Gerda Arnold zeigt in Altdorfer Praxis vielfältige Kunst

In der Psychotherapeutischen Praxis in Altdorf sind knapp zwei Dutzend Werke zum Thema «Farbenblick Blickfang» ausgestellt.

Paul Gwerder
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«Zweimal im Jahr sollen Urner Künstler die Gelegenheit haben, ihre Werke in der Psychotherapeutischen Praxis in Altdorf ausstellen zu können und einem breiten Publikum zu zeigen», sagte die Präsidentin, Nadia Schuler, einleitend zu den fast 30 Gästen. Für die Praxis sei dies eine wunderbare Sache, denn mit den abwechslungsreichen Bildern, welche immer wieder von unterschiedlichen Malerinnen und Malern ausgestellt werden, verändere sich die Atmosphäre in den Räumlichkeiten der Praxis.

Künstlerin Gerda Arnold erklärt Iwan Jauch das ausgestellte Bild eines Baums.

Künstlerin Gerda Arnold erklärt Iwan Jauch das ausgestellte Bild eines Baums.

Bild: Paul Gwerder

In der jetzigen Ausstellung, welche den Titel «Farbenblick Blickfang» trägt, sind Werke ausgestellt, welche die Seedorferin Gerda Arnold in den vergangenen 25 Jahren geschaffen hat. Diese Bilder sind nun schon fast ein halbes Jahr platziert, doch wegen des Coronavirus konnte erst jetzt die Ausstellung offiziell eröffnet werden. Es ist ein Stelldichein von Aquarell-, Gouache- und Acrylbildern, bei denen es sich nicht um eine bestimmte Bildrichtung handelt, welche die Malerin Gerda Arnold in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten geschaffen hat. Ein Spaziergang durch die Räumlichkeiten zeigte den Besucherinnen und Besuchern, wie abwechslungsreich die Malereien sind und wie diese eine ganz spezielle Atmosphäre in den Raum bringen.

Ein Querschnitt durch 25 Jahre Malerei

Sie habe etwa vor 25 Jahren mit der Malerei begonnen, erzählt Gerda Arnold, dies mit einem Kurs bei Rita Tresch. «Man hat immer das Gefühl, gut zeichnen zu können, aber das ist in Wirklichkeit nicht immer so», stellt sie klar. Früher zeichnete sie Bilder vor – heute male sie einfach drauflos und mit der Zeit entwickle sich ein Werk. Im Moment liegen bei der Künstlerin Gesichter, gezeichnet mit Acryl auf Leinwand, im Trend. Bei einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Psychotherapeutischen Praxis sehen die Betrachter die ganze Palette vom Schaffen der Künstlerin. In einem Zimmer sind Bäume, in einem anderen Raum eher abstrakte Bilder zu sehen, bei denen der Betrachter erst nach längerem Hinschauen das eigentliche Motiv erkennt.

Es ist nicht die abstrakte Kunst, die keinen Hinweis auf sichtbare Wirklichkeit enthält. Bei den ausgestellten Werken ist Geduld gefragt, und bald erkennt man innerhalb der Farben ein kleines Gesicht oder ein Engelchen. Die Gesichter, welche die Malerin gezeichnet hat, vermitteln immer einen nachdenklichen – ja traurigen – Ausdruck. Bei den 22 ausgestellten Bildern sehen die Gäste, dass Gerda Arnold gerne mit den Farben spielt. Ein besonders schönes Bild zeigt den Bristen und links von ihm den Schwarzgrat und den Bälmeten. «Dieses Bild habe ich von einem meiner Lieblingsorte, der Isleten, gezeichnet, denn da kommt der glitzernde See im Vordergrund so richtig zur Geltung», erklärte Gerda Arnold.

Sie versteht ihr Handwerk

Besonders begeistert von den Werken zeigte sich Iwan Jauch, Vorstandsmitglied der Psychotherapeutischen Praxis und Berufsschullehrer. «Ich habe schon Bilder von Gerda Arnold bei meiner Mutter gesehen und die hinterliessen einen bleibenden Eindruck in mir», so Jauch. Besonders die warme Art der Bilder sowie die Farben haben ihn besonders beeindruckt. Er habe grosse Achtung vor der Malerin, denn hinter jedem dieser Kunstwerke stecke eine riesige Arbeit. «Diese Werke hat jemand geschaffen, der sein Handwerk und die Maltechnik versteht.»

Die Ausstellung «Farbenblick Blickfang» in der Psychotherapeutischen Praxis ist jeweils am Freitag von 9 bis 11 Uhr oder nach Rücksprache mit der Künstlerin geöffnet.