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Georg Simmen übernimmt Zepter

Die SRG Uri hat nicht nur den Vorstand, sondern auch die Statuten erneuert. In einem spannenden Podiumsgespräch mit prominenten Gästen ging es um die Wahrnehmung des Kantons Uri in den Medien.
Paul Gwerder
Der Vorstand der SRG Uri; von links: Michael Meier, Adi Zurfluh, Edith Baumann Renner, der neue Präsident Georg Simmen, die beiden neuen Vorstandsmitglieder Stephanie Gisler und Tobias Arnold sowie Theo Ziegler. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 24. Oktober 2018)

Der Vorstand der SRG Uri; von links: Michael Meier, Adi Zurfluh, Edith Baumann Renner, der neue Präsident Georg Simmen, die beiden neuen Vorstandsmitglieder Stephanie Gisler und Tobias Arnold sowie Theo Ziegler. (Bild: Paul Gwerder, Altdorf, 24. Oktober 2018)

Am vergangenen Mittwochabend fand im «Working Point» in Altdorf die GV der SRG Uri statt. Präsidentin Edith Baumann Renner konnte als prominente Gäste auch Karin Portmann, Redaktionsleiterin Regionaljournal Zentralschweiz von Radio SRF, und Mario Poletti, Redaktionsleiter Rundschau von Fernsehen SRF, willkommen heissen.

In ihrem Jahresrückblick erwähnte die Präsidentin das grosse Engagement, das die SRG Uri unter der Leitung von Sektionsmitglied Markus Renner im Zusammenhang mit dem Abstimmungskampf zur «No-Billag»-Initiative» an den Tag gelegt habe. «Der unermüdliche Einsatz bei verschiedenen Standaktionen hat sich gelohnt», freute sich die Präsidentin. «Der Kanton Uri hat hinter Luzern das zweitbeste Ergebnis erzielt und die Initiative mit 71,6 Prozent deutlich abgelehnt.

Ein weiteres Highlight sei das Public Viewing der Serie «Der Bestatter» im Cinema Leuzinger, gewesen. «Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, und ein besonderes Erlebnis war das an-schliessende Fotoshooting mit den Schauspielern.»

Vorstandsmitglied und Jurist Michael Meier hatte die Aufgabe übernommen, die aus dem Jahr 2002 stammenden Statuten zu revidieren. Nötig waren in erster Linie formelle Anpassungen.

«Politcast Uri» verjüngt den Sektionsvorstand

Die beiden Vorstandsmitglieder Bruno Arnold, Seedorf, und Marion Arnold-Renner, Schattdorf, hatten ihre Demission eingereicht. Die Präsidentin schätzte sich glücklich, dass sie mit den beiden jungen Altdorfern Stephanie Gisler und Tobias Arnold zwei neue Vorstandsmitglieder vorstellen konnte. Edith Baumann Renner selber tritt als Präsidentin zurück, wird sich aber weiterhin im Vorstand engagieren. Als neuer Präsident wurde Georg Simmen, Realp, mit grossem Applaus gewählt. Weiter gehören dem Vorstand die Altdorfer Adrian Zurfluh, Michael Meier und Theo Ziegler an.

Die Rechnung der SRG Uri schloss bei einem Aufwand von 10543 Franken mit einem Verlust von 3130 Franken ab.

Medien als Chance für Uri oder als Verderben?

Am anschliessenden Podiumsgespräch unter dem Titel «Medien: Chance für Uri oder Verderben» nahm neben Karin Portmann und Mario Poletti auch die junge Schattdorferin Chiara Zgraggen, Praktikantin bei der «Luzerner Zeitung» und Reporterin bei Politcast Uri, teil. Moderiert wurde die Diskussion von Bruno Arnold, Redaktionsleiter der «Urner Zeitung». Zuerst wollte er von den Diskussionsteilnehmern wissen, wie der Kanton Uri von aussen wahrgenommen werde. «Ich bin zuerst etwas über den provokativen Titel der Podiumsdiskussion erschrocken», sagte Mario Poletti einleitend. Zum Thema selber meinte er: «Klar kann kritischer Journalismus wehtun, gerade wenn der Kanton Uri häufig mit Negativschlagzeilen in den Medien erwähnt wird, aber genau dies interessiert die Leute.» Aber es gebe auch Positives, denn die Filme über Bernhard Russi oder «Axiger Sepp» hätten rund 800000 Menschen vor den Bildschirm gelockt. Das seien deutlich mehr als bei einer normalen «Tagesschau». Chiara Zgraggen stört sich an den Berichterstattungen über Urnerinnen und Urner, dass diese immer wieder mit ländlichen Themen in Verbindung gebracht würden. Karin Portmann meinte, dass der Kanton Uri keineswegs schlecht dastehe. «Das ‹Regi› lässt den Kanton keineswegs links liegen, sondern wir haben in unseren Sendungen in den letzten zehn Monaten schon 584 Beiträge über die Urner ausgestrahlt, und zwar nicht nur kritische», betonte sie. So sei beispielsweise der Bericht über eine Gurtneller Firma an der «Uri 18» ein Riesenerfolg gewesen und bei den Urnern sehr gut angekommen.

Medienleute erwarten Inputs der Bevölkerung

Poletti und Portmann betonten, dass es wichtig sei, dass sie Geschichten und Themen aus der Bevölkerung erhalten würden. «Wir können schliesslich nicht alles über den Kanton Uri wissen», so die Radiofrau und er Fernsehmann. Für Chiara Zgraggen ist es zentral, dass man auch die jungen Menschen zu Wort kommen lasse, auch zu politischen Themen. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass dies wichtig sei. Aber es sei manchmal extrem schwierig, Themen für junge Leute zu finden und noch schwieriger sei es, diese dazu zu bringen, Radio zu hören oder den Fernsehapparat einzuschalten.

«Politcast Uri» als Gefäss bekannt machen

«Eine Plattform für die Jungen in unserem Kanton ist ‹Politcast Uri›», betonte Zgraggen. «Dort sprechen junge Urnerinnen und Urner über politische Themen, daraus entsteht dann eine Radiosendung, die regelmässig auf der Website zum Download angeboten wird. «Politcast Uri» gilt als Sprachrohr und Informationsplattform für Jugendliche. Die Gründerinnen und Gründer geben sich Mühe und sehr interessiert daran, dieses Informationsgefäss bei der Bevölkerung noch bekannter zu machen.

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