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Holzen: Geschwister werden Meister

Im Rahmen der Forstmesse in Luzern fand ein Holzspaltwettkampf statt.
Georg Epp
Die erfolgreichen Flüeler Handholzer: Margrit Ziegler-Herger, Jakob Herger senior und Kobi Herger junior (von links). Bild: PD

Die erfolgreichen Flüeler Handholzer: Margrit Ziegler-Herger, Jakob Herger senior und Kobi Herger junior (von links). Bild: PD

Am Samstag, 17. August, trafen sich die Handholzer zum ersten Wettkampf in diesem Jahr. Bereits zum fünften Mal fand anlässlich der Forstmesse in Luzern ein Holzspaltwettkampf statt. Der Wettkampf konnte viele Zuschauer anlocken.

Im Feld der Damen deklassierte Margrit Ziegler ihre Konkurrentinnen mit klarer Bestzeit in beiden Durchgängen. Bei den Senioren gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem Sarner Leo Spichtig und dem Flüeler Jakob Herger senior. Dabei konnte sich der Urner überraschenderweise mit 2,2 Sekunden Vorsprung gegen den acht Jahre jüngeren Obwaldner durchsetzen. Bei der Elitekategorie lag Kobi Herger junior zur Halbzeit auf dem vierten Rang. Mit einem grandiosen Finaldurchgang sicherte er sich dennoch den Sieg – 5,1 Sekunden vor Adrian Steffen (Sörenberg) und Ruedi Durrer (Kerns). Eine sehr gute Leistung zeigte auch Doris Ziegler bei den Juniorinnen/Junioren mit Rang 5 in der Endabrechnung hinter Sieger Jens Odermatt aus Sarnen.

Juniorin nutzt ihren Vorteil aus

Nach der Mittagspause führten die Organisatoren von den Holzspaltern Alpnach den sogenannten Supercup durch. Dabei galt es, das sehr astreiche Holz, welches für den Wettkampf weniger geeignet war, mit beiden Händen am Axtgriff zu vierteln. Beim Supercup gibt es nur eine Kategorie. Damit diese jedoch einigermassen ausgeglichen ist, ist die Holzverteilung wie folgt: Junioren 8 Rugel (eher schöneres Holz), Damen 8 Rugel, Senioren und Elite 12 Rugel.

Mitmachen konnten nur die Besten des Qualifikationsdurchgangs, Doris Ziegler schaffte es gerade noch ins Teilnehmerfeld. Als einziges Mädchen (der Junioren-Kategorie) erhielt sie nur 7 Rugel. Dabei stellte sich heraus, dass man sie unterschätzt hatte. Sie konnte die Gunst der Stunde nutzen und gewann den Supercup.

Keine Urner Bestleistungen bei der Elite

Am Sonntag, 18. August, trafen sich die Handholzer auf dem Dietisberg BL wieder. Auf dem Programm stand die 31. Schweizerische Hand- und Waldsägemeisterschaft, die seit dem vergangenen Jahr alternierend in Flüelen und dann wieder in Dietisberg stattfindet.

Bei den Junioren gewann Sascha Lustenberger aus Hergiswil am Napf den Titel vor Robin Messerli (Oberbuchsiten). Bei den Damen verteidigte Margrit Ziegler (Flüelen) ihren Titel aus dem Vorjahr. In der Elitekategorie war bei den Wettkämpfern irgendwie der Wurm drin, keiner der Spitzensäger konnte seine Bestleistung abrufen. Schweizer Meister wurde wie schon 2018 der Einheimische Stephane Thommen (Eptingen) vor Roger Gass (Eptingen). Kobi Herger junior aus Flüelen belegte mit nur 96 Hundertstelsekunden Rückstand den 5. Schlussrang. Im Gegensatz zur Elite zeigten sich die Senioren in Topform. Verdienter Schweizer Meister wurde Beat Buser (Eptingen) vor Jakob Herger senior (Flüelen). Beide Senioren-Säger vermochten die gesamte Elite zu übertrumpfen. Im gemischten Doppel griff auch das Geschwisterpaar Kobi Herger junior/Margrit Ziegler-Herger erneut zur Säge. Dabei gewannen sie in überlegener Manier erstmals in dieser Kategorie den Schweizer Meistertitel vor Julia Schäfer und Andreas Kurmann (Frutigen/Hergiswil).

Nun trifft man sich noch zum Saisonabschluss in Kerns. Dort gehen am 22. September die Schweizer Meisterschaften im Holzspalten über die Bühne. Auch hier zählen die Urner in verschiedenen Kategorien erneut zu den Favoriten.

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