsrevisor Alois Gisler konnte Augustin Gisler verpflichtet werden. Gleich vier ehemalige Jungschützen – Gustav Gisler, Fabian Imhof, Stefanie Arnold und Fabio Schuler – konnten als neue Aktivmitglieder im Verein aufgenommen werden. Hans Arnold und Lisbeth Gisler erreichten die erste Feldmeisterschaftsmedaille (FM) für je acht Anerkennungskarten Obligatorisch und Feldschiessen. Die vierte FM-Medaille könnten Thomas Kempf und Alois Kempf an der DV des Kantonalverbandes vom 13. März in Empfang nehmen, falls die Versammlung wegen der aktuellen Coronasituation möglich wird.