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«Gerichtsluft aus anderer Optik schnuppern»

Beatrice Kolvodouris Janett, die Urner Oberstaatsanwalt-Stellvertreterin aus Altdorf, wird ab dem kommenden Jahr als nebenamtliche Richterin in Bellinzona tätig sein.
Carmen Epp
Beatrice Kolvodouris Janett, stellvertretende Oberstaatsanwältin des Kantons Uri übernimmt eine zusätzliche Aufgabe. (Bild: PD)

Beatrice Kolvodouris Janett, stellvertretende Oberstaatsanwältin des Kantons Uri übernimmt eine zusätzliche Aufgabe. (Bild: PD)

Am Bundesstrafgericht in Bellinzona werden Fälle verhandelt, die durch die Bundesanwaltschaft untersucht wurden, wie etwa Straftaten von oder gegen Bundesbeamte, Korruptions- oder Sprengstoffdelikte sowie Fälle von Wirtschaftskriminalität und organisiertem Verbrechen. Um den Rechtsschutz in Bundesstrafverfahren auszubauen, wird ab 2019 eine Berufungskammer am Bundesstrafgericht ihre Arbeit aufnehmen.

Am Mittwoch hat die Vereinigte Bundesversammlung in Bern die Mitglieder der neuen Berufungskammer gewählt. Darunter auch Beatrice Kolvodouris Janett, die Urner Oberstaatsanwalt-Stellvertreterin aus Altdorf. Sie wird ab dem kommenden Jahr als nebenamtliche Richterin in Bellinzona tätig sein.

Beatrice Kolvodouris, was reizt Sie am Nebenamt als Richterin in der neuen Berufungskammer des Bundesstrafgerichts?

Ich habe bereits als Praktikantin bei der Bundesanwaltschaft gearbeitet, und die Fälle haben mich sehr interessiert. Zudem reizt es mich, den Strafprozess noch aus einer anderen Optik zu erleben und Gerichtsluft zu schnuppern.

Die Arbeit als Staatsanwältin und jene als Richterin sind aber ja eigentlich zwei ziemlich unterschiedliche paar Schuhe ...

Dies ist nur auf den Blick so. Staatsanwälte fällen in über 90 Prozent der Erledigungen Urteile im Strafbefehlsverfahren. Im Übrigen erachte ich es für alle Seiten als Gewinn bringend, wenn man den Strafprozess aus verschiedenen Optiken kennt.

Sie sind zu 80 Prozent als Oberstaatsanwalt-Stellvertreterin im Kanton Uri angestellt. Haben Sie überhaupt Zeit für das zusätzliche Amt?

Da es ein neues Gericht ist, liegen noch keine Erfahrungswerte vor, wie aufwendig das Nebenamt sein wird. Man geht zurzeit von zehn bis 15 Arbeitstagen pro Jahr aus. Das lässt sich neben der Arbeit in Uri gut einrichten.

Wie aber sieht das inhaltlich aus? Gibt es da nicht Konflikte mit Ihrer Arbeit in Uri?

Nein. In der Berufungskammer des Bundesstrafgerichts werden nur Fälle in Bundeszuständigkeit verhandelt, keine mit kantonaler Zuständigkeit.

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