GESETZ: ARA Altdorf muss wohl für Millionen nachrüsten

Der Nationalrat will, dass Abwasser besser gereinigt wird. Tritt das Gesetz in Kraft, muss auch im Kanton Uri investiert werden.

Florian Arnold
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Wird die Gewässerschutzgesetzgebung verschärft, muss wohl auch die ARA Altdorf nachgerüstet werden. (Archivbild Neue UZ/Sven Aregger)

Wird die Gewässerschutzgesetzgebung verschärft, muss wohl auch die ARA Altdorf nachgerüstet werden. (Archivbild Neue UZ/Sven Aregger)

Für 1,2 Milliarden Franken sollen in der Schweiz in den kommenden zwanzig Jahren hundert Kläranlagen aufgerüstet werden, damit selbst kleinste Verunreinigungen nicht mehr in die Gewässer gelangen. So will es der Nationalrat. Vor allem in dicht besiedelten Gebieten sieht er Handlungsbedarf, aber auch im Einzugsgebiet von Seen und Gewässern. Dies könnte auch für den Kanton Uri Konsequenzen haben. Es zeichnet sich ab, dass auch die ARA Altdorf um eine Stufe ausgebaut werden muss. Es wird mit Kosten von mehreren Millionen gerechnet.

Jährlich bis zu 300 000 für Uri

Der Bund wird für die Finanzierung einen Fonds schaffen, der von der Bevölkerung gespiesen wird. Jeder Einwohner soll pro Jahr maximal 9 Franken beisteuern. Abgerechnet wird über die ARA-Betreiber. Letztlich wird also die Abwasser Uri für die rund 35 000 Einwohner von Uri zur Kasse gebeten. Sie muss somit jährlich rund 300 000 Franken in den Fonds des Bundes einzahlen. Dieser Beitrag ist zu leisten, bis die Anlage installiert ist.

Insgesamt zahlt die Schweizer Bevölkerung pro Jahr 45 Millionen Franken in den Fonds. Daraus werden dann die Kosten für die Umrüstung der Kläranlagen zu drei Vierteln übernommen. Einen Viertel der Kosten sollen die Betreiber der betroffenen Anlagen tragen. Die Aufrüstung der Altdorfer ARA wird wohl mehrere Millionen Franken kosten. Auf Anfrage der Neuen Urner Zeitung teilte die Abwasser Uri aber mit, dass deswegen nicht unbedingt mit einer Erhöhung der Abwasserpreise zu rechnen sei.