GERÄTERIEGE BÜRGLEN: Die Fronten sind zu verhärtet

In der Geräteriege Bürglen brodelt es. Der langjährige Leiter ist weg, Turnerinnen wurden ausgeschlossen. Jetzt wehren sich die Eltern, aber auch der Vorstand.

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Gruppenbild der Turnerinnen der Geräteriege Bürglen. (Bild pd)

Gruppenbild der Turnerinnen der Geräteriege Bürglen. (Bild pd)

Der ehemalige Hilfsleiter der Geräteriege Bürglen, Kurt Müller aus Flüelen, versteht die Welt nicht mehr: «Meine Tochter wurde aus der Riege ausgeschlossen, weil sie bei ihrem langjährigen Betreuer Ernst ?Pic? Lauener trainiert hat.» Das gleiche Schicksal ist noch einer weitern Turnerin widerfahren. Ernst Lauener hat die Geräteriege Bürglen 1966 gegründet und zu einer der besten Riegen der Schweiz gemacht.

Langjähriger Trainer ist weg
Im August 2007 ist Lauener als Riegenleiter zurückgetreten. «Auf eigenen Wunsch», betont die Präsidentin der Geräteriege, Ursi Gamma. «Er hat uns kurzfristig im Stich gelassen.» Lauener leitet aber noch private Trainings. Solche wurden auch von Geräteriegemitgliedern besucht. «Danach kam es immer wieder zu Problemen», sagt Ursi Gamma. «Unsere neue Riegenleitung konnte diesen Mädchen und deren Eltern kaum je etwas recht machen», so die Präsidentin. «Die Mädchen kamen auch nur noch sporadisch ins Training und sorgten dort mit ihren dauernden Kritiken für Unruhe. Wir haben mehrmals das Gespräch mit den Eltern und den Turnerinnen gesucht, aber ohne Erfolg. Sie blieben stur und waren nicht an einer konstruktiven Lösung interessiert.»

«Wenn ?Pic? für die Verantwortlichen der Geräteriege Bürglen ein rotes Tuch ist, dann darf das Ganze nicht auf dem Buckel der Kinder ausgetragen werden», hält Müller fest. Gamma kontert diesen Vorwurf: «Wir sind für über 50 Kinder verantwortlich. Wer sich über längere Zeit nicht an unsere Regeln hält und sich immer wieder quer stellt, der muss die Konsequenzen ziehen. Offensichtlich wollte man den Rausschmiss bewusst provozieren.»

Müller sieht dies anders: «Nach meinem Rausschmiss als Leiter wurden einige Kinder gemobbt. Wir haben die Riegenverantwortlichen mehrmals darauf angesprochen. Uns wurde zugesichert, dass man dies nicht dulden werde. Geändert hat sich aber nichts.»

Bruno Arnold

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mitttwoch in der Neuen Urner Zeitung.